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Rangendingen

Plastik-Fasten in Rangendingen: Initiatorin bleibt dran

16.06.2019

von Melanie Steitz

Plastik-Fasten in Rangendingen: Initiatorin bleibt dran

© Melanie Steitz

Die Initiatorin der Plastik-Fasten-Aktion, Yvonne Stoll (links), mit Melanie Maibaum, Chefin der Apotheke, die zentral im Ort an der Haigerlocher Straße 14 in Rangendingen liegt. Die Kunden von Maibaum und deren Team verzichteten sogar ganz auf ihre Tüten.

Die erhoffte Ersparnis an Plastikmüll der Gemeinde Rangendingen bleibt während der Aktion von Yvonne Stoll aus. Die Initiatorin lässt sich aber nicht davon entmutigen und plant schon Neues.

Insgesamt ist es gar nicht so schlecht gelaufen. „Viele denken da schon um“, weiß Yvonne Stoll, die die Plastik-Fasten-Aktion in Rangendingen initiiert hatte. 20 Partner, darunter viele Einzelhändler, aber auch die Entsorgungsfirma Bogenschütz aus Grosselfingen und die Gemeinde Rangendingen, halfen mit, den Plastikkonsum zu vermeiden.

Positives Feedback

Einige beteiligte Läden boten zum Beispiel Einkaufstüten für zehn Cent an. Die Einnahmen kamen dem aufgestellten Spendenkässle zugute. Manche Kunden warfen eine höhere Spende in die Box, auf der eine Quietscheente prangte, hinein. Die Apotheke in Rangendingen gab nach der Aktion „ein positives Feedback“, berichtet Stoll. „Sie haben gar keine Plastiktüten gebraucht“, erfuhr die 45-Jährige von Melanie Maibaum und deren Team.

Stofftüten für Obst und Gemüse

Wobei Papiertaschen keine echte Alternative zu Plastiktüten sein könnten, findet Yvonne Stoll. Die Kohlenstoffdioxid-Emission bei der Herstellung sei ebenfalls hoch. „Viel besser ist eigentlich man verzichtet auf diese Sachen“, so Stoll und man benutze Stofftüten für Obst und Gemüse.

Gottesdienst im Sommer

Die Umwelt und Ressourcen schonen, höre ja nicht beim Plastik auf, findet Stoll. Auch das Wasser werde knapper, zum Beispiel am Bodensee, habe sie gelesen. Daher plant Stoll auch einen Gottesdienst zu einem bestimmten Umweltthema für den Sommer. Auch die Firma Bogenschütz unterstützt das Vorhaben von Stoll weiterhin und informiert die 45-Jährige über den Müllverbrauch der Rangendinger, Höfendorfer und Bietenhausener. Die Bogenschütz-Mitarbeiter fanden Ende April 15 Tonnen Plastik in den Gelben Säcken. Das spricht sogar für eine Erhöhung des Konsums, denn während der Fastenzeit waren erst 13,5 Tonnen angefallen. Stoll denkt, dass dieses Ergebnis wegen der vielen Ge-schenkverpackungen von Ostern verfälscht wurde. Aber: „Man kann es nicht sagen, warum“, sagt sie letztlich.

Keine einmalige Aktion

„Das soll nicht nur eine einmalige Aktion für 14 Tage sein“, betont Stoll aber. Sie weiß, dass sich auch die Kinder und Jugendlichen im Kindergarten und in der Schule mit dem Thema Umweltschutz beschäftigen. Diese Entwicklung gehe in den Familien weiter. „Wenn nur zwei Drittel Plastik gefastet haben, ist das schon ein Erfolg“, findet Stoll. „Es ist nicht so, dass ganz Rangendingen auf den Zug aufgestiegen ist“, weiß sie. Aber gerade die jungen Leute „um die 30“, ältere Einwohner oder Menschen, die Allergien haben, sah Stoll mit ihren Tüten und Behältnissen in die Läden hineinspazieren. Von ihnen habe Stoll gutes Feedback erhalten.

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