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Region

„Bianca“ kommt nicht an „Sabine“ heran: Einzelne Strom- und Zugausfälle in der Region

28.02.2020

Von Pascal Tonnemacher

„Bianca“ kommt nicht an „Sabine“ heran: Einzelne Strom- und Zugausfälle in der Region

© ENBW

Mancherorts mussten die Bewohner am Donnerstagabend sturmbedingt kurzzeitig ohne Strom auskommen.

Zugreisende und Daheimgebliebene hatten von Donnerstagabend an mit Sturmtief Bianca zu kämpfen: Sowohl Strom- als auch Zugausfälle sind in der Region vereinzelt zu beklagen gewesen. Eine Zusammenfassung der bekannten Sturmfolgen.

An „Sabine“ kam „Bianca“ zwar nicht heran. Dennoch brachte das neuerliche Sturmtief am späten Donnerstagabend für viele Haushalte Geduldsproben und für die Bereitschaftsdienste der Netze BW einmal mehr aufreibende Einsätze unter widrigsten Bedingungen mit sich. Das teilt das Unternehmen am Freitagvormittag mit. Zudem sei „Sabine“ offenbar von den Wetterdiensten deutlich präziser vorhergesagt worden.

Region von Stromausfällen betroffen

Landesweit lagen die Schwerpunkte der Stromausfälle einerseits im Odenwald und in Tauberfranken. Im Süden von Baden-Württemberg begann es laut Pressemitteilung gegen 18.30 Uhr bei Sulz am Neckar, Oberndorf und Schramberg.

Von dort zog sich bis kurz vor Mitternacht eine etwa 30 Kilometer breite Schneise über die Kreise Sigmaringen und Zollernalb bis zum Federsee in Oberschwaben. Insgesamt 13 Störungen im 20.000-Volt-Mittelspannungsnetz waren zu beklagen (zum Vergleich: Bei „Sabine“ waren es über 60).

Tuttlingen und Sigmaringen erwischt es

Versorgungsunterbrechungen aufgrund von „Baum in Freileitung“ hieß es in den Landkreisen Tuttlingen und Sigmaringen:

  • um 19.18 Uhr in Inneringen, Veringendorf und Emerfeld (Dauer knapp eine halbe, teils knapp eine Stunde)
  • um 19.29 Uhr in Frittlingen und Aldingen (weitestgehend nach etwa einer Dreiviertelstunde behoben)
  • um 19.31 Uhr in und um Bärenthal und Irndorf (nach rund einer Stunde behoben)
  • um 19.36 Uhr in Schwenningen und Glashütte (teilweise über zwei Stunden Dauer)
  • um 19.40 Uhr nördlich von Messkirch, vor allem Gutenstein und Engelswies (großteils schon nach einer halben Stunde behoben, teilweise über eine Stunde)
  • um 20.21 Uhr vor allem in und um Neufra (Dauer über eine Stunde, teilweise deutlich länger, Einzelfälle bis zu drei Stunden)

Wo es länger dauerte, kam die regionale und zeitliche Häufung zu den schwierigen äußeren Bedingungen, teilt das Unternehmen mit.

Bahn hat mit Ausfällen zu kämpfen

Auch Zugreisende in der Region haben unter den Folgen von „Bianca“ zu leiden und müssen mit Verspätungen und Ausfällen rechnen.

So stürzte am Freitagvormittag beispielsweise zwischen Sigmaringen und Hausen im Tal ein Baum auf die Strecke. Die Strecke zwischen Sigmaringen und Tuttlingen war auch schon in der Nacht zeitweise gesperrt.

Am Donnerstagabend bereits war der Bahnhof in Sigmaringen zeitweise gesperrt und kein Zugverkehr war möglich.

Dazu meldet die Polizei: Gerade noch rechtzeitig konnte eine Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Sigmaringen am Donnerstagabend gegen 19.15 Uhr einen herannahenden Zug vor einem umgestürzten Baum warnen.

Zug kann noch rechtzeitig halten

Zwischen der Brücke über die Donau und dem Bahnhof war aufgrund des Sturms eine Fichte abgebrochen und auf die Gleise gefallen. Die Beamten waren gerade zur Überprüfung des Hinweises vor Ort, als sich der Zug in langsamer Fahrt näherte.

Mittels Taschenlampensignalen machten sie den Lokführer auf die Gefahrenstelle aufmerksam, sodass dieser gefahrlos davor anhalten konnte. Die Feuerwehr Sigmaringen beseitigte schließlich den Baum, sodass die etwa 20 Fahrgäste die Fahrt fortsetzen konnten, nachdem sie etwa eine Stunde im Zug ausgeharrt hatten.

Auch die Strecke zwischen Tübingen und Horb ist von Ausfällen betroffen gewesen.

Die Deutsche Bahn warnte vorab vor Beeinträchtigungen im Zugverkehr. Betroffen seien sowohl der Regional- als auch der Fernverkehr. Reisende sollen sich regelmäßig informieren.

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