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Handball

Selbstbewusst ins Spitzenspiel: HBW Balingen-Weilstetten reist zum Verfolger Coburg

09.05.2019

Von Marcus Arndt

Selbstbewusst ins Spitzenspiel: HBW Balingen-Weilstetten reist zum Verfolger Coburg

© Moschkon

Am Freitag spielt der HBW gegen Coburg.

Mehr geht im Unterhaus nicht. Im direkten Duell fordert der Herbstmeister aus Oberfranken am Freitag die „Gallier von der Alb“, die mit einem souveränen Sieg über Wilhelmshaven die Tabellenführung verteidigt haben.

Vergebens spekulierte die Konkurrenz aus Coburg und Nordhorn auf einen Ausrutscher der Schwaben. Nach zwei Auswärtsniederlagen in Folge lieferte der HBW in der „Hölle Süd“, demontierte die Jadestädter – und verbuchte saisonübergreifend den 25. Heimsieg in Serie. Nicht mehr als eine Randnotiz im Aufstiegspoker.

Vollzählige Schwaben

„Wir haben dem Gegner die Resthoffnung sehr schnell genommen“, blickt Jens Bürkle zurück. Der schwäbische Kommandogeber fügt hinzu: „Man hat gesehen, mit welcher Power wir in voller Besetzung spielen können.“

Dabei ließ der 38-Jährige Jona Schoch 60 Minuten auf der Bank. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, versichert Bürkle, „wir konnten ihn nach seiner Verletzungspause noch einmal schonen.“

Für ein packendes Saisonfinale mit den Partien in Coburg, Emsdetten und Großwallstadt sowie den beiden Heimspielen gegen Essen und Hagen.

„Wir hatten einen schöne Leichtigkeit im Spiel gegen Wilhelmshaven“, freut sich der Sportwissenschaftler, „jeder hat performt.“

Coburg muss liefern

Klar, dass der Primus selbstbewusst in das Spitzenspiel beim Tabellendritten (Freitag, 20 Uhr, HUK-Coburg-Arena) geht. Coburg unterlag am vergangenen Spieltag in Hamburg, rutschten aus den Aufstiegsrängen und müssen nun liefern. Beim Aufsteiger ließ der HSC in der Schlussphase ein paar Bälle zu viel liegen – und verlor am Ende klar mit 24:30. „Das war nicht so deutlich wie das Ergebnis“, meint Bürkle.

Natürlich hadert Jans Gorr nach der Pleite des Herbstmeisters, welcher erstmals seit Anfang September 2018 keinen der beiden ersten Plätze mehr belegt.

„Uns ist es in der entscheidenden Phase der Partie nicht gelungen, unsere Angriffshandlungen auf den Punkt zu spielen, um entsprechende Qualität in unsere Abschlüsse zu bringen“, analysiert Gorr, „und wenn man das nicht schafft, ist es schwierig, auswärts so ein enges Spiel für sich zu entscheiden.“

Franken mit Personalsorgen

In der Hansestadt fehlte neben dem Langzeitverletzten Petr Linhart der schwedische Spielmacher Tobias Varvne. Der 32-Jährige fällt mit einem Muskelfaserriss in der Wade wohl weiter aus.

„Ein empfindlicher Rückschlag im Kampf um die vorderen Plätze für uns“, räumt Gorr unumwunden ein. „Wir müssen den Ausfall von Tobias gemeinsam auffangen“, fordert der Coburger Coach, welcher immer noch eine unglaubliche starke Rückraumachse auf die Platte schickt: mit Anton Prakapenia (129 Saisontore) auf der Königsposition sowie Pontus Zettermann (127) auf Halbrechts.

Comeback von Neuhold?

Gegen den HBW ist auch Christoph Neuhold eine Alternative. Der Österreicher stand nach langer Verletzungspause in Hamburg wieder im Kader. Top-Torschütze des HSC ist der ehemalige Balinger Florian Billek (147).

„Mit Varvne fehlt Coburg eine zentrale Stütze“, nimmt Bürkle den Gesprächsfaden wieder auf.

Rückraum im Fokus

Der frühere Bundesliga-Kreisläufer hat seiner Mannschaft am Montag frei gegeben, ehe am Dienstag die Vorbereitung auf das richtungsweisende Duell in der Veste begonnen hat. „Wir müssen den HSC-Rückraum einschränken“, fordert der Trainer des Tabellenführers, „und den Gegenstoß reduzieren. Ganz ausschalten können wir ihn nicht.“ Vor der Reise ins oberfränkische Coburg trainiert der HBW am Donnerstag noch einmal in der SparkassenArena. „Wir haben uns bewusst dazu entschieden“, erklärt Bürkle, der auf Rochaden im Kader verzichtet.

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