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Geislingen

500 Stunden für einen Traum: Die kleinen Geislinger Rotkreuzler beziehen ihr eigenes Reich

20.09.2019

Von Rosalinde Conzelmann

500 Stunden für einen Traum: Die kleinen Geislinger Rotkreuzler beziehen ihr eigenes Reich

© Rosalinde Conzelmann

Den Gruppenleiterinnen (von links) Esther Zeiher, Lisa Pawlika, Selina Jazeschen, Selina Pogacnik und Annika Lebherz mit ihrer Tochter Ina.

In ihrer Freizeit haben die Jugendrotkreuzler und die Aktiven das Lager im Dachgeschoss des Geislinger DRK-Hauses in einen schmucken Jugendraum verwandelt. Das Betreuerteam postet in Facebook: „Ein Traum wird endlich wahr“ und freut sich auf die Reaktionen der Kleinen.

Es ist viel Schweiß bei den freiwilligen Bauhelfern in den vergangenen nahezu zwei Jahren geflossen, in denen sie das Dachgeschoss ausgebaut haben.

535 Stunden Eigenleistung

535 Stunden sind zusammengekommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das ehemalige Lager im zweiten Obergeschoss ist nicht mehr wiederzuerkennen.

Der helle, 100 Quadratmeter große Raum bietet viel Platz für die Gruppenstunden und Fortbildungen. Die Wände wurden mit USB-Platten verkleidet, auf dem Boden liegt ein hochwertiger Parkett.

In einer Ecke steht eine Coach, in der anderen Seite ein Tisch mit Stühlen und in der Mitte ist viel Platz.

Die Geislinger DRK-Bereitschaft hat 2014 ihr neues Domizil in der Schlossstraße bezogen und dachte sie sei fertig. Es stellte sich aber bald heraus, dass die beiden starken Jugendgruppen ein eigenen Raum brauchen.

Ständige Absprachen waren nötig

„Wir halten bisher unsere Gruppenstunden im Schulungsraum ab und müssen uns ständig mit den Aktiven absprechen“, erzählt Gruppenleiterin Annika Lebherz. Dort können die Kleinen nichts liegenlassen und es gibt auch keine Lagermöglichkeit.

Aus diesem Grund hat sich die Bereitschaft, die in Geislingen einen sehr guten Ruf genießt, dazu entschlossen, den unbeheizten Raum im Dachgeschoss für die Jugend auszubauen. Allerdings ging es dann nicht so schnell wie erhofft, denn die Planungen, vor allem die Baugenehmigung, zogen sich hin.

500 Stunden für einen Traum: Die kleinen Geislinger Rotkreuzler beziehen ihr eigenes Reich

© Rosalinde Conzelmann

Die Grundsätze der DRK-Arbeit stehen an der Treppenwand, die zum neuen Jugendraum führt.

Anfang 2018 waren dann alle Hürden überwunden und in Absprache mit dem Architekten legten die Freizeithandwerker los. Zuerst räumten sie die Bühne leer und misteten aus. Bis auf die Gewerke Elektro, Heizung und Bodenverlegung wurde alles in Eigenleistung gemacht.

20.000 Euro Gesamtkosten

Der Handwerksmeister Jochen Raff baute die Fußbodenheizung kostenlos ein, um den Verein so zu unterstützen. Andere spendeten Geld für die Materialien, die mit rund 20.000 Euro zu Buche schlugen.

Nachdem der Raum bezugsfertig war, wurden Möbel gekauft und die Gruppenleiter Annika Lebherz, Esther Zeiher, Lisa Pawlika, Selina Pogacnik, Sandra Müller, Selina Jazeschen und Andy Dausch räumten den Raum an zwei Samstagen ein.

Der Umbau ist gut gelungen

Auch wenn es länger gedauert hat, sind nun alle glücklich, dass der Umbau fertig und so gut gelungen ist. „Es ist ein gemütlicher Jugendraum entstanden, in dem wir viel Platz haben und auch mal was liegenlassen können“, sagt Annika Lebherz.

Sie und ihre Mitbetreuer sind gespannt, wie die Minis und Maxis auf ihr neues Reich reagieren. Die Minis sind eine starke Truppe mit fast 30 Kindern im Alter zwischen 6 und 12 Jahren. Sie treffen sich alle zwei Wochen zur Gruppenstunde. Ebenso wie die derzeit zehn 13- bis 17-jährigen Maxis.

Am nächsten Freitag ist die erste Gruppenstunde nach den Sommerferien und die Kinder können den Raum zum ersten Mal in Beschlag nehmen.

Mit Freude an den Verein heranführen

In den Gruppenstunden lernen die jungen Rotkreuzler die Grundlagen für das Ehrenamt. Sie werden aber auch bei Blutspendeaktionen oder Altkleidersammlungen eingespannt.

Und natürlich bleibt auch zwischendurch immer Zeit für Spiele und andere gemeinsame Aktivitäten. Schließlich sollen die Kinder Freude an dem Vereinsengagement haben.

Mit dem neuen Jugendraum können die Betreuer noch effektiver arbeiten und ihre gute Nachwuchsarbeit perfektionieren. Schon jetzt ist der Zulauf groß und der Großteil der Kinder und Jugendlichen bleibt der Bereitschaft erhalten.

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