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Balingen

Neue Räume, neue Konzepte: Die Stadt Balingen möchte die Kinderbetreuung verändern

29.05.2019

von Lydia Wania-Dreher

Neue Räume, neue Konzepte: Die Stadt Balingen möchte die Kinderbetreuung verändern

© Oksana Kuzmina - stock.adobe.com

Die Stadt Balingen möchte ihre Kinderbetreuung verbessern.

Wo können Kinder provisorisch betreut werden, wie kann man die Anmeldung einfacher gestalten und wie findet man Fachkräfte? Damit beschäftigten sich am Dienstagabend die Balinger Gemeinderäte.

Es gibt immer mehr Kinder in Balingen und immer mehr Eltern benötigen einen Betreuungsplatz für sie. Daher entschied der Gemeinderat am Dienstagabend, wenn möglich kurzfristig mehrere provisorische Gruppen einzurichten.

Angedacht ist dazu einerseits das Johann-Tobias-Beck-Haus. Die Gemeinderäte beauftragten die Verwaltung, mit der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Verhandlungen aufzunehmen und die Umbaukosten zu schätzen.

Zudem soll mit der evangelischen Kirchengemeinde Weilstetten über die Nutzung des dortigen Gemeindehauses für eine Gruppe gesprochen werden. Es muss auch geklärt werden, wo die Jugendgruppe, die sich dort aktuell trifft, stattdessen unterkommen kann. Erst wenn alle Ergebnisse vorliegen, soll für die Provisorien eine endgültige Entscheidung getroffen werden.

Langfristig sei in Weilstetten das Ziel, eine weitere Gruppe in der städtischen Kita Lochenzwerge einzurichten, erklärte Oberbürgermeister Helmut Reitemann in der Sitzung.

Die Vergabekriterien für Kita-Plätze sollen einheitlicher werden

Die Stadt möchte zudem die Vergabekriterien für einen Kita-Platz vereinheitlichen. Dazu hätten bereits Gespräche mit den anderen Trägern stattgefunden. Auch soll die Anmeldung künftig zentraler ablaufen. So erhofft sich die Stadt auch herauszufinden, wie viele Kinder derzeit nicht wohnortnah betreut werden und aus welchem Grund.

FDP-Stadtrat Dr. Dietmar Foth regte an, dass eine Kitagruppe im Tobias-Beck-Haus auch eine Dauerlösung sein könnte. Zudem könne er sich auch unkonventionelle Lösungen vorstellen. Als Beispiel nannte er, dass etwa in Ostdorf eine Waldkindergartengruppe angegliedert werden könnte.

Freie-Wähler Stadtrat Werner Jessen erklärte, dass auch auf dem neuen Parkhaus der Sparkasse eine Kita denkbar wäre. Er forderte die Verwaltung aber auch auf, die Betreuung an den Schulen im Blick zu haben.

In Balingen soll eine praxisintegrierte Ausbildung angeboten werden

Um mehr Menschen für den Erzieherberuf zu begeistern, soll es in Balingen bei verschiedenen Trägern ab dem kommenden Schuljahr fünf Stellen für eine sogenannte praxisintegrierte Ausbildung zum Erzieher geben. Bei dieser verdient man von Anfang an Geld. Ziel ist, dass im Zollernalbkreis eine ganze Ausbildungsklasse zusammenkommt.

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