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Albstadt

Der Albstädter Filterhersteller Küfner wünscht sich „LiSa“ in jeden Verbandskasten

18.07.2019

Von Ralph Conzelmann

Der Albstädter Filterhersteller Küfner wünscht sich „LiSa“ in jeden Verbandskasten

© Werbefoto Robold

Der Wunsch: „LiSa“ soll in jedem genormten Verbandskasten einen Plätzchen finden.

Filter für die Automobilindustrie – das ist die Kernkompetenz der Karl Küfner GmbH & Co. KG seit 1951. Das inhabergeführte Familienunternehmen aus Albstadt-Truchtelfingen weitet sein Geschäftsumfeld nun aus: Der Trend geht Richtung Medizintechnik.

Bewährtes behalten, Neues in Angriff nehmen: Diese Überlegung stellte man bei Küfner schon vor rund zehn Jahren an.

Die damalige Finanz- und Wirtschaftskrise, rückläufige Wachstumsmärkte und, später, das Thema E-Mobilität ließen Zweifel an der Nachhaltigkeit als KFZ-Zulieferer aufkommen.

Rund 350 Mitarbeiter

Die Befürchtung: Die acht bis zehn Filter, die Küfner für jedes Automobil durchschnittlich herstellt, könnten weniger werden. Und damit die Arbeit, der Umsatz, die Zahl der Beschäftigten. Rund 350 Mitarbeiter zählt Küfner an seinen Standorten in Albstadt und Ludwigsstadt.

Ergo galt es, gegenzusteuern, sich breiter aufzustellen.

Erstes medizinisches Endprodukt

Nach mehrjähriger Planung und Entwicklung bringt das Unternehmen sein erstes medizinisches Endprodukt auf den Markt: Es handelt sich um einen Herzdruckmassage-Assistenten, der sich „LiSa“ (kurz für Life Saver, also Lebensretter) nennt.

Alles aus dem Rossental

Der elektronische Helfer zeigt an, ob der Ersthelfer den richtigen Druck in der richtigen Frequenz ausübt und fordert bei Bedarf zur Mund-zu-Mund-Beatmung auf.

„Dieser Assistent gehört im Prinzip in jedes Fahrzeug“, sagt Henning Oetjen, Leiter des Bereichs Medizintechnik bei Küfner.

Dort, im Truchtelfinger Rossental, ist LiSa als erstes sichtbares Endkundenprodukt der Firma komplett entwickelt worden: „Von der Idee, über die Funktion, die Marke bis hin zur Verpackung“, berichtet Oetjen.

Einfach zu bedienen

Der Notfallassistent LiSa ist einfach zu bedienen und kostet weniger als 100 Euro.

„Damit“, so ist Henning Oetjen fest überzeugt, „ist er für einen sehr großen Kundenkreis interessant.“ Der gewiefte Marketingprofi denkt an Autofahrer ebenso wie an Ausbilder, welche Erste Hilfe vermitteln.

Oetjens Traum ist, dass „LiSa“ in jedem genormten Verbandskasten einen Plätzchen findet.

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