Geislingen

„Gelebte Kirche“: Bis zum Fest täglich eine adventliche Überraschung in Geislinger Kirche

30.11.2023

Von Claudia Renz

„Gelebte Kirche“: Bis zum Fest täglich eine adventliche Überraschung in Geislinger Kirche

© Claudia Renz

Kindergartenleiterin Tanja Müller (von links) mit Annika Eha und Christine Gulde aus dem Kirchengemeinderat, haben den Adventskranz mit Unterstützung vieler Helfer aufgebaut.

Der erste Adventskalender entstand im Jahr 1851. Damals galten die Kalender hauptsächlich als Mittel zum Zweck, um die Tage bis Weihnachten abzuzählen. Bei seinen letzten Zusammenkünften machte sich der Öffentlichkeitsausschuss des Kirchengemeinderats St. Ulrich Gedanken, was die Kirche in dieser besonderen Zeit über die Gottesdienste hinaus machen könnte. Jetzt steht fest, dass es eine Premiere geben wird.

Der erste Advent läutet die Vorweihnachtszeit ein. Plätzchen werden gebacken. Auf den Adventskränzen flackert die erste Kerze und am Adventskalender darf bald das erste Türchen geöffnet werden. Dieser Brauch des Adventskalenders entstand bereits im 19.Jahrhundert. Dabei handelt es sich vor allem um einen deutschen Brauch, der dem Christentum zugeordnet wird.

Idee stammt von Annika Eha

Die Kirchengemeinderätin Annika Eha die Idee, dieses Jahr erstmals einen Adventskalender in der Kirche aufzustellen. Kirchengemeinderatsvorsitzende Christine Gulde und das gesamte Team befanden die Idee für gut und machten sich Gedanken, wie diese in die Tat umgesetzt werden könnte.

Das Familienzentrum „Miteinander – Füreinander“ hatte in jüngster Zeit mit verschiedenenen Aktionen auf sich aufmerksam gemacht und hat auch für die Zukunft noch viel vor. Dieses „Fundament“ kam auch bei deer Umsetzung des Projekts „Adventskalender“ zum Tragen. Es wurde gemeinsam gewerkelt und gebacken.

Die Kleinen basteln mit

„Die Kinder vom Familienzentrum St. Michael bastelten wunderschöne Sterne und das mit großer Freude“, erzählt die Leiterin des Familienzentrums Tanja Müller. Mitglieder des Kirchengemeinderats und der Kirchengemeinde fertigten außerdem Glückswürmchen, Lesezeichen und weitere Überraschungen. Christine Gulde ist total begeistert, dass so viele Helfer zusammenwirken und alles so gut abläuft.

Jeden Tag kleine Überraschungen

Im vorderen Bereich auf der rechten Seite, genau gegenüber der beliebten Kinderecke, wurde schon ein überdimensionaler Adventskranz aufgestellt. Für jeden Tag im Advent stehen kleine Überraschungen in Körbchen parat und jeder der möchte darf sich, solange der Vorrat reicht, einmal bedienen.

„Der Adventskranz ist für Jung und Alt gedacht“, erklärt Tanja Müller. Annika Eha ist gespannt, wie der Adventskalender für die ganze Familie angenommen wird. „Wir hoffen, das die Idee gut ankommt und falls ein Körble mal leer ist, bitte nicht traurig sein“, sagt die junge Mutter.

Weihnachtsgeschichten

Außer dem Adventskalender finden die Kirchenbesucher jede Woche eine neue Weihnachtsgeschichte, die still gelesen oder den Kinder auch laut vorgelesen werden darf. Die katholische Kirche St. Ulrich ist tagsüber für alle Besucher zum Gebet oder als Rückzugsort geöffnet.


Musik erklingt

In der Adventszeit wird in der Kirche besinnliche Weihnachtsmusik zu hören sein. Die instrumentalen Weihnachtslieder zaubern eine besinnliche Atmosphäre und wer seine Wünsche, Gedanken, Ängste oder Anregungen aufschreiben möchte, kann dies in Form von kleinen Haftzetteln tun und diese dann rund um die ausgehängte Geschichte anbringen.

Am Sonntag ist der erste Advent und die Aktion „Adventskalender“ in der St. Ulrichkirche in Geislingen beginnt. Alle Beteiligten freuen sich, wenn das Angebot unter dem Motto „Gelebte Kirche“ angenommen wird.

Diesen Artikel teilen: