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Radsport

„Ich könnte mich dran gewöhnen“: Ronja Eibl gewinnt dritten U23-Weltcup in Folge

04.08.2019

von Erhard Goller

„Ich könnte mich dran gewöhnen“: Ronja Eibl gewinnt dritten U23-Weltcup in Folge

© EGO-Promotion

Ronja Eibl hat nun drei U23-Weltcups in Folge gewonnen.

Auch beim Cross-Country-Weltcup in Val di Sole war die Grosselfingerin Ronja Eibl in der weiblichen U23 nicht zu schlagen. Zum dritten Mal in Folge fuhr die 19-Jährige als Erste über die Ziellinie. Damit setzte sie sich auch in der Gesamtwertung weiter von der Konkurrenz ab.

Zu Beginn sah es für Ronja Eibl beim Weltcup in Val di Sole nicht nach dem dritten Sieg in Serie aus. Zunächst setzte sich die Britin Evie Richards am Sonntagmorgen an die Spitze. Sie nutzte in der zweiten von fünf Runden beim Rennen der weiblichen U23 einen Fehler der US-Amerikanerin Haley Batten. Diese musste in einer technischen Passage vom Rad und zwang dadurch ihre drei weiteren Begleiterinnen in der Spitzengruppe ebenfalls zum Absteigen.

„Ich fahr mal mein Ding“

So entstand eine Lücke von 18 Sekunden zwischen Richards und dem Verfolgerduo Laura Stigger und Ronja Eibl. „Ich muss sagen, in der Startrunde und der ersten großen Runde hatte ich auch nicht so gute Beine“, erklärte Eibl zu dieser frühen Phase des Rennens. „Ich dachte, ich fahre mal mein Ding und schaue, zu was es noch reicht.“

Als in Runde drei die Beine dann offenbar besser drehten, gelang es Eibl Junioren-Weltmeisterin Stigger abzuhängen und binnen einer halben Runde den Abstand zu Richards zu egalisieren.

Dann hängte sie sich an die Britin dran und beobachtete. „Ich habe gemerkt, dass ich in den Anstiegen stärker bin und habe bis zur letzten Runde gewartet“, so Eibl.

Nach hinten wuchs der Abstand zu Stigger immer mehr und die Österreicherin musste sich der aufkommenden Nicole Koller aus der Schweiz erwehren.

Attacke in der Schlussrunde

Am ersten Anstieg der Schlussrunde kam dann die Attacke von Eibl. Binnen kurzer Zeit öffnete sie eine Lücke von zehn Sekunden und fuhr dann souverän zu ihrem dritten Weltcupsieg. So oft hat noch keine Deutsche diese Kategorie gewonnen. „Ich könnte mich dran gewöhnen“, meinte Eibl verschmitzt zu ihrer Serie.

Der Vorsprung der Grosselfingerin auf Richards betrug in Val di Sole am Ende 42 Sekunden.

Gleichzeitig vergrößerte Eibl (410 Punkte) ihren Vorsprung in der Gesamtwertung gegenüber Laura Stigger (300) auf 110 Zähler und könnte am kommenden Sonntag in Lenzerheide bereits vorzeitig den ersten Gesamtsieg einer deutschen U23-Fahrerin perfekt machen.

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