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Dotternhausen

Kalksteinabbau: Die Lerchen auf dem Berg bremsen die Genehmigung aus

09.05.2019

Von Nicole Leukhardt

Kalksteinabbau: Die Lerchen auf dem Berg bremsen die Genehmigung aus

© Peter Lindel

Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019. Ihr Vorkommen auf dem Plettenberg macht weitere Prüfungen bei der Erweiterung des Kalksteinbruchs nötig.

Noch immer gibt es keine Entscheidung zur Süderweiterung des Kalksteinabbaus auf dem Plettenberg. Erst genügten die eingereichten Antragsunterlagen den strengen Anforderungen nicht, nun muss in Sachen Artenschutz nachgebessert werden: Feld- und Heidelerche rufen die Experten erneut auf den Plan.

Die Heidelerche und die Feldlerche fühlen sich wohl auf dem Plettenberg. Was Vogelfreunde freut, stellt für die Süderweiterung des Kalksteinabbaus durch das Zementwerk Holcim ein Problem dar. Der Antrag auf eine immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung durch den Konzern kann noch immer nicht beschieden werden.

Das Landratsamt Zollernalb kam nach eingehender Prüfung zur Erkenntnis, dass ein artenschutzrechtlicher Ausnahmeantrag sowohl für die Feldlerche, als auch für die Heidelerche erforderlich ist. Ob das Vorkommen beider geschützter Arten ein Hinderungsgrund für die Genehmigung ist oder ob die Ausnahmegenehmigung erteilt werden kann, muss nun zunächst geprüft werden. „Auf diese Erfordernis wurde die Antragstellerin in der vergangenen Woche hingewiesen.“

Ein Etappensieg

Für die Bürgerinitiativen und Naturschützer ist diese Wendung ein kleiner Etappensieg. „Herbert Fuchs hat für den Nabu und den Landesnaturschutzverband eine fundierte und sehr ausführliche Stellungnahme verfasst“, sagt der Ratshausener Vogelkenner Paul Dannecker.

Kalksteinabbau: Die Lerchen auf dem Berg bremsen die Genehmigung aus

© Manfred Delpho

Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019. Ihr Vorkommen auf dem Plettenberg macht weitere Prüfungen bei der Erweiterung des Kalksteinbruchs nötig.

Auch er hat das Brutvorkommen der Heidelerche auf dem Plettenberg akribisch dokumentiert und sieht ihren Bestand in Gefahr. „Die Heidelerche liebt offene, freie Flächen“, weiß er. Dass sie sich auf dem Berg umsiedeln lassen würde, in den Steinbruch mit seinen Steilhängen beispielsweise, glaubt er nicht. „Das wäre ein ornithologisches Wunder.“

Der Erörterungstermin findet unabhängig vom Ausgang der Ausnahmegenehmigung von 3. bis 5. Juni in der Festhalle Dotternhausen statt.

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