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Balingen

TSG Balingen gegen Mannheim: Nur nicht in Ehrfurcht erstarren

29.03.2019

von Marcel Schlegel

Der SV Waldhof Mannheim will am Samstag in Balingen einen weiteren Schritt in Richtung 3. Liga machen.

Wenn man Ralf Volkwein fragt, wie die Quoten für das Heimspiel (Samstag, 14 Uhr, Bizerba-Arena) seiner TSG Balingen gegen den SV Waldhof Mannheim stünden, antwortet der Trainer mit einer Parabel.

TSG Balingen gegen Mannheim: Nur nicht in Ehrfurcht erstarren

© Eibner

Am vergangenen Samstag bekam es die TSG Balingen in der Regionalliga schon mit einem Team aus der vorderen Tabellenregion zu tun. Nun kommt mit dem Primus SV Waldhof Mannheim aber noch mal eine größere Hausnummer.

Die handelt vom Kaninchen und der Schlange. In der besagten Geschichte erstarrt das Kaninchen schon allein beim Anblick des übermächtigen Gegners – und ist diesem schließlich hilflos ausgeliefert. „Das darf uns nicht passieren“, sagt Volkwein, dessen Viertliga-Fußballer sich acht Spieltage vor Saisonschluss auf Platz neun positionieren.

„Wir dürfen den Mannheimern nicht ins offene Messer laufen. Aber natürlich müssen wir auch mutig sein, wenn es die Situation mal erlaubt“, sagt der A-Lizenzinhaber vor dem Duell mit dem Fast-Drittligisten. Sicher, so Volkwein weiter, wenn alles „normal läuft“, dürfte sich der souveräne Spitzenreiter (66 Punkte ohne Abzug, 26 Spiele) problemlos durchsetzen.

Zumal der SV Waldhof am Mittwoch ins badische Verbandspokalfinale einzog (1:0-Sieg beim FC Nöttingen), in der Regionalliga die vergangenen sieben Begegnungen gewonnen hat und auswärts noch ungeschlagen ist (zwölf Siege in 13 Auswärtsspielen).

Im Hinspiel verlor die TSG in der Kurpfalz nur mit 1:2, der Anschlusstreffer fiel spät. „Das einzige, was damals knapp war, war das Ergebnis“, erinnert sich Volkwein. „Mannheim war uns haushoch überlegen.“

Als „Bonusspiel“ betrachte er die morgige Partie, sagt der TSG-Trainer, der seit jungen Jahren mit dem Waldhof sympathisiert. „Für uns ist das im Kampf um den Klassenerhalt nicht das entscheidende Spiel.“

Entsprechend könne die TSG im Duell mit dem Team um das frühere Bundesliga-Urgestein Bernhard Trares zumindest mit freiem Kopf aufspielen und brauche nicht nervös verkrampfen – wie das Kaninchen vor der Schlange, findet Volkwein. „Wir dürfen halt keine Fehler machen. Mannheim ist die beste Mannschaft der Liga, die sind ungemein abgezockt.“

Bitter für den Schwaben: Mit Torjäger Patrick Lauble (Rotsperre) und Kapitän Manuel Pflumm (Gelbsperre) fallen morgen zwei Leistungsträger sicher aus; weitere sind angeschlagen – etwa Stefan Vogler, der Knieprobleme hat, beim 1:1 in Steinbach fehlte und am Dienstag wieder leicht ins Training einstieg.

„Ganz egal, wer spielt“, sagt Volkwein, „ein Spiel gegen diesen Traditionsverein ist für jeden ein Highlight, daher wird auch jeder brennen.“

Schon im Vorfeld kündigen die Balinger Verantwortlichen ein „Rekordspiel“ an, das „alles bisher Dagewesene in den Schatten“ stelle. Tatsächlich erwarten die Kreisstädter alleine rund 600 Gästefans.

Auch hat sich erstmals das Fernsehen angekündigt (Zusammenfassung ab 17.30 Uhr im Südwestrundfunk). Kurzum: Die Kreisstädter sind optimistisch, dass morgen der bisherige Zuschauerrekord von 2500 Besuchern fällt, der am dritten Spieltag im Heimspiel gegen die U 23 der TSG 1899 Hoffenheim aufgestellt wurde.

Zurück zu den Quoten. Volkwein sagt: „In neun von zehn Fällen sind wir gegen die Mannheimer Profis chancenlos.“ In Balingen hoffen sie auf diese eine Ausnahme.

 

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