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Radsport

Freudentränen statt Frust: Alessa-Catriona Pröpster bleibt trotz Verletzung optimistisch

29.05.2019

von Anna Wittmershaus, Klaus Pröpster

Freudentränen statt Frust: Alessa-Catriona Pröpster bleibt trotz Verletzung optimistisch

© Privat

Alessa-Catriona Pröpster will sich von drei Bänderissen nicht ausbremsen lassen.

Für die Bahnrad-Juniorinnen geht es auf die heiße Phase zu. Im Juli stehen die Europameisterschaften an, im August folgt die WM. Die Jungingerin Alessa-Catriona Pröpster hatte sich für beide Titelkämpfe Medaillen erhofft. Doch dieser Traum könnte nach drei Bänderrissen nun platzen. Trotzdem vergoss die 18-Jähirge Freudentränen als sie die genaue Diagnose hörte.

Alessa-Catriona ist gut in Form, das belegten nicht nur die Ergebnisse des Sichtungsrennens Mitte Mai in Frankfurt/Oder. Doch am vergangenen Donnerstag hat die 18-Jährige einen Rückschlag erlitten. Bei einer Sportleistungsprüfung im Volleyball verletzte sich die Jungingerin.

Unkontrolliert umgeknickt

„Ich stand am Netz und wollte einen Schmetterwurf machen“, berichtet Pröpster, „dann ist eine von links in mich reingesprungen. Ich bin dann unkontrolliert umgeknickt.“ Es habe kurz geknackt, aber sie habe dann noch kurz weiter gemacht, erzählt die Zollernälblerin, die in Kaiserslautern auf eine Sporteliteschule geht.

Dass sie sich eine ernsthafte Verletzung zugezogen hatte, war ihr aber direkt bewusst. „Ich hatte schon mal was am rechten Knöchel, daher war mit klar, da ist was“, sagt Pröpster. Ihr Sportlehrer nahm sie dann auch vom Feld.

„Nur“ Außenbänder gerissen

Bis Dienstag musste die 18-Jähirge dann auf die Diagnose warten. Drei Außenbänder sind gerissen. Für viele Sportler wäre das zu so einem ungünstigen Zeitpunkt ein frustrierender Befund, nicht so für Pröpster. „Ich habe im Kraftraum vor Freude Tränen vergossen“, erzählt sie.

Der Grund: Das Syndesmoseband ist nicht gerissen. „Wenn das Syndesmoseband ab gewesen wäre, wäre die Saison vermutlich für mich gelaufen gewesen“, meint die Jungingerin.

Direkt wieder aufs Rad

Von den kaputten Außenbändern wills sich Pröpster indes nicht ausbremsen lassen. „Wenn die Schmerzen es zulassen, werde ich am Wochenende in Dudenhofen wieder bei einem Wettkampf mitfahren“, sagt die junge Bahnradfahrerin.

In Dudenhofen wird am Wochenende die nächsten Qualifikationsrennen für die Junioren-Weltmeisterschaft ausgetragen. Pröpster hat ihr WM-Ticket aber schon in der Tasche. Dennoch möchte sie starten und die Wettkämpfe als Vorbereitung nutzen. „Vielleicht lasse ich dann ein paar Disziplinen weg“, sagt die Athletin des RC Ludwigshafen.

So könnte sich Pröpster vorstellen, über die 500 Meter und im Teamsprint nicht anzutreten, da sie dabei aus dem Stand starten müsste, was derzeit mit ihrem Fuß nicht möglich ist.

Keine Abstriche

Von Ihren Zielen, bei der EM und den Weltmeisterschaften mindestens einen Titel und ein paar Medaillen zu holen, will sie vorerst nicht abrücken. „Es wird zwar schwieriger für mich, das zu erreichen, aber möglich ist es trotzdem“, ist sich Pröpster sicher.

Unterdessen wurde kürzlich in Kaiserslautern das diesjährige Rheinland-Pfalz Sprint-Team vorgestellt, dem auch Pröpster angehört.

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