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Zollernalbkreis

Übungen der Bundeswehr stecken hinter ungewöhnlichen Flugbewegungen über dem Zollernalbkreis

25.06.2020

Von Benno Haile

Übungen der Bundeswehr stecken hinter ungewöhnlichen Flugbewegungen über dem Zollernalbkreis

© Bundeswehr/ Nurgün Ekmekcibasi

Ein solches Learjet der Gesellschaft für Flugzieldarstellung drehte zuletzt über dem Truppenübungsplatz und dem Zollernalbkreis seine Runden.

Ein Flugzeug, das über dem Zollernalbkreis auffällige Kreise dreht in Zeiten, in denen am Himmel kaum noch Flieger unterwegs sind? Kein Wunder, dass das die Aufmerksamkeit vieler auf sich zieht. Wir haben nachgefragt, was es damit auf sich hat.

Ein Learjet, der am Mittwochabend über dem Zollernalbkreis unzählige Kreise flog, sorgt für Verwunderung bei zahlreichen Bürgern. Bereits zehn Tage zuvor, am Abend des 15. Juni, hatte ein Flugzeug vom selben Typ ebenfalls auffällige Runden am Himmel über der Region gedreht.

Übungen der Bundeswehr stecken hinter ungewöhnlichen Flugbewegungen über dem Zollernalbkreis

© Screenshot

Der Flugradar zeigt die auffälligen Kreise, die das Learjet am Mittwochabend geflogen ist.

Learjet dient als fliegende Zielscheibe

Wie das Luftfahrtamt der Bundeswehr auf ZAK-Anfrage mitteilt, flogen die Learjets – zweistrahlige Reiseflugzeuge, die sonst häufig als Privatjet genutzt werden – im Auftrag der Bundeswehr über die Zollernalb.

Übungen der Bundeswehr stecken hinter ungewöhnlichen Flugbewegungen über dem Zollernalbkreis

© Screenshot

Bereits am 15. Juni hatte es auffällige Flugbewegungen über dem Zollernalbkreis gegeben.

Die dienten im Rahmen eines Übungsvorhabens zur Unterstützung von Bodentruppen auf dem Truppenübungsplatz Heuberg als Zieldarstellungsflugzeuge und waren dabei in einer Höhe von rund 7000 Fuß bzw. 2135 Metern über dem Grund unterwegs.

Sie sind Flugzeuge der Gesellschaft für Flugzieldarstellung (GFD), einer Tochtergesellschaft der Airbus Defence and Space.

Übungen am leeren Himmel fallen stärker auf

Solche Übungen seien laut Pressestelle Routine, schon vor der Corona-Krise habe es Zieldarstellungsflüge über der Region gegeben. „Es fällt nun aber mehr auf, da sonst kaum noch Flugzeuge fliegen“, erklärt ein Sprecher des Luftfahrtamt der Bundeswehr. „Man hat sich schon daran gewöhnt, dass der Fluglärm nachgelassen hat – wenn dann doch ein Flugzeug unterwegs ist, sticht das gleich heraus.“

Nach den vorliegenden Unterlagen habe der Einsatz unter Beachtung der flugbetrieblichen Bestimmungen stattgefunden, teilte der Sprecher mit.

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