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Zollernalbkreis

Finanzdezernent Heneka spricht von autonomen Buspendelverkehr auf die Burg Hohenzollern

25.10.2019

Von Klaus Irion

Finanzdezernent Heneka spricht von autonomen Buspendelverkehr auf die Burg Hohenzollern

© Klaus Irion

Die CDU-Wahlkreisabgeordnete und Wirtschaftsministerin, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, der Regionalverbandsdirektor Dr. Dirk Seidemann (links) und Kreisfinanzdezernent Christoph Heneka präsentierten bei einem Werkstattgespräch ÖPNV-Konzepte der Zukunft für den Zollernalbkreis und die Region Neckar-Alb.

Bringen schon bald testweise fahrerlose Busse die Touristen die letzten Meter hinauf auf die Burg Hohenzollern? Der Finanzdezernent des Landkreises, Christoph Heneka, deutete dies am Freitagabend beim Werkstattgespräch der CDU-Landtagsabgeordneten und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zum Thema Regionalstadtbahn Neckar-Alb an.

Wie und wann der fahrerlose Bus erstmals Touristen auf das Wahrzeichen des Zollernalbkreises befördern wird, verriet Heneka aber noch nicht. Es blieb bei der allgemeinen Aussage, „dass wir im Landkreis permanent an der Verbesserung der Mobilität arbeiten müssen“.

Neuer Anlauf für Expressbus nach Rottweil

Und so kündigte er in der Werkstatt des Balinger Busunternehmens Maas gleich auch noch an, dass der Landkreis im kommenden Jahr einen erneuten Anlauf nehmen will, die Großen Kreisstädte Balingen und Rottweil mit einem Expressbus zu verbinden. Die erste Runde vor einigen Jahren war am Rottweiler Kreistag gescheitert.

Warum aber dieser zweite Anlauf? Das dürfte damit zusammenhängen, dass es zwar gelungen ist, die vorhandenen Gleise zwischen Balingen - Schömberg in das Landesprogramm zur Reaktivierung von Bahnverbindungen zu bekommen. Die einst abgebauten Gleise zwischen Schömberg und Rottweil haben trotz noch freigehaltener Trasse auf Landesebene aber kein Interesse geweckt.

Talgangbahn hat doppelte Gewinnchance

Ins Programm geschafft haben es dafür die Talgangbahn zwischen Ebingen und Onstmettingen sowie die Strecke zwischen Haigerloch und Hechingen. Womit wir bei der Regionalstadtbahn wären. Denn auf Nachfrage eines Albstädters meinte Heneka, dass die Talgangbahn nun eine „doppelte Gewinnchance“ habe, da sie ja auch Teil der geplanten Regionalstadtbahn Neckar-Alb sei.

Für Ministerin Hoffmeister Kraut ist es von zentraler Bedeutung, eine möglichst große Akzeptanz in der Bevölkerung für das milliardenschwere ÖPNV-Projekt der drei Landkreise Zollernalb, Reutlingen und Tübingen zu erhalten. „Denn dadurch wird unsere gesamte Region noch attraktiver.“

Finanzdezernent Heneka spricht von autonomen Buspendelverkehr auf die Burg Hohenzollern

© Klaus Irion

Die Werkstatt des Balinger Busunternehmens Maas war am Freitagabend Schauplatz der Regionalbahn-Gesprächsrunde.

Bei den nackten Zahlen gab es am Freitagabend keine Überraschungen. Dass der Kosten-Nutzen-Faktor gerade für die Zollernbahn besonders hoch ist, war ebenso bekannt, wie die Tatsache, dass die Verantwortlichen derzeit noch nicht verlässlich sagen können, ob die Elektrifizierung dieser Strecke noch vor 2030 vollendet sein wird.

Dafür konnte der in Balingen lebende Direktor des Regionalverbands Neckar-Alb, Dr. Dirk Seidemann, den rund 100 Anwesenden erstmals eine interaktive Karte des geplanten Jahrhundertprojekts präsentieren, auf der die geplanten ÖPNV-Verkehre der Zukunft bereits betrachtet werden konnten.

Sigmaringen darf keine Bremse sein

Angesprochen auf die Elektrifizierung des Zollernbahnabschnitts Albstadt - Sigmaringen meinte Seidemann, dass eine solche auch im Bereich der Tunnel möglich, aber etwas komplizierter zu bewerkstelligen sei. „Gleichwohl darf das Gesamtprojekt Regionalstadtbahn nicht durch den berechtigten Wunsch auf dortige Elektrifizierung gebremst werden.“

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