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Obernheim

Dieseldiebstähle und Einbruchserie trüben Obernheimer Kriminalstatistik

29.05.2019

Dieseldiebstähle und
Einbruchserie trüben Obernheimer Kriminalstatistik

© Polizei

Die Zahl der Straftaten ist 2018 in Obernheim gegenüber dem Vorjahr um die Hälfte gestiegen.

Die Zahl der Straftaten hat sich 2018 gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Sorgen brauchen sich die Obernheimer deswegen aber keine machen.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurde die Kriminalitätsstatistik vorgestellt. Und die zeigt auf, dass die Polizei mit 28 Delikten – 14 mehr als im Vorjahr – gut beschäftigt war. Ist Obernheim ein Brennpunkt auf dem Großen Heuberg? Gar und gar nicht. „Das Ergebnis muss stark relativiert werden“, betonte Harald Fritz, der Leiter des Polizeipostens Meßstetten. Die Region sei 2018 von Dieseldieben heimgesucht worden. Und außerdem habe eine immer gleiche Gruppe eine Vielzahl von Einbrüchen in leerstehende Häuser verübt.

Die meisten Einbrecher ermittelt

„Die meisten Täter haben wir zwischenzeitlich ermittelt“, betonte Fritz. Er ging deshalb davon aus, dass es sich bei der Zahl für 2018 um einen Ausreißer gehandelt hat. Insgesamt wurden 21 Straftäter ermittelt. Die Aufklärungsquote gab der Polizeichef mit genau 75 Prozent an. Er verhehlte nicht, dass es sehr schwierig sei, Dieseldiebe dingfest zu machen.

Viele Streitigkeiten

Ins Gewicht fielen im Jahr 2018 auch Streitigkeiten in Familien und unter Nachbarn. Den Löwenanteil an Straftaten – insgesamt acht – machten die sogenannten „sonstigen Straftatbestände“, das sind Beleidigungen und Sachbeschädigungen, aus. Daneben wurden unter anderem sechs Vermögens- und Fälschungsdelikte und fünf Rohheitsdelikte verübt. Auch zwei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung weist die Statistik auf. Laut Harald Fritz hat sich ein Busfahrer vor Schülern entblößt.

Eine Beziehungstat

Aufhorchen ließ die Bemerkung, dass es auch eine Straftat gegen das Leben gegeben hat. Joachim Schnell wollte es genau wissen und hakte nach. Im Obernheimer Fall sei es eine Beziehungstat gewesen, informierte der Postenleiter. Mehr dazu wollten weder er noch Bürgermeister Josef Ungermann sagen.

Schäden am Bethaus

Die Zahl der Tatverdächtigen ist gestiegen, und zwar von 14 im Jahr 2017 auf 24 im vergangenen Jahr. Sieben von ihnen waren Erwachsene, dazu kommen zwei Jugendliche und fünf Kinder. Letztere haben Sachbeschädigungen verursacht, unter anderem am Bethaus. Außerdem wurde im vergangenen Jahr nach vier Vermissten gesucht. „Ein Vermisster tauchte wieder in München auf“, berichtete Harald Fritz.

Dreimal hat‘s gekracht

Kurz ging der Polizeichef auf die Unfälle ein. 2018 hat es nur dreimal richtig gekracht, Tote und Verletzte waren keine zu beklagen. Würde man die Parkrempler und kleineren Auffahrunfälle dazu addieren, wären es 15 Unfälle gewesen. Einen Unfallschwerpunkt gibt es in Obernheim nicht. Der tödlich verunglückte Motocrossfahrer taucht in der Statistik nicht auf, weil sich der Vorfall „in einem nichtöffentlichen Verkehrsraum ereignet hat“.

Schlechte Gurtmoral

Harald Fritz beklagte, dass sich immer noch viele Autofahrer nicht anschnallen. Und erschreckend sei auch, dass nach wie vor viele Senioren auf falsche Polizeibeamten und Gewinnversprechungen hereinfallen. In Obernheim gebe es aber keine Geschädigten.

Hier lebt sich‘s sicher

Bei der Gemeindeverwaltung bedankte sich Fritz für die gute Zusammenarbeit. Bürgermeister Josef Ungermann betonte, dass die Obernheimer Zahlen nicht dramatisch seien: „Im Vergleich zu den Landeszahlen lebt sich’s hier richtig sicher.“ Das liege auch an der wachsamen Bevölkerung, „Bürger informieren die Gemeindeverwaltung über verdächtige Dinge“, so Ungermann, der diese Wachsamkeit begrüßt – auch wenn sich ein verdächtiges Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen kürzlich als harmlos erwiesen hatte: Es handelte sich um einen Paketzusteller bei der Arbeit.

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