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Albstadt

Beitrag zur Virus-Eindämmung: Die Tailfinger Firma Conta stellt Mundschutzmasken her

23.03.2020

Von Dagmar Stuhrmann

Beitrag zur Virus-Eindämmung: Die Tailfinger Firma Conta stellt Mundschutzmasken her

© Conta

Die Tailfinger Firma Conta stellt jetzt auch Masken her.

„In diesen schweren Zeiten wollen wir mit unseren Mund- und Nasenschutzmasken einen Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus leisten“, sagt Thomas Bantle, Prokurist der Firma Conta. Das Tailfinger Textilunternehmen will nicht nur zuschauen, sondern im Kampf gegen Corona aktiv werden. Deshalb hat Conta die Produktion umgestellt, um dem Mangel an Mund- und Nasenschutzmasken entgegenzuwirken.

Die Masken seien nicht für den medizinischen Bereich gedacht. „Das können wir auch nicht leisten, da wir nicht über die dafür notwendige Technik verfügen“, sagt Thomas Bantle. Es seien einfache Masken, die aber mit einer antibakteriellen Ausrüstung ausgestattet seien. „Sie sind nachhaltig, waschbar und wiederverwendbar.“

Nicht die Hände in den Taschen stecken lassen

Die Virologen seien sich zwar uneins, was die Wirksamkeit solcher Schutzmasken angehe. „Aber wir wollen die Hände nicht einfach in den Taschen stecken lassen, sondern wollen etwas tun. Ein bisschen was zu tun ist besser als gar nichts zu tun. Die Masken verhindern, dass beim Husten oder Sprechen eine Tröpfcheninfektion direkt erfolgen kann.“

Grundausstattung für Pflegeheime gespendet

„Wir alle sind angehalten, Abstand zu halten“, sagt Thomas Bantle. Man könne aber nicht überall die nun eigentlich erforderliche Distanz einhalten. Zugute kommen sollen die Masken deshalb beispielsweise Pflegekräften, die bei ihrer täglichen Arbeit den vorgegebenen Sicherheitsabstand zu anderen Menschen nicht wahren können. Rund 400 solcher Masken hat Conta inzwischen an Albstädter Pflegeheime als Grundausstattung gespendet. Dort herrsche ein großer Bedarf an solchen Masken, was die große Nachfrage in den vergangenen Tagen gezeigt habe.

Zusammenhalt in der Branche ist positive Erfahrung

„Wir wollen helfen und gleichzeitig auch für unsere Mitarbeiter etwas tun, die Arbeit brauchen“, erklärt Bantle. Die Stilllegung des Einzelhandels treffe alle Textiler. Als positiven Nebeneffekt der Corona-Krise erlebt die Firma Conta derzeit einen Zusammenhalt in der Branche, was eine „tolle Erfahrung“ sei.

Umdenken muss stattfinden

„Wir haben vorher noch nie Mund- und Nasenschutzmasken produziert, und wir hoffen, dass wir das auch nie wieder machen müssen“, so Bantle. Er hofft auf ein gesellschaftliches Umdenken. Man müsse im Auge behalten, dass es im Land eine Infrastruktur an Textilindustrie gebe. In Zeiten wie diesen müsse die Frage gestellt werden, ob es sinnvoll sei, hierzulande alle Kapazitäten zugunsten von Importen aus Billiglohnländern abzubauen. „Ich appelliere an die politischen Vertreter, über eine Strategie nachzudenken, wie man existenziell wichtige Industriezweige in Deutschland halten kann.“

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