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Fußball

Binanzers Paraden reichen nicht für einen Punkt: TSG Balingen verliert in Steinbach

03.11.2019

von Tobi Manges

Binanzers Paraden reichen nicht für einen Punkt: TSG Balingen verliert in Steinbach

© Fingerhut

Patrick Lauble brachte nach seiner Einwechslung nochmals Schwung in die Partie.

Trotz einer ansprechender Leistung und eines überragenden Torhüters hat sich die TSG Balingen am Samstag mit 1:2 (1:0) beim TSV Steinbach Haiger geschlagen geben müssen.

Als Schiedsrichter David Scheuermann dreimal kräftig in seine Pfeife geblasen hatte, gingen bei den Balingern die Köpfe runter. Die meisten der 971 Zuschauer in Haiger rissen dagegen erleichtert die Arme hoch.

Drei Neue in der TSG-Startelf

Zuvor hatten die Fans des TSV Steinbach Haiger 90 Minuten lang zittern müssen. Denn die TSG hatte dem Favoriten ordentlich Paroli geboten. Besonders einer stellte sich den wütenden Angriffen des Tabellendritten entschlossen entgegen: Torhüter Marcel Binanzer.

Der 28-Jährige, der ebenso wie Rechtsverteidiger Sascha Eisele und Offensivspieler Tobias Dierberger im Vergleich zum 1:1 im Heimspiel gegen den FK Pirmasens neu in die Startelf gerückt war, brachte die Steinbacher mit starken Paraden zur Verzweiflung. „Es war heute eins meiner besseren Spiele, ich bin ordentlich warmgeschossen worden“, sagte der Schlussmann hinterher und fügte an:. „Aber dann ohne Punkte nach Hause zu fahren, ist scheiße.“

Eine einstudierte Variante: Foelsch mit dem 1:0

TSG-Trainer Bernd Bauer hatte vorher angekündigt, er wolle den Gegner „piesacken“. Das klappte zunächst auch bestens. Nach sieben Minuten pennte die Steinbacher Innenverteidigung bei einem langen Eisele-Einwurf in den Strafraum im Kollektiv. Der Ball fiel Lukas Foelsch vor die Füße, der nahm ihn noch an und schob ihn aus kurzer Distanz überlegt ins linke Eck – eine einstudierte Variante. „Ich bin im richtigen Moment gestartet und habe den Ball perfekt bekommen“, analysierte der 32-jährige Mittelfeldmann sein sechstes Saisontor.

Balingen fehlt der Zugriff

Danach stand im Sibre-Sportzentrum in Haiger Binanzer mehrfach im Mittelpunkt. Denn den Balingern fehlte für einige Minuten jeglicher Zugriff auf die immer stärker werdenden Hausherren. Diese kombinierten sich in einen Rausch und hätten den Ausgleich verdient gehabt. Doch Binanzer hatte etwas dagegen: Zwischen der elften und der 21. Minute hielt er einmal gegen Manuel Hoffmann sowie zweimal gegen Sascha Marquet und zeigte im Eins-gegen-Eins-Situation mit Serhat Ilhan eine überragende Fußabwehr.

Danach hatten sich die Gäste wieder gefangen und verteidigten auch im zweiten Durchgang konzentrierter gegen die anrennenden Steinbacher. Nach 51 Minuten hatte Binanzer Glück, dass ein Marquet-Kopfball, der vom linken Pfosten an seinen Rücken prallte, von dort nicht ins eigene Tor, sondern ins Aus hoppelte.

Hausherren erzielen den Ausgleich

Kurz danach wechselte Steinbachs Trainer Adrian Alipour Kevin Lahn ein. In der 62. Minute fand seine Flanke am langen Pfosten Manuel Hoffmann, der den Ball volley zum 1:1 ins Balinger Tor drosch. In der Schlussphase ließ Lahn auf dem rechten Flügel den überforderten Jonas Fritschi aussteigen und flankte genau auf Sascha Marquet. An dessen Kopfball kam Binanzer, der sich mit aller Kraft nach dem Ball streckte, nicht mehr heran.


Vor und nach dem 1:2 hatte die TSG selbst Chancen, das Spiel zu gewinnen. Besonders Patrick Lauble, der in der 60. Minute für A-Junior Alexej Storm ins Spiel kam, sorgte im Steinbacher Strafraum für Alarm. Doch das reichte am Ende nicht mehr zum Punktgewinn. „In dieser Saison ist der Wurm drin“, resümierte Torschütze Foelsch. „Wenn wir dumme Fehler machen, gewinnen wir kein Spiel.“ Binanzer fügte hinzu: „So ist das wohl: Wenn man unten steht, hat man Pech. Wenn man oben steht, hat man Glück.“

TSG Balingen: Binanzer; Eisele (67. Kurth), Schmitz, Konz, Fritschi, Dierberger (61. Akkaya), Schuon, Foelsch, Epstein, Storm (60. Lauble), Seemann.

Tore: 0:1 Foelsch (7.), 1:1 Hoffmann (62.), 2:1 Marquet (79.).

Schiedsrichter: David Scheuermann (Winnweiler).

Zuschauer: 971.

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