Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Dotternhausen

Dotternhausener Schule startet gefiedertes Projekt: Rektorin wird zur „Bibbeles-Mutter“

12.07.2020

Von Rolf Schatz

Dotternhausener Schule startet gefiedertes Projekt: Rektorin wird zur „Bibbeles-Mutter“

© Rolf Schatz

Hausmeister Frank Siedler (von links), Till Bayer, Rektorin Heike Gruner, Emily Geiss, Jule Ritter und die Vorsitzende des Fördervereins Tamara Ritter mit den Hühnern.

Bella, Hedwig, Mogli und Luna, die vielleicht schlausten Hühner im Land, geboren in Gruol, leben nun mit sechs weiteren Küken seit ein paar Wochen in einem großzügigen Stall in der Schlossbergschule in Dotternhausen. Ein gefiedertes Projekt, das Schüler und Lehrer gleichermaßen begeistert.

Die Überlegung von Rektorin Heike Gruner zum Prima(r)-forscher-Projekt Schulhuhn ist längst kein ungelegtes Ei mehr. Mit der Unterstützung von Hausmeister Frank Siedler wurde das Vorhaben realisiert.

Als erste Maßnahme fand aktuell der Umbau des Geräteschuppens zum Hühnerstall im Garten der Schule statt. Hierbei legte sich Hausmeister Frank Siedler aus Gruol, der selbst Geflügelzüchter und Mitglied im Kleintierzuchtverein Gruol ist, mächtig ins Zeug.

Die Schlossberghühner gackern

Danach zogen die zehn Küken in ihr neues Zuhause ein und sind seither „unsere Schlossberghühner“, wie Rektorin Heike Gruner feststellt. Die Junghühner entstammen einer Naturbrut und sind vor ein paar Wochen bei Hausmeister Frank Siedler in Gruol geschlüpft. Siedler wird das Schulprojekt weiter unterstützen.

Bei den Hühnern handelt es sich um eine sehr farbenfrohe, widerstandsfähige und robuste alte Landhuhnrasse aus Schweden, so der Fachmann.

Die Hühner sind robust

Das „Schwedische Blumenhuhn“ erhielt seinen Namen durch sein bunt geschecktes getupftes Federkleid, keine Henne gleicht der anderen und so können alle bestens unterschieden werden.

Dotternhausener Schule startet gefiedertes Projekt: Rektorin wird zur „Bibbeles-Mutter“

© Rolf Schatz

Rektorin Gruner und eines der Schlossberghühner.

Die Grundschüler tauften die Küken gleich, erzählt freudestrahlend Jule Ritter, der Bella, Hedwig, Mogli und Luna ans Herz gewachsen sind. Mit ihrem ruhigen und zahmen Charakter sind die „Schwedischen Landhühner“ gut für den Schulunterricht geeignet, lässt Rektorin Gruner verlauten.

Hühner haben bald auch Auslauf

Eine großzügige Voliere wird in Kürze folgen, so dass den Hennen auch viel Auslaufmöglichkeiten in freier Natur zur Verfügung steht. Der Förderverein mit seiner ersten Vorsitzenden Tamara Ritter, Stellvertreter Michael Weier und den weiteren Vorstandsmitgliedern Birte Bayer, Bettina Scherer, Sandra Hoch und Anja Pfaff werden hierbei die Kosten des Zauns für ein sicheres Außengehege übernehmen.

Schüler sollen Verantwortung übernehmen

Das Projekt Schulhuhn versteht sich als ein Baustein im Netzwerk des Bildungsplans für die Grundschulen steht für die Leitperspektive „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Kernanliegen sind neben der Bereitschaft zum Engagement und zur Verantwortungsübernahme auch das Erlernen von Verantwortungsbewusstsein zum Schutz der Umwelt, erläutert Heike Gruner.

Tiere wirken sich positiv auf Lernverhalten aus

Im Umgang mit den Tieren sollen die Kinder die Natur und für eine artgerechte Tierhaltung sensibilisiert werden. Themenfelder wie „Gründe für Tierhaltung am Beispiel der Nutztiere“ oder „Vom Ei zum Huhn“ werden künftig für die Schüler der Schlossbergschule naturnah erfahrbar.

Weiterhin trägt der Kontakt zu Tieren nachweislich zu einer positiven Wirkung auf das Lernverhalten von Kindern sowie zu einer Angstminimierung bei, sagt die Rektorin. Beobachtbar seien zudem eine gesteigerte Aufmerksamkeit und eine vermehrte Rücksichtnahme.


Warten auf die ersten Bio-Eier

Rektorin Heike Gruner, die selbst stolze Hühnerbesitzerin ist, ist sich sicher: Tiere tun der Seele gut! Die ganze Schule erwarte nun gespannt die ersten eigenen Bio-Eier. Für diese gibt es schon eine Warteliste. Sie werden von den Schülern verkauft. „Damit finanzieren wir die Unterhaltskosten wie Futter oder eventuelle Tierarztkosten“, informiert Gruner.

Es soll Nachwuchs geben

Gefüttert werden die Küken von den Schülern; am Wochenende kümmern sich Birte Bayer, Tina Pflumm und Tobias Münch um die Hühner. Nachwuchs ist auch schon geplant, verrät Gruner schmunzelnd. Der Hahn warte schon.

Vielleicht überträgt auch schon bald eine Webkamera das Geschehen aus dem Hühnerstall live ins Klassenzimmer.

Diesen Artikel teilen: