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Balingen

Vor dem Mainz-Spiel: TSG Balingen kämpft weiterhin mit Personalsorgen

13.08.2019

Von Marcel Schlegel

Vor dem Mainz-Spiel: TSG Balingen kämpft weiterhin mit Personalsorgen

© Eibner

Balingen muss am Mittwoch bei Mainz 2 ran.

Trainer Ralf Volkwein fehlen am vierten Regionalliga-Spieltag bei der Bundesliga-Reserve des FSV Mainz 05 die verletzten Spieler Marc Pettenkofer, Patrick Lauble, Matthias Schmitz und Jonas Fritschi sowie die gesperrten Denis Epstein (Rot) und Daniel Seemann (Gelb-Rot).

Hätte man Ralf Volkwein vor der Saison nach einem Worst-Case-Szenario gefragt – viel schlimmer als die aktuelle Situation hätte sie sich der Trainer der TSG Balingen nicht ausmalen können.

Nicht nur die Abgänge langjähriger Leistungsträger, sondern vor allem auch die Sperren und Verletzungen in den ersten drei Ligaspielen haben das Team um Kapitän Nils Schuon um dies gebracht, was es sonst auszeichnete: um die Eingespieltheit, die die TSG hinten kompakt hielt und nach vorne tempostark machte.

Sieben Gegentore in drei Spielen

Insgesamt elf Spieler fielen bisher entweder ganz oder vereinzelt aus. Und dies merkte man in den ersten drei Partien, welche die TSG-Fußballer allesamt verloren haben – zwei Mal unglücklich: Die Balinger Defensive, eigentlich das Prunkstück, kassierte sieben Gegentore.

Und dem Angriff fehlte schlichtweg das Tempo im Umschaltspiel, der Zug zum Tor, mit dem die Kreisstädter im Vorjahr so manchen Gegner überrumpelten.

Volkwein lässt keine Ausreden gelten

Doch Volkwein versteckt sich nicht hinter Erklärungen. „Wir müssen die Gründe nicht beim Gegner, dem Schiri oder in Verletzungen suchen, sondern bei uns“, stellt der Kommandogeber klar.

Denn bei allen Gegentoren habe man selbst Fehler gemacht und vorne sei die TSG fahrlässig mit ihren Chancen umgegangen – das zeigte sich bisher am deutlichsten bei der 1:3-Niederlage am Wochenende gegen Walldorf.

Personallage entspannt sich etwas

An der personellen Situation wird sich nur wenig ändern, wenn die TSG am Mittwoch (19.30 Uhr) bei der U 23 des 1. FSV Mainz 05 zu Gast ist. Ausfallen werden weiter Marc Pettenkofer, Patrick Lauble und Jonas Fritschi, die alle über Leistenprobleme klagen. Matthias Schmitz verletzte sich am Innenband des Sprunggelenks, er wird nächste Woche wieder zurückkommen. Schon am Mittwoch wieder dabei sein werden Cedric Guarino und überraschend auch Fabian Fecker, der trotz Knorpelschaden im Knie zum Kader zählt.

Auf der Suche nach dem Tempo

Wenn das Tempo fehlt, braucht es zumindest defensive Stabilität – diese fordert Volkwein nun von seinen Jungs. „Wir müssen kompakter stehen“, sagt er und findet Gehör bei seinem Routinier Lukas Foelsch. Dem fehlte zuletzt die Zweikampfhärte.

„Die ging uns bisher ab, teilweise auch im Training. Und daran müssen wir arbeiten“, so der 31-jährige Spielmacher, der zwei der drei Balinger Treffer markierte und neuerdings sogar schon mal auf dem Flügel ranmuss. „Aggressivität und Zweikampfstärke sind für unser Spiel essenziell.“

Volkwein kommt Englische Woche gelegen

Angesichts der personellen Engpässe könnte man meinen, Volkwein käme die erste von möglichen drei Englischen Wochen, an deren Ende zunächst am Samstag das Heimspiel (14 Uhr, Bizerba-Arena) gegen den 1. FC Saarbrücken steht, ungelegen.

Denkste: „Mir ist es lieber, dass uns die letzte Niederlage nicht eine Woche im Kopf herum geistert und wir stattdessen gleich wieder die Chance haben, zu punkten“, sagt Volkwein. Denn die aktuelle Situation des Kellerkinds sei auch Kopfsache. Zweimal in der Nachspielzeit verloren, viele Verletzte – reichlich Stoff zum Nachdenken.

Am besten drei Punkte

Reichlich Ausreden? Volkwein indes widerspricht vehement, gibt sich bedingt angriffslustig und maximal bestimmt: „Bei uns hisst keiner die weiße Flagge. Wir fahren nach Mainz, um zu punkten.“ Einer würde dem Coach auswärts fürs Erste reichen. Es sollten aber, das weiß er auch selbst, besser drei sein.

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