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Schömberg

Kein Wasser, kein Licht: Lapidare Absage der Stadt Schömberg erzürnt Schörzinger Räte

17.04.2019

Von Rosalinde Conzelmann

Kein Wasser, kein Licht: Lapidare Absage der Stadt Schömberg erzürnt Schörzinger Räte

© Rosalinde Conzelmann

Der Weg zum Tennisheim ist nicht beleuchtet. Über neue Straßenlaternen ist ein Streit entbrannt.

Zwei Schreiben der Stadt Schömberg an den Ortschaftsrat haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Die lapidare Absage des Bauamts der Stadt bezüglich eines Wasseranschlusses für die öffentliche Wiese beim Schörzinger Tennisheim und der Ausleuchtung des dortigen Weges ärgert die Schörzinger maßlos. In ihrer Sitzung am Dienstag haben sie das deutlich gemacht.

Bereits vor einem Jahr ist der Ortschaftsrat Schörzingen mit dem Wunsch nach einem Wasseranschluss auf der Wiese beim Tennisheim herangetreten. Das öffentliche Gelände liegt unmittelbar neben der Schule und dem Kindergarten. Ebenso hatte das Gremium gewünscht, dass im Zuge der Sanierung der Fronbergstraße der Weg zum Tennisheim mit Straßenlaternen ausgestattet wird.

Jetzt sind zwei Schreiben bei der Ortschaftsverwaltung eingegangen, in dem die Stadt den Schörzingern mitteilt, dass sie einen Wasseranschluss für das betreffende Gelände nicht als sinnvoll erachtet. Was die zwei bis drei neuen Straßenleuchten betrifft, ist das Bauamt der Meinung, dass dies Sache des Tennisvereines ist.

Geiger platzt der Kragen

Beide Schreiben lagen den Ortschaftsräten am Dienstag vor. Ortsvorsteherin Birgit Kienzler las die Stellungnahmen vor und erntete einen Sturm der Entrüstung. Ihrem Ratskollegen Tommy Geiger platzte der Kragen. „Das ist einfach ignorant gegenüber dem Gremium“, echauffierte er sich und meinte, an die Adresse von Schömbergs Bürgermeister Karl-Josef Sprenger gewandt, dass dies einfach eine Unverschämtheit sei.

„Wir haben im März 2018 den Empfehlungsbeschluss gefasst und bekommen nun, ein Jahr später, diesen Wisch als Antwort“, ereiferte er sich. Die Begründung für die Ablehnung des Wasseranschlusses bezeichnete er als hanebüchen. Die Stadt hatte in ihrer Antwort erklärt, dass ein Entwässerungskanal, der Hausanschluss des Tennisheims sei, die bauliche Nutzung der Flächen verhindere. Eine Erklärung, die der anwesende Planer, der den Ausbau der Fronbergstraße vorstellte, im Übrigen nicht teilte. Er sehe da fachlich kein Problem, meinte er auf Nachfrage der Ortsvorsteherin.

„Ich bin voll bei Dir“, pflichtete die Ortsvorsteherin Geiger bei. Schließlich habe sich das Gremium beide Anliegen gut überlegt. „Ich finde es unmöglich, wie mit uns hier umgegangen wird“, meinte sie. Ähnlich bewertete Harald Schmuck den Vorgang: „Ich finde es lächerlich, wie wir mit diesem Wisch abgefertigt werden.“

Beschlüsse werden bekräftigt

Die Räte wollen nicht klein beigeben. Einstimmig bekräftigten sie ihren alten Empfehlungsbeschluss, dass das besagte Grundstück einen Wasseranschluss bekommen soll. Außerdem wird die Stadt aufgefordert, mit dem Tennisverein darüber zu reden.

Auch bei der Beleuchtung des Weges wollen die Schörzinger nicht kampflos aufgeben. „Das ist der gleiche Witz wie vorher“, regte sich Tommy Geiger auf. Die Ecke sei stockdunkel und der Wunsch nach einer ordentlichen Beleuchtung sei immer wieder Thema bei den Schörzingern, meinte Kienzler, die noch darauf hinwies, dass es sich um einen öffentlichen Weg handelt.

Auch der Beschluss, die zwei oder drei Straßenlaternen für den Weg zu installieren, fiel einstimmig aus.

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