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Balingen

Hilfe für Bangladesch: Gemüseanbau geht auch bei Hochwasser

20.12.2018

von Lea Irion

Der Förderverein Brücke Balingen Bangladesch erhält 18 000 Euro vom Land Baden-Württemberg.

Während die Bürger des Zollernalbkreises bereits den Tannenbaum geschmückt und Geschenke für Freunde und Familie besorgt haben, bemühen sich die Menschen in Teilen von Bangladesch um ihre Existenz, denn dort zählt momentan jede Sekunde für den Nahrungsanbau.

Hilfe für Bangladesch: Gemüseanbau geht auch bei Hochwasser

© Privat

Zwei Bengalen bei der Ernte auf ihrem Feld.

Derzeit sind die Böden in Bangladesch am fruchtbarsten und müssen ausreichend bepflanzt werden, denn im April beginnt dort die Monsunzeit, in der meist ganze Dörfer geflutet werden. Dann muss die Landwirtschaft vor Ort ruhen, was oft Nahrungsengpässe und Arbeitslosigkeit nach sich zieht und die ohnehin sehr arme Bevölkerung noch mehr schwächt.

Dem will der Förderverein Brücke Balingen Bangladesch entgegenwirken. Er verfolgt das Ziel, die Menschen in Bangladesch nachhaltig zu fördern, damit sie ein selbstständiges Leben ohne Armut führen können.

Monsun setzt den Menschen zu

Um den Bengalen in der fruchtbarsten Zeit im Jahr zu helfen und ihnen zu zeigen, wie sie ihre Ernte während der Monsunzeit vor dem Hochwasser schützen können, hat der Förderverein Brücke Balingen Bangladesch 18 000 Euro vom Land Baden-Württemberg erhalten.

Zusätzlich dazu wird der Förderverein einen Eigenanteil von 3 200 Euro beisteuern. Um das finanziell stemmen zu können, hoffen die Mitglieder des Vereins auf viele Spenden.

Mit der Unterstützung sollen den Menschen in Bangladesch verschiedene Techniken zum Anbau und zur Aufbewahrung ihrer Nahrung gezeigt werden. So soll zum Beispiel auf Podesten – vom Hochwasser geschützt – in Pflanzkübeln Gemüse angebaut werden.

Ziel ist es, dass die Bengalen nachhaltig besser ernährt sind, mehr Geld für ihre Familien besitzen und allgemein einen höheren Lebensstandard haben. Zu Beginn des Projekts erhalten die Teilnehmer eine finanzielle Starthilfe zur Beschaffung der Materialien.

Im Kompetenzzentrum des Fördervereins in Huzurikanda habe man in den letzten Monaten bereits die nötigen Maßnahmen getroffen und die neuen Anbautechniken erprobt, so die Vorsitzende Gisela Swobada. Das Projekt ist auf die Dauer eines Jahres angesetzt.

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