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Balingen

Brennende Heizgeräte: Feuerwehr und Rotes Kreuz in Balingen sind gleich zweimal im Einsatz

06.02.2020

von Michael Würz, Polizei

Brennende Heizgeräte: Feuerwehr und Rotes Kreuz in Balingen sind gleich zweimal im Einsatz

© Pixabay

Die Polizei ermittelt in beiden Fällen (Symbolfoto).

Feuerwehr und Rotes Kreuz haben am späten Mittwochabend die Asylbewerberunterkunft in der Balinger Beckstraße evakuiert. In der Nacht dann wurden die Helfer zur „Krone“ in Heselwangen alarmiert. Im ersten Fall war wohl ein Heizlüfter in Brand geraten, im zweiten eine Heizdecke. Eine Bewohnerin der Asylbewerberunterkunft erlitt offenbar eine Rauchgasvergiftung.

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge hatte wohl ein in Brand geratener Heizlüfter zu einer massiven Rauchentwicklung in der Asylbewerberunterkunft geführt. Nachdem die Brandmeldeanlage gegen 23.15 Uhr ausgelöst hatte, rückte ein Großaufgebot an Einsatzkräften aus.

Bewohnerin in Klinik

Beim Eintreffen der Rettungskräfte konnte in einem Zimmer im Obergeschoß Qualm festgestellt werden. Die 40-jährige Bewohnerin, die vermutlich wegen der Aufregung aufgrund einer inneren medizinischen Ursache bewusstlos geworden war, wurde von der Feuerwehr aus dem Zimmer und nachfolgend vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.

Das Gebäude wurde vorsorglich evakuiert und alle 49 Bewohner vorübergehend in einer Sporthalle untergebracht. Wie sich bei den Ermittlungen herausstellte, hatte die Zimmerbewohnerin einen Heizlüfter betrieben, der vermutlich aufgrund eines technischen Defekts in Brand geraten war.

Beim Versuch den Brand mittels einer Decke zu ersticken, hatte diese zu schmoren und zu qualmen begonnen. Weitere Löschmaßnahmen waren nicht mehr erforderlich.

Keine gesundheitsgefährlichen Stoffe

Vorsorgliche Messungen der Feuerwehr ergaben keinerlei Hinweise auf gesundheitsgefährliche Stoffe, sodass nach einer Durchlüftung des Gebäudes alle Bewohner, die unverletzt geblieben waren, noch in der Nacht wieder zurückkehren konnten.

Der entstandene Sachschaden beschränkte sich auf den Heizlüfter und die Decke und wird mit etwa 20 Euro beziffert. Die Feuerwehr war mit 20 Fahrzeugen und 104 Feuerwehrleuten, der Rettungsdienst mit 23 Sanitätern und einem Notarzt im Einsatz.

Weiterer Einsatz in Heselwangen

Nur kurze Zeit später wurden die Hilfskräfte erneut alarmiert – zur Gaststätte Krone in Heselwangen. In einer dortigen Wohnung hatte laut eine überhitzte Heizdecke die darunterliegende Matratze zum Schmelzen gebracht und den Qualm verursacht.

Die Matratze wurde von der Feuerwehr, die mit 40 Feuerwehrleuten im Einsatz war, aus dem Gebäude gebracht und gelöscht. Die Wohnungsinhaberin und ein zur Hilfe eilender Nachbar wurden wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht.

Gebäudeschaden war keiner entstanden. Die Höhe des Inventarschadens ist noch nicht bekannt.

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