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Bingen

Razzia wegen rechtsextremer Drohschreiben: Ermittler durchsuchen Wohnung in Bingen

09.10.2019

von Pressemitteilung/paca

Razzia wegen rechtsextremer Drohschreiben: Ermittler durchsuchen Wohnung in Bingen

© Pixabay

Die Polizei führte in mehreren Bundesländern Razzien durch (Symbolfoto).

Nachdem im Juli rechtsextreme Drohschreiben unter anderem an Moscheen, Parteien und Medien gingen, ermittelt die Polizei in mehreren Bundesländern gegen die Urheber. Auch in Bingen (Landkreis Sigmaringen) soll es am Mittwochmorgen eine Durchsuchung gegeben haben.

Seit dem frühen Mittwochmorgen durchsuchen Ermittler laut Landeskriminalamt in den Bundesländern Thüringen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Bayern sieben Objekte, darunter eines in Bingen (Landkreis Sigmaringen), wie neben mehrere Medien auch die Grünen-Landtagsabgeordnete für den Landkreis, Andrea Bogner-Unden, in einer Pressemitteilung bestätigt.

Wie der SWR berichtet, soll es dabei mindestens eine Festnahme gegeben haben.

Polizei durchsucht bei Rechtsextremem in Bingen

„Nach meiner Information fand am heutigen Morgen eine Razzia auch gegen einen Rechtsextremisten in Bingen statt“, schreibt Bogner-Unden. Schon seit längerem sei ihr die Szene in Bingen und Umgebung bekannt.

Bereits im Dezember 2018 fand laut gleichlautender Medienberichte eine der Razzien gegen das verbotene Nazi-Netzwerk Blood & Honour in Bingen statt.

Ermittler wurden bereits in Bingen fündig

„Der Verdacht besteht, dass hier versucht wurde, eine baden-württembergische „Blood & Honour-Sektion“ aufzubauen“, sagte Joachim Ettenhofer von der Generalstaatsanwaltschaft München damals der SÜDWEST PRESSE.

Bei der Wohnungsdurchsuchung in Bingen konnte die Polizei rund 50 verdächtige Gegenstände und Datenträger aus der rechten Szene sichern.

Anlass sind insgesamt 23 Drohschreiben, die in der Zeit vom 8 bis 23. Juli dieses Jahres bundesweit an verschiedene Institutionen verschickt wurden. Die Generalstaatsanwaltschaft München, die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) und das Bayerische Landeskriminalamt ermittelt nun gegen die Urheber.

Moscheen, Parteien und Medien erhalten Drohschreiben

Betroffen davon waren laut einer Mitteilung des Landeskriminalamtes Bayern unter anderem Ankerzentren in Bayern, islamische Zentren, Moscheen, Parteizentralen und Presse- und Medienagenturen. Gedroht wurde unter anderem mit Sprengstoffanschlägen auf diese Einrichtungen.

Unterzeichnet waren die Drohschreiben mit „Volksfront“, „Combat 18“ oder „Blood and Honour (trotz Verbot sind wir nicht tot)“, so das LKA.

Bei den Durchsuchungen werden die Ermittler von Spezialeinsatzkräften und den örtlich zuständigen Polizei- und Kriminalpolizeidienststellen unterstützt.

Abgeordnete unterstützt lokale Extremismusbekämpfung

Bogner-Unden begrüßt das Vorgehen der Ermittler: „Als Wahlkreisabgeordnete bin ich deshalb in einem guten und kontinuierlichen Austausch mit den Verantwortlichen in Bingen und dem zuständigen Landesinnenminister Thomas Strobl. Mir ist wichtig, dass auch lokal konsequent gegen rechtsextremistische und –terroristische Gefahren und Aktivitäten vorgegangen wird.“

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