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Frohnstetter Baby-Leiche: Viele Hinweise, aber keine heiße Spur

29.08.2019

Von Gudrun Stoll

Frohnstetter Baby-Leiche: Viele Hinweise, aber keine
heiße Spur

© Pixabay

Die Polizei hat im Fall des tot in einem Frohnstetter Wald gefundenen Säuglings noch keine heiße Spur. (Symbolfoto).

Am Mittwoch wurde in der Sendung Aktenzeichen XY ungelöst der Fall des toten Säuglings Joris beleuchtet.

Der Junge wurde, wie mehrfach berichtet, am 3. September 2018 tot in einem Wald bei Frohnstetten gefunden. Die Ermittlungsgruppe „Wald“ des Polizeipräsidiums Konstanz erhoffte sich durch die bundesweite Ausstrahlung neue Erkenntnisse zu der noch unbekannten Mutter des Säuglings sowie über dessen unklare Todesumstände.

Für die Ermittler steht fest, dass die Mutter des nur wenige Stunden nach der Geburt erstickten Kindes nicht nur drogenabhängig war, sie hatte vermutlich auch schwere psychische Probleme.

Bei der Autopsie des Säuglings wurden Spuren von Heroin, Kokain und Schmerzmitteln gefunden, außerdem auch Spuren von Neuroleptika mit dem Wirkstoff Clozapin. Dieses Medikament werde nur bei schweren Depressionen oder schweren Psychosen wie zum Beispiel Schizophrenie verschrieben, erfuhren die Fernsehzuschauer.

Hundert Anrufe

Zum Fall sind 100 Anrufe eingegangen, 50 noch während der Ausstrahlung der Sendung im Studio im Mainz, weitere 50 hätten das zuständige Kriminalkommissariat erreicht, teilte die Pressestelle des Polizeipräsidiums in Konstanz mit. Die Zuschauer hätten Vorschläge zu neuen Ermittlungsansätzen unterbreitet und zum Teil auch konkrete Hinweise auf Personen gegeben. Aber eine heiße Spur sei noch nicht gefunden. Die Polizei will über die weitere Entwicklung zeitnah informieren.

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