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Fußball

Carlos Konz von der TSG Balingen holt mit der Uni Tübingen den WM-Titel

01.08.2019

Von Marcel Schlegel

Carlos Konz von der TSG Balingen holt mit der Uni Tübingen den WM-Titel

© Privat

Den Studenten-WM-Pokal halten Carlos Konz (links) von der TSG Balingen und Luka Silic, der einst in der A-Jugend für die Eyachstädter am Ball war, stolz in den Händen. Mit der Uni Tübingen waren sie in China siegreich.

Die TSG Balingen hat mit Carlos Konz erneut einen Studenten-Weltmeister. Das Besondere: Der Innenverteidiger wurde in China zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Es war keine leichte Entscheidung, aber eine, die er im Nachhinein nicht bereute: Denn als die Teilnahme der Universität Tübingen an der Studenten-WM im chinesischen Guangzhou nahe Hongkong feststand, stand Carlos Konz selbst vor einem Dilemma: Entweder er würde sich für die Reise nach China entscheiden und erfüllte sich damit einen Traum.

Oder Konz, der zuvor viele Monate verletzt ausgefallen war, würde die Studenten-WM sausen lassen – und stattdessen die Regionalliga-Vorbereitung bei der TSG Balingen von Beginn an bestreiten.

„Es war nicht leicht für mich“

Der 22-Jährige, der in Tübingen, wie auch einige seiner Balinger Teamkollegen, Sportmanagement studiert, stieg am Ende in den Flieger ins Reich der Mitte – der Gewinn des WM-Titels gab ihm recht. „Es war nicht leicht für mich, eine Entscheidung zu treffen, gerade weil ich meiner Mannschaft bei der TSG so lange gefehlt habe und gerade wieder fit wurde“, sagt der 22-Jährige nun. „Aber ich denke, jeder versteht, dass das eine einmalige Chance war, die ich ergreifen musste.“

Konz wird bester Spieler des Turniers

Konz spielte in China tadellos auf, markierte zwei Treffer und wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt. „Das freut mich besonders“, sagt er. „Weil es selten ist, dass ein Innenverteidiger eine solche Auszeichnung erhält.“ Auch kulturell sei die Reise nach Asien eine Bereicherung für ihn gewesen. „So etwas erlebt man nicht allzu oft“, so Konz.

In guter Gesellschaft

Schon zum dritten Mal in Folge wurden die Tübinger Weltmeister. Konz ist nun in guter Gesellschaft: In den Vorjahren holten sich bereits die Balinger Marcel Binanzer, Stefan Vogler (mittlerweile Karriereende) und Marc Pettenkofer den WM-Cup. Die erneute Titelverteidigung gelang den Württembergern in einem hart umkämpften Endspiel gegen die technisch starke Truppe der Universität Witwatersrand aus dem südafrikanischen Johannesburg.

Tim Schöller erzielt das Siegtor

Das Siegtor gelang Tim Schöller von der TSG Tübingen Mitte der ersten Halbzeit. „Es war eine ausgeglichene Partie“, fand Konz. „Wir sind in Führung gegangen, hielten dem Druck des Gegners stand und retteten das 1:0 ins Ziel.“ Zuvor hatte Tübingen nur ein Spiel in der Vorrunde verloren.

„Ich werde jetzt noch mehr Gas geben“

Zum Regionalliga-Saisonauftakt, als die TSG beim FSV Frankfurt 1:2 verlor, blieb Konz von Trainer Ralf Volkwein noch unberücksichtigt. Er könne dies gut verstehen, schließlich habe er Trainingsrückstand. „Aber ich werde jetzt noch mehr Gas geben und mich an die Mannschaft herankämpfen.“

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