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Balingen

Was passiert, wenn die Balinger Notaufnahme von Patienten überrollt wird?

16.07.2019

von Klinikum

Was passiert, wenn die Balinger Notaufnahme von Patienten überrollt wird?

© Zollernalb Klinikum

Bei der realistisch angelegten Übung loteten Ärzte und Pflegepersonal den Einsatz unter extrem schwierigen Bedingungen aus.

Immer mehr große Veranstaltungen erreichen den Zollernalbkreis. Doch was passiert, wenn es zu einer Katastrophe kommt? Ein Unwetter ausbricht? Oder ein schwerer Verkehrsunfall mit vielen Verletzten die Kapazität des Zollernalb Klinikums im Alltag ganz rasch erschöpft?

Ein solcher Vorfall - in der Fachsprache Massenanfall von Verletzten genannt - wurde vor wenigen Tagen im Zollernalb Klinikum in Balingen simuliert. Zusammen mit dem DRK Balingen unter der Leitung von Jens Stingel und der Akademie für Gesundheitsberufe unter der Leitung von Horst Pfeiffer und Dorothee Leibfritz wurde diese Notfallsituation realistisch dargestellt.

Mitarbeiter waren nicht eingeweiht

Die Mitarbeiter wurden zuvor nicht eingeweiht. Um 14 Uhr kam die Meldung, dass es auf dem Gelände des Bang Your Head aufgrund eines furchtbaren Unwetters mit Hagel und Sturm zu vielen Unfällen gekommen sei. Bühnenteile hätten Mitarbeiter und Besucher des Festivals verletzt.

Die Situation war unübersichtlich, aber man ging zunächst von 20 verletzten Personen aus. Diese Meldung wurde so an die Koordination der Zentralen Notaufnahme gegeben. Hier wurde durch das Leitungsteam MANV (Massenanfall an Verletzten) Alarm ausgelöst. Über 20 Verletzte kamen durch das DRK und zu Fuß durch den Haupteingang im Zollernalb Klinikum an.

Personal reagiert schnell

Die Mitarbeiter reagierten schnell. So wurde in der Liegendeinfahrt des Klinikums ein Triageplatz eingerichtet und die Patienten hier gesichtet. Anhand der Schwere ihrer Verletzung wurden sie zugeteilt. Schwerstverletzte wurden zum Beispiel sofort im Schockraum versorgt.

„Das Team der Zentralen Notaufnahme in Balingen hat unglaubliche Arbeit geleistet“, wird Dr. Oliver Kinder, kommissarischer ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme (ZNA), in der Pressemitteilung des Klinikums zitiert.

„Die Mimen der Pflegeschule wurden von Mitarbeitern des DRK realistisch geschminkt und haben durch ihre schauspielerische Leistung tatsächlich richtig für Stress gesorgt. Sowohl die Ärzte der Fachabteilungen im Haus wie auch das pflegerische Team unter der Leitung von Sandra Vucovic und Michael Oberle hätten gut reagiert, heißt es weiter. Zwei in die Notaufnahme eingedrungene Reporter (ebenfalls Schauspieler) wurden nach draußen begleitet.

Ärzte werden aus Freizeit geholt

Aufgeregte Besucher, die ihre Angehörigen suchten, wurden auch versorgt. Damit den echten Patienten in dieser Zeit nichts passierte, wurden Ärzte aus ihrer Freizeit geholt. Während der Übung kam es zu verlängerten Behandlungszeiten.

Herr Markert als Organisator vom BAD, Oberarzt Dr. Thorsten Doneith aus der ZNA und auch Kreisbrandmeister Stefan Hermann nahmen als Beobachter teil. Der gesamte Prozess soll in einer Nachbesprechung nochmals reflektiert werden.

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