Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Dotternhausen

„Bauschutt will dort keiner“ – Holcim stellt Plettenberg-Pläne vor

24.03.2015

von Klaus Irion

Die Chancen auf einen Dialog von Plettenberg-Aktivisten, dem Zementunternehmen „Holcim“ und der Genehmigungsbehörde steigen. Am Montag wurden die Pläne im Kreistag vorgestellt.

Es tut sich was rund um den Plettenberg. Nicht, dass das Unternehmen „Holcim“ seine Pläne für den weiteren Kalksteinabbau der kommenden Jahrzehnte abgekündigt hätte. Allerdings ist der Konzern gemeinsam mit der Gemeinde Dotternhausen, auf deren Gemarkung der Abbau stattfindet, und der Landkreisverwaltung gewillt, die Öffentlichkeit doch noch einmal in einer Informationsveranstaltung über die Sachlage zu unterrichten. „Mit unserer Festhalle steht der Veranstaltungsort bereits fest, den Termin kann ich aber noch nicht nennen“, erklärte gestern Dotternhausens Bürgermeisterin Monique Adrian während der Sitzung des Kreistags.

Dort hatten zuvor die „Holcim-Vertreter“ Sabine Schädle und Andreas Junginger noch einmal die Details der geplanten neuen Abbaufläche präsentiert und mittels Animationen dargestellt, wie der bereits abgebaute Teil des Plettenbergs nach seiner Rekultivierung als Wachholderheide wieder aufblühen könnte.

Mit diesem Gedanken wollte sich SPD-Kreisrätin Helga Zimmermann-Fütterer nicht anfreunden. „Warum wird der Berg nicht einfach wieder verfüllt?“, wollte sie von Junginger wissen. Dessen Antwort: „Das gibt der jetzige Genehmigungsantrag nicht her.“ Dann müsse man eben den Antrag entsprechend ändern, entgegnete Zimmermann-Fütterer und ließ auch Jungingers Einwand, nicht gelten, dass das Hinaufbefördern des notwendigen Materials nicht umsetzbar sei. „Wenn Holcim die ganze Zeit Material herunterschafft, kann das Unternehmen auch wieder Material hinaufschaffen“, folgerte die Kreisrätin. Der Applaus von Plettenberg-Aktivisten im Zuhörerraum ließ nicht auf sich warten.

Der Erste Landesbeamte Matthias Frankenberg sprang Junginger verbal zu Hilfe: „Womit wir Lagerungsprobleme haben, ist Bauschutt, und den kann ja auf dem Plettenberg auch niemand ernsthaft wollen.“ Die Leiterin des Landkreis-Bauamts, Dorothee Müllges, erläuterte den Anwesenden den derzeitigen Stand in Sachen Abbaugenehmigung und betonte mehrfach, „dass der Gesetzgeber in solchen Fällen eine große Öffentlichkeitsbeteiligung festgeschrieben hat.“

Diesen Artikel teilen: