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Reitsport

Favoritensieg und kleine Überraschungen bei den Reining Masters auf dem Schwantelhof

09.06.2019

Von Anna Wittmershaus

Favoritensieg und kleine Überraschungen bei den Reining Masters auf dem Schwantelhof

© Moschkon

Niklas Ludwig gewann das Maturity-Finale bei den Reining Masters 2019.

Die Amateurin Olga Hofmann machte bei den LQH Reining Masters, einem Turnier für Westernreiter in Bitz, aus der Not eine Tugend. Nachdem ihr in der Go Round der Non Pros ein Fehler passierte, versuchte sie sich kurzerhand bei den Profis. Im Maturity-Final musste sie denen in Sachen vordere Platzierungen dann aber auch den Vortritt lassen.

Ein kleiner Fehler kann im Westernreitsport schwerwiegende Folgen haben. Diese Erfahrung musste bei den LQH Reining Masters in Bitz unter anderem Olga Hofmann am vergangenen Wochenende machen.

Die Pferdesportlerin aus Niederbayern wollte eigentlich zum dritten Mal in Folge das Maturity-Finale der Amateure (Non Pros) gewinnen. Doch in der Qualifikation, der sogenannten Go Round, unterlief ihr ein Fehler. Bei den Spins benutzte sie beide Hände, um dem Pferd über die Zügel Hilfestellung zu geben. Nach dem Reglement darf dafür aber nur eine Hand benutzt werden.

Somit wurde Hofmanns Ritt mit null Punkten gewertet. „Ich war danach ein bisschen sauer auf mich selbst“, sagt die 70-Jährige. Kurz nach ihrem Fauxpas reifte in ihr aber eine Idee: Warum nicht einfach versuchen, bei den Profis (Open) einen Platz im Finale ergattern?

Hofmann beriet sich noch telefonisch mit ihrem Mann und meldete sich dann für die Go Round der Open-Klasse an.

Zweite bei den Profis

Bei den Profis unterlief der Amateurreiterin kein Fehler und mit 217 Punkten wurde sie mit ihrer Stute „Walla Whiz Keen“ Zweite hinter Markus Gebert (217,5 Punkte). „Sie hat das gut gemacht“, meint Gastgeber Grischa Ludwig, „aber die Go Round war noch nicht so hart, einige haben da taktiert.“ Im Finale würden die Karten neu gemischt, kündigte Ludwig an, der selbst am Sonntagabend am Start war.

Und Grischa Ludwig sollte Recht behalten. Im Finale setzten die meisten Profis noch eine Schippe drauf. Hofman dagegen blieb mit 198,5 Zählern unter ihrem Score aus der Qualifikation und wurde so 13.

Niklas Ludwig schnappt sich den Sieg

Der Gastgeber bekam unterdessen ebenfalls zu spüren, was ein kleiner Fehler für Auswirkungen haben kann. Mit „Coeurs Little Tyke“ leistete er sich einen Patzer beim ersten Sliding Stop. Damit bekam er keine Zähler. Mit „Whiz N Spook“ machte es Grischa Ludwig besser, wurde mit 220,5 Punkten Dritter.

Den Sieg krallte sich derweil sein Bruder Niklas Ludwig auf „Shine N Step“ mit 221,5 Zählern vor Markus Gebert und „Top Secret A Star“ (221 Punkte). „Ich kann es gar nicht glauben, was mir heute gelungen ist. Aber ich habe ja darauf hin gearbeitet“, freut sich Niklas Ludwig. „Es war der erste große Erfolg mit diesem Pferd. Einfach toll wie er sich in der Arena gezeigt hat. Die Zusammenarbeit hat sich gelohnt.“

Auf dem Schwantelhof waren auch dieses Jahr viele bekannte Gesichter in den Prüfungen zu sehen. Zum Beispiel Tahnee Melcher, ehemalige Co-Trainerin von Grischa Ludwig . „Für mich ist es immer ein bisschen wie nach Hause kommen“, erklärt die Österreicherin, die fünfeinhalb Jahre in Bitz gearbeitet hat.

Melcher löste auf „ARC Shesgunnasparkya“mit 215,5 Zählern als Fünfte der Go Round das Ticket fürs Finale der Open-Klasse. Dort wollte sie ihre Leistung wiederholen „und vielleicht auch noch ein paar Punkte mehr rausholen.“ Tatsächlich konnte sich Melcher steigern und belegte am Sonntagabend mit 218,5 Punkten den fünften Rang. In der Level 2-Wertung bedeutete dies den dritten Platz.

Testlauf für‘s Breeders Derby

Erstmals bei den Reining Masters am Start war unterdessen Tal Paz. Die Israelin nutzte das Turnier auf dem Schwantelhof, um sich auf das Breeders Derby in zwei Wochen vorzubereiten. „Hier gibt es mehr Showeinlagen als bei anderen Turnieren, dafür sind aber auch mehr Leute da“, erzählt sie.

Die Konkurrenz auf der Schwäbischen Alb bezeichnete sie als hart. Bei Paz lief dann im Finale nicht alles rund. Mit ihrem Pferd „One Shining Dream“ bekam sie von der Jury 197,5 Zähler und reihte sich damit in der Over-All-Werung auf dem 14. Rang ein.

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