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Beuron

Vier tote Rehe: Luchs wütet im Gehege

23.11.2018

von Wilfried Koch

Im nebligen Donautal war das Damwildgehege nahe Schloss Werenwag bei Beuron Ort eines Tierdramas. Ein Luchs hat vier Rehe gerissen.

Es war ein Bild des Grauens. Revierförster Klaus Schilling sieht jeden Morgen nach den 20 Damwild-Tieren und kümmert sich um deren Wohl.

Vier tote Rehe: Luchs wütet im Gehege

© Wilfried Koch

Revierförster Klaus Schilling vor einem seiner getöteten Rehe.

Forstbeamter vermutet Luchs als Täter

Am Freitagmorgen erwartete ihn ein schlimmer Anblick. „Zwei Alttiere und zwei Kälber unseres Damwildbestandes wurden gerissen“, teilte der Forstamtmann unserer Zeitung mit. Für den Forstbeamten ist der Luchs der Übeltäter dieses tierischen Amoklaufes.

Der erfahrene Förster hat einen Kehlbiss festgestellt. Außerdem wurde die Keule eines Tieres angefressen. Aufgrund dieser Spuren geht Schilling davon aus, dass der Luchs aus dem Donautal auf der Suche nach Nahrung in das Gehege eingedrungen ist und dabei auch Jagd auf das Rehwild gemacht hat.

Die restlichen 16 Tiere waren so in Panik, dass sie mit aller Macht zu fliehen versuchten und den hohen Zaun großflächig eindrückten.

Die Waldarbeiter des Prinzen zu Fürstenberg reparieren den Zaun und auch das Loch, durch das der Luchs in das Wildgehege eindrang.

Wildschweine essen Kadaver

Der Luchs ist schon seit längerer Zeit in Donautal unterwegs und hat dort auch schon mehrere Rehe und Gämsen gefressen. „Der Luchs will Frischfleisch“, erläutert Klaus Schilling.

Die von ihm getöteten und angefressenen Rehe oder Gämsen würden unmittelbar danach von den Wildschweinen ganz aufgefressen.

Luchs ist im Donautal zuhause

Dass der Luchs im Donautal heimisch geworden ist, daran lässt Schilling keinen Zweifel. „Wir haben das Tier in den Revieren rund ums Donautal ständig auf unserer Kamera“, bestätigt der Revierförster, der auch für die benachbarten Waldungen von Graf Douglas zuständig ist.

Oder war es ein Wolf?

Als Alternative könnte er sich nur noch einen Wolf vorstellen, der seine Beute ebenfalls mit einem Kehlbiss tötet. Schilling hält dies aber für unwahrscheinlich, da Luchse mittlerweile ständig im Donautal umher streifen.

Der Revierförster hat am Freitagvormittag jedenfalls den Luchsbeauftragten des Landkreises Sigmaringen, Armin Hafner, über das Geschehen im Damwildgehege auf Schloss Werenwag benachrichtigt.

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