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Balingen

Sonderförderung möglich: Neue Handballhalle für den HBW rückt in greifbare Nähe

28.08.2019

von Lydia Wania-Dreher / Pressemitteilung

Sonderförderung möglich: Neue Handballhalle für den HBW rückt in greifbare Nähe

© Pascal Tonnemacher

Hat die Sparkassenarena als Spielstätte des HBW Balingen-Weilstetten bald ausgedient? Laut einer Pressemitteilung rückt eine neue Halle in greifbare Nähe.

Die positiven Vorzeichen für eine mögliche Förderung einer neuen Halle als Spielstätte des HBW Balingen-Weilstetten verdichten sich. Das teilen Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Landrat Günther-Martin Pauli, Balingens Oberbürgermeister Helmut Reitemann und der HBW in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

Der Hallenneubau für die Balinger Handballer scheint in greifbare Nähe zu rücken. Wie die Landtagsabgeordnete Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut in einer Pressemitteilung berichtet, gab es bereits innerhalb der Fraktionen im Landtag erste Gespräche zu einem möglichen Sonderförderprogramm für Sportstätten mit überregionaler Bedeutung.

Das Projekt „Neubau Handballhalle Balingen“ wurde bereits im Herbst vergangenen Jahres im zuständigen Kultusministerium vorgestellt. Anlass für die erneute Kontaktaufnahme der HBW-Geschäftsführung war ein Zeitungsartikel im Juni, in dem bereits von verschiedenen möglichen Förderprojekten die Rede war.

Sonderfonds könnte Neubau möglich machen

Die Gespräche in Stuttgart mit der verantwortlichen Ministerin, Dr. Susanne Eisenmann, würden durchaus Hoffnung machen, dass ein Hallenneubau mit Hilfe eines neu aufzulegenden Sonderfonds für überregionale Sportstätten nun realisierbar wird, so der Geschäftsführer des Handballclubs, Wolfgang Strobel.

Die Balinger Landtagsabgeordnete Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, die die Gespräche in die Wege geleitet hat, betont: „Die Arbeit des HBW wird in unserer gesamten Region sehr geschätzt und unterstützt. Der HBW hat auch weit über die Kreisgrenzen hinaus eine besondere Strahlkraft für unsere Region. Das zeigt auch die große Unterstützung meiner Kollegen aus den Nachbarwahlkreisen, Karl-Wilhelm Röhm, MdL und Stefan Teufel, MdL. Gemeinsam setzen wir uns für dieses Projekt ein und ich würde es sehr begrüßen, wenn ein solches Sonderförderprogramm in den Doppelhaushalt 2020/2021 aufgenommen werden würde.“

Grundschatzbeschlüsse von Stadt und Landkreis stehen

Das Projekt genießt laut der Pressemitteilung breite Unterstützung in der Region. Der Balinger Oberbürgermeister Helmut Reitemann spricht von entsprechenden Grundsatzbeschlüssen des Gemeinderates und des Kreistages. Es fehle eben „nur noch“ an weiteren Mitteln auch aus dem Landeshaushalt, um die Pläne und Beschlüsse der lokalen Gremien in die Realität umzusetzen.

„Der Balinger Handball ist in Sachen Jugendförderung und Ehrenamt ein leuchtendes Beispiel für eine funktionierende Gemeinschaft und den sozialen Zusammenhalt“, so Reitemann.

Landrat bemühe sich schon länger um Neubau

Dieses kann der Landrat des Zollernalbkreises, Günther-Martin Pauli nur unterstreichen. Er setzt sich bereits seit langem für eine neue Halle ein: „Die Handballhalle hat nicht nur Bedeutung für den Zollernalbkreis und die Stadt Balingen. Das Einzugsgebiet reicht bis weit in die Nachbarkreise hinein und ist somit von überregionaler Bedeutung. Wir müssen alles tun, um unser sportliches Aushängeschild „HBW“ in der ersten Liga zu halten. Neben sportlichen Leistungen ist hier eben auch ein Hallenneubau erforderlich.“

Mit einer verbindlichen Zusage kann laut der Pressemitteilung jedoch erst mit Abschluss der Haushaltsberatungen gerechnet werden. Bis dahin werden alle Beteiligten jedoch weitere Gespräche führen, um die Dringlichkeit des Projektes auch überfraktionell weiter zu verdeutlichen, heißt es abschließend.

Neue Halle schon lange im Gespräch

Bereits seit mehreren Jahren macht der HBW immer wieder darauf aufmerksam, dass er dringend eine neue Halle benötigt. Die Sparkassen-Arena, die von einem Investor aus Saulgau gebaut wurde, war von Anfang an nur bedingt für den Bundesliga-Betrieb geeignet. Immer wieder müssen die Sportler und Helfer improvisieren. Bestes Beispiel: Der Hallenboden muss vor jedem Spiel neu verlegt werden.

Größter Knackpunkt ist jedoch, dass aktuell nur rund 2400 Fans in der Halle Platz finden. Weit weniger als bei anderen Bundesliga-Clubs. Mit mehr Zuschauern erhofft sich der HBW auch mehr Einnahmen und damit einen größeren finanziellen Spielraum, um mittel- und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Hinzu kommt eine mögliche geplante Vorgabe der Handball Bundesliga GmbH, wonach von der Saison 2020/21 an in der Ersten Bundesliga nur noch Hallen als Spielorte zugelassen werden, die auf allen vier Seiten über Sitzplätze verfügen.

Ein Anbau oder Ausbau der Sparkassen-Arena ist laut Auskunft des Vereins nicht realisierbar. Daher hatte sich der Verein schon im Jahr 2016 nach alternativen Standorten im gesamten Zollernalbkreis für einen Neubau umgeschaut. Im Gespräch waren damals unter anderem das Areal neben der „Domäne“ in Hechingen oder ein möglicher Ersatzbau für die Zollernalbhalle in Albstadt.

Sonderförderung möglich: Neue Handballhalle für den HBW rückt in greifbare Nähe

© HBW

Diese zwei Standorte waren bereits 2017 im Gespräch.

Im Herbst 2017 signalisierten dann sowohl der Kreistag als auch die Stadt Balingen dem HBW mit einer Finanzspritze in Höhe eines „namhaften Betrags“ den Hallenneubau zu unterstützen. Damals stellte der HBW erste Pläne für eine neue Handball-Arena vor. Als mögliche Standorte für einen Neubau wurden der Bereich direkt neben der Sparkassen-Arena oder der Grünzug am westlichen Ende des dortigen Parkplatzes genannt.

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