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Handball

Baden-Württemberg-Oberliga: „Füchse“ verkaufen sich teuer

17.11.2019

Von Daniel Drach

Baden-Württemberg-Oberliga: „Füchse“ verkaufen sich teuer

© Becker

Nichts zu holen gab es für den TV Weilstetten beim Klassenprimus SG Pforzheim/Eutingen.

Es wäre mehr drin gewesen. Beim Primus SG Pforzheim/Eutingen unterlag der TV Weilstetten mit 27:31 – haderte danach mit den eigenen Schwächephasen.

Beim ungeschlagenen Tabellenführer aus der Goldstadt kann man verlieren. Auch das Ergebnis liest sich ordentlich. Dennoch wäre der Primus verwundbar gewesen, doch die „Füchse“ nutzten ihre Chancen nicht.

Volles Lazarett

Neben dem Langzeitverletzten Benjamin Kipp fehlte dem TVW auch Jonas Lösch, der mit einem Muskelbündelriss im Oberarm mehrere Wochen ausfallen wird. Auch Jason Ilitsch und Philipp Kaunz mussten passen. Eric Single stellte sich aufgrund der dünnen Personaldecke im Rückraum zur Verfügung, das Comeback blieb aber aus.

Zunächst spielten die Weilstetter beim Primus unbekümmert auf, gestalteten die Partie bis zum 3:3 ausgeglichen (5. Minute). Doch in der Folge ließ der Spitzenreiter erstmals die Muskeln spielen und setzte sich mit einem 5:0-Lauf auf 8:3 ab (11.).

TVW kämpft sich zurück

Diesem Rückstand liefen die „Füchse“ fortan hinterher, kämpften sich aber wieder zurück in die Partie. Zappa Single brachte seine Farben auf 6:9 heran (16.), wenig später stellte Nick Single beim 10:11 den Anschluss wieder her (20.).

Tatsächlich gelang den Gästen beim 13:13 der Ausgleich, sie zwangen den Primus zu einer Auszeit (23.). Doch auch danach ließ sich der TVW nicht abschütteln, blieb weiter dran. Zur Halbzeit führten die Hausherren dank eines Tores von Manuel Mönch jedoch mit 16:15.

Schlüsselfiguren der Hausherren

Neben Mönch, gegen den die „Füchse“-Abwehr keine Mittel fand, hatte im zweiten Durchgang ein weiterer SG-Spieler großen Anteil am Sieg der Gastgeber. Der einstige Bundesliga-Keeper Bastian Rutschmann kam nach dem Seitenwechsel zwischen die Pfosten und vernagelte das Tor.

„Er hat in den ersten 15 Minuten sieben ‚Freie‘ weggenommen“, berichtet TVW-Coach René Wismar. So dauerte es bis zur 45. Minute, ehe die Weilstetter im zweiten Abschnitt erstmals aus dem Spiel heraus trafen. Zuvor kamen die Gäste nur per Siebenmeter zum Erfolg – lagen mit 18:23 zurück.

Hoffnung keimt nur kurz auf

„Da haben wir schlecht abgeschlossen“, hadert Wismar, „so laufen wir wieder einem Rückstand hinterher. Da war letztlich der ausschlaggebende Punkt.“ Die „Füchse“ stellten um auf eine 5:1-Abwehr, nahmen den 15-fachen Torschützen Mönch in die Manndeckung. „Dadurch sind wir im Spiel geblieben“ so der TVW-Trainer, „aber wirklich näher gekommen sind wir nicht.“

Nur beim 21:24 durch Tim Singer keimte noch mal Hoffnung im Weilstetter Lager auf (49.), doch diese verflog schnell. Beim 29:23 fünf Minuten vor dem Ende war die Entscheidung gefallen.

Zufrieden - mit Abstrichen

„Wir haben dem Tabellenführer alles abverlangt“, resümiert Wismar nach der 27:31-Niederlage, „daher bin ich mit dem Auftritt der Jungs zufrieden. Allerdings haben wir es nicht geschafft, Manuel Mönch in den Griff zu bekommen – das war ein entscheidender Faktor.“

Nach der Schwächephase im ersten Abschnitt „haben wir sehr gut angegriffen und uns wieder stark zurückgekämpft.“ Bis Rutschmann kam...

TV Weilstetten: Makowski, Seeger, Baumeister; M. Kübler (8/7), Z. Single (4), Weckenmann (4), N. Single (3), Singer (3), Wagner (3), F. Mayer (1), Bischoff (1), E. Single, Narr, F. Saueressig.

Spielfilm: 3:3, 8:3, 11:10, 16:15 – 19:15, 24:21, 29:23, 31:27.

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