Zollernalbkreis

Nutzfahrzeuge - unser Sonderthema

17.01.2024

von PR-Redaktion

Nutzfahrzeuge - unser Sonderthema

© Colourbox

Nutzfahrzeuge sind speziell im Handwerk gefragt.

Halter und Lenker von Nutzfahrzeugen im Speziellen und Autofahrer ganz allgemein müssen umdenken: Seit Jahresbeginn greifen etliche Neuerungen.

Benzin teurer, Führerscheine laufen ab, die Förderung für Elektroautos fällt weg! Wir erklären die wichtigsten Neuerungen.

Die CO₂-Abgabe steigt von 30 Euro auf 45 Euro pro Tonne. Daher steigen die Kraftstoffpreise: Benzin wurde um rund 4,3 Cent pro Liter teurer, Diesel um 4,7 Cent. Zu beachten ist auch: 2024 müssen einige Autofahrer zum Straßenverkehrsamt, um ihren „Lappen“ gegen die EU-weiten, fälschungssicheren Plastikkarten einzutauschen.

Um einen großen Ansturm auf die Führerscheinstellen zu vermeiden, erfolgt die Umstellung schrittweise. Bis zum 19. Januar waren alle Auto- und Motorradfahrer der Jahrgänge 1965 bis 1970 an der Reihe, sofern ihr Führerschein vor dem 19.01.2013 ausgestellt wurde. Wer nach 1971 geboren ist, muss seinen Führerschein bis zum 19. Januar 2025 umgetauscht haben. Die Kosten für den neuen Führerschein liegen je nach Wohnort zwischen 25 und 35 Euro. Wer bei einer Verkehrskontrolle keinen gültigen Führerschein vorweisen kann, muss mit einem Verwarnungsgeld von 10 Euro rechnen.

Internationale Verkehrssünder haben es künftig schwerer: Nun trat der deutsch-schweizerische Polizeivertrag in Kraft, so dass Raser, die in der Schweiz geblitzt werden, auch in Deutschland zur Kasse gebeten werden können, wenn eine Bagatellgrenze von 70 Euro überschritten wird. Umgekehrt können Schweizer Autofahrer, die in Deutschland zu schnell fahren, in der Schweiz zur Rechenschaft gezogen werden.

In Italien sollen die Bußgelder deutlich steigen. Aufgrund wachsender Unfallzahlen, die vor allem auf Handynutzung und Alkohol am Steuer zurückzuführen sind, greift die Regierung härter durch. Auch in Frankreich werden die Strafen härter.

Hinlänglich bekannt ist, dass die Förderung für Elektroautos ausgelaufen ist. Der Umweltbonus konnte bisher beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) beantragt werden. Damit ist nun Schluss.

Der elektronische Abbiegeassistent, der Verkehrsunfälle mit Fußgängern und Radfahrern verhindern soll, wird ab dem 7. Juli 2024 für alle Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen Pflicht. Eine Nachrüstpflicht für Bestandsfahrzeuge besteht allerdings nicht.

M+S-Symbol reicht nicht

Ab dem 7. Juli sind viele Assistenzsysteme für Neuwagen verpflichtend. Müdigkeitswarner, Notbrems- und Spurhalteassistent sowie Einparkhilfe (Rückfahrassistent) sind bei den meisten Fahrzeugen schon längst zum Standard geworden. Künftig sind sie für alle Autos Pflicht.

Der „Intelligente Geschwindigkeitsassistent“ erkennt Geschwindigkeitsbegrenzungen und warnt den Fahrer optisch und akustisch, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wird. Beim starken Bremsen müssen die Bremslichter künftig heller aufleuchten (Notbremslicht), um nachfolgende Verkehrsteilnehmer zu warnen.

Außerdem müssen alle Neufahrzeuge mit einer Schnittstelle für Alkoholtester ausgestattet sein. Diese „Alcolock-Vorbereitung“ soll als Grundlage für künftige Regelungen dienen: Dann darf der Motor nur gestartet werden können, wenn der Fahrer vorher einen Alkoholtest gemacht hat.

Alte Winterreifen, die nur die M+S-Kennzeichnung (für Matsch und Schnee), aber noch nicht das Alpine-Symbol (dreizackiger Berg mit Schneeflocke) auf der Reifenflanke tragen, gelten ab dem 1. Oktober 2024 nicht mehr als Winter- bzw. Ganzjahresreifen. Die Verwendung dieser Reifen ist grundsätzlich weiterhin erlaubt, jedoch nicht mehr als Winterreifen.

Karl Eppler GmbH & Co. KG

Autohaus Link & Korn GmbH

Sparkasse Zollernalb

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