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Fußball

TSG Balingen: Die Quoten sprechen für die Gäste von der SV Elversberg

10.10.2019

Von Marcel Schlegel

TSG Balingen: Die Quoten sprechen für die Gäste von der SV Elversberg

© Eibner

Am Samstag gastiert die SV Elversberg bei der TSG Balingen (im Bild Daniel Seemann).

Ins Wettbüro geht Ralf Volkwein nicht. Dennoch kennt der Trainer der TSG Balingen die Quoten, mit denen sein Team im Heimspiels am Samstag (14 Uhr) gegen die SV Elversberg von den heutzutage vornehmlich digitalen Buchmachern gehandelt wird.

„Wer derzeit auf uns tippt, bekäme im Erfolgsfall einen guten Zahltag“, sagt Volkwein. Denn entsprechend eindeutig scheint die Ausgangslage, wenn die Balinger die Spielvereinigung aus dem Saarland erwarten; der Drittletzte der Fußball-Regionalliga Südwest trifft auf den Dritten, der die letzten beiden Spiele gegen Frankfurt (1:0) und in Koblenz (4:1) für sich entscheiden konnte.

Teams liegen weit auseinander

16 Punkte trennen beide Teams – das sind mehr als doppelt so viele, als sie sich die Kreisstädter (sieben Zähler) in ihren zwölf Spielen überhaupt erspielt haben. Volkwein ist es derweil leid, solche Rechenspielchen anzustellen und Statistiken zu analysieren.

„Wir kennen die Tabelle. Wir kennen unsere Situation. Wir wissen, was passieren muss“, sagt der 46-Jährige, dessen Elf momentan sechs Zähler zum viertletzten Platz fehlen, der je nach Absteiger-Konstellation in der 3. Liga zumindest zum Klassenerhalt berechtigen könnte. „Wir brauchen Teilerfolge, wir brauchen Punkte, am besten eine Serie“, so Volkwein. „Und es bringt nichts, das Woche für Woche zu wiederholen.“

Schwerer Monat für die TSG

Dass der Oktober für den Vorjahres-Aufsteiger ein schwerer Monat werden würde, muss dem A-Lizenzinhaber ebenfalls niemand erklären. Nach dem jüngsten 0:3 bei den Offenbacher Kickers, dem Tabellenfünften, sowie dem Duell mit dem Dritten aus Elversberg geht es für die Balinger noch zum Viertplatzierten, dem FC Homburg (19. Oktober, 14 Uhr) – eine Balinger Serie ist bei diesen hochkarätigen Gegnern unrealistisch, da braucht’s nicht mal ein Gespräch mit den Buchmachern.

Nur noch 13 Feldspieler

„Wir wollen das möglich machen, was möglich ist“, sagt Volkwein – und meint: was angesichts der momentan angespannten personellen Situation zu realisieren ist. Nur noch 13 Feldspieler stehen dem TSG-Coach zur Verfügung, gegen Elversberg ist nun auch noch Fabian Kurth gesperrt.

Torjäger Patrick Lauble (Knochenödem) stand zuletzt am Bieberer Berg zwar offiziell auf der Kaderliste, aber dies nur, weil er das wollte. „Er ist noch nicht fit, das wird auch noch dauern“, sagt der Coach. „Er wollte einfach mal wieder am Platz stehen.“

„Es läuft gerade vieles gegen uns“

An dessen Rand trieben die Schiedsrichter Volkwein zuletzt zur Weißglut. Im WFV-Pokal bei den Stuttgarter Kickers (6:5-Sieg nach Elfmeterschießen) hatten sie ein klares Foul von Kickers-Keeper Thomas Bromma als letztem Mann gegen Marc Pettenkofer nicht geahndet, Pettenkofer verletzte sich dabei Innen- und Kreuzband und droht Wochen, vielleicht sogar Monate auszufallen.

Beim 0:3 in Offenbach hatten die Referees einen Ellbogencheck gegen Marco Gaiser vor dem 0:1 und später ein ebenfalls rotwürdiges Handspiel vom OFC-Torwart nicht geahndet. „Es läuft gerade vieles gegen uns“, sagt Volkwein. Das zeigen auch die Quoten.

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