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Intensive Wochen: TSG will nach gutem Regionalliga-Start im WFV-Pokal in die nächste Runde

29.08.2022

Von Matthias Zahner

Intensive Wochen: TSG will nach gutem Regionalliga-Start im WFV-Pokal in die nächste Runde

© Kara

Die TSG spielte am Samstag unentschieden.

Nach dem torlosen Heim-Remis gegen die SG Barockstadt am Samstag in der Regionalliga geht es für die TSG Balingen schon am Dienstagabend im WFV-Pokal beim SV Nehren weiter.

Sportliche Wochen warten auf die TSG Balingen, die den Saisonstart als gelungen bezeichnen kann. Mit sieben Punkten nach vier Regionalliga-Spielen rangieren die Kreisstädter an fünfter Stelle der Tabelle.

TSG spielt zu früh ins Mittelfeld

Es war sicherlich mehr drin für die Elf von TSG-Trainer Martin Braun als das 0:0 gegen Aufsteiger SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Am Ende nahmen die Gäste aus Osthessen den einen Punkt gerne mit. Balingen konnte mit diesem leben, da die TSG zwar „ein ordentliches, aber kein richtig gutes Spiel“ gezeigt habe, sagte Braun. Vor allem in den ersten 20 Minuten kam die Sportgemeinschaft aus Fulda zu „drei, vier guten Umschaltaktionen“, wusste der Balinger Trainer, der auch die Begründung mitlieferte: „Weil wir besonders in der ersten Halbzeit manchmal zu früh ins Mittelfeld gespielt haben. Dort hätten wir ab und zu ein bisschen mehr Ruhe benötigt, um über mehrere Aktionen in die Tiefe zu kommen.“

Höhere Erwartungen

Dies sei seinem Team nach der Pause besser gelungen, meinte Braun, der auch von einer Kopfsache sprach, wenn man daheim auf einen Liga-Neuling trifft. „Natürlich willst du hier gegen einen Aufsteiger gewinnen. Aber es ist auch eine andere Situation, wenn du plötzlich denkst und die Erwartungen da sind, dass du das Spiel dominieren musst. Das ist schwer“, so Braun, der das 0:0 als einen „Entwicklungsschritt“ ansah. „Gut war, dass wir in der zweiten Halbzeit versucht haben, nach vorne zu spielen, dass wir trotz der Tatsache, dass wir unbedingt gewinnen wollten, fast immer vernünftig organisiert waren und keine großen Konter zugelassen haben.“

Respekt für die SG

Balingens Rechtsverteidiger Laurin Curda sagte: „Manchmal muss man auch mit einem Unentschieden zufrieden sein. Das 0:0 ist okay, denn beide Mannschaften haben nicht so viel für das Spiel gemacht.“ Der 20-Jährige zollte auch Barockstadt Respekt: „Die SG ist hinten auch gut und kompakt gestanden.“ Stürmer Tobias Dierberger, der für Jonas Meiser in die Startelf gerückt war, meinte: „Der Spielstil der SG war darauf ausgerichtet, erst einmal hinten die Null zu halten. Erfahrungsgemäß tun wir uns gegen solche Gegner immer schwer.“

Eisele verpasst 1:0

Und doch hatte die TSG in der 70. Minute die große Chance zum 1:0. Sascha Eisele verpasste am langen Pfosten den Ball nur um Zentimeter. „Ich habe versucht, den Ball noch irgendwie über die Linie zu drücken. Er ist, glaube ich, noch gegen den Pfosten gegangen und springt dann wieder raus. Es war ein bisschen Pingpong“, schilderte Eisele die Szene. Der Vizekapitän fügte hinzu: „Die Aktion reflektiert das Spiel ein wenig. Aber wir haben zu Null gespielt und nehmen den Punkt mit.“ Matthias Schmitz sah „ein typisches 0:0-Spiel. Auf beiden Seiten waren Chancen da.“

Die beste Möglichkeit hatten die Barockstädter in der 15. Minute, als Jonas Pfalz den Innenpfosten des TSG-Gehäuses traf. „Da hatten wir Glück“, sagte Braun, dessen Elf es im zweiten Durchgang verpasste „aus zwei, drei guten Aktionen ein Tor zu machen. Ich glaube, wenn wir da in Führung gegangen wären, hätten wir große Chancen gehabt, das Spiel zu gewinnen.“

Am Freitag kommt Homburg

Nach dem heutigen Pokalduell in Nehren wartet am Freitag (19 Uhr) das Heimspiel gegen den FC Homburg. „Es steht wieder einiges auf dem Programm. Gegen Nehren müssen wir alles geben und viel investieren“, sagte Eisele. Am Samstag, 10. September, geht es für die TSG nach Kassel und bereits am Dienstag, 13. September, sind die Balinger schon wieder gefordert: dann daheim gegen Kickers Offenbach.

Balinger visieren Achtelfinale an

In der dritten Runde des WFV-Pokals gastiert die TSG Balingen am Dienstag (18 Uhr) beim Staffel-3-Landesligisten SV Nehren. Der Sieger zieht ins Achtelfinale des Wettbewerbs ein – die Auslosung ist noch nicht erfolgt. In den ersten beiden Spielrunden hatte sich der Finalist von 2020 und 2021 gegen Nehrens Liga-Rivalen SG Empfingen (3:1) und Oberligist SSV Reutlingen (3:2) durchgesetzt. „Das ist natürlich auch ein wichtiges Spiel. Wir wollen gewinnen und weiterkommen. Wir wissen alle, dass im Pokal vieles möglich ist“, sagt Trainer Martin Braun. Nehren belegt mit sieben Punkten Platz acht der Landesliga-Tabelle. „Wir tun uns öfter mal gegen unterklassige Gegner schwer. Deshalb müssen wir die Sache ernst angehen und konzentriert ins Spiel gehen“, meint TSG-Verteidiger Jonas Vogler. Matthias Schmitz will mit seinem Team „100 Prozent geben und das Spiel gewinnen.“ Am Wochenende verlor Balingens Pokal-Gegner mit 2:4 gegen Spitzenreiter GSV Maichingen. Die Nehrener waren mit einem 0:4 beim VfB Bösingen in die Saison gestartet. Es folgten ein 4:0 gegen den FC Gärtringen, ein 1:1 gegen den SV Zimmern o.R. und ein 3:1 gegen die TuS Metzingen. „Landesligisten darf man nie unterschätzen“, weiß Vogler. mz

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