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Albstadt

Auszeichnung für Vinz-Projekte: Die Macher hinter den Angeboten brennen für ihre Aufgaben

07.01.2020

Von Horst Schweizer

Auszeichnung für Vinz-Projekte: Die Macher hinter den Angeboten brennen für ihre Aufgaben

© Horst Schweizer

Nach dem Festgottesdienst: Fototermin vor der Kirche mit den Sternsingern und den Respräsentanten der Vinz-Projekte sowie Diakon Michael Weimer, Pfarrer Jörg Sauter, Ortsvorsteher Heiko Peter Melle und Anna Stützle von der Jugendstiftung Just (vorne links).

Im Rahmen eines Festgottesdienstes am Dreikönigstag wurde in Lautlingen den Vinzentinischen Ersthelfern Albstadt der Innovationspreis 2019 verliehen.

Est eine lange Tradition und Pflicht zugleich, dass die Musikkapelle Frohsinn Lautlingen im Gottesdienst am Dreikönigstag ihrer verstorbenen und gefallenen Mitglieder gedenkt. Preise und Auszeichnungen werden in einem Gotteshaus höchst selten verliehen. Anders an Epiphanias in Lautlingen. Dort erlebten viele Besucher einen besonderen, einen wunderbaren Festgottesdienst in der Kirche St. Johannes der Täufer zum Ende der Weihnachtszeit. Mit dabei auch die Sternsinger, welche als Botschafter die Geburt Christus verkünden und, so Diakon Michael Weimer, an die damaligen Sterndeuter aus Jerusalem erinnern.

Auf den Spuren Gottes

„Wir Menschen brauchen Aufmerksamkeit, um die Spuren Gottes zu entdecken, wer sie gefunden hat, geht ganz neue Wege“, so Weimer weiter. Pfarrer Jörg Sauter segnete das Wasser. Die Lesung aus dem Buch des Jesaja und Apostel Paulus hatte Heiko Peter Melle übernommen. Auch Kaspar, Melchior und Balthasar hatten sich auf den Weg in den Gottesdienst gemacht. Sie stellten sich die Frage, ob von dem ganz klaren Auftrag, den das Kind in der Krippe hatte, die Liebe und Güte Gottes in und auf unserer Welt lebendig werden zu lassen und auf ganz besondere Weise durch seine Worte vor allem auch Taten getan werden.

Dialog mit den drei Weisen

Oh je, meinte Balthasar, was davon wohl heute, 2000 Jahre später, noch übrig ist? Diakon Michael Weimer stieg in den Dialog der drei Weisen aus dem Morgenland ein und führte beispielhaft den vor acht Jahren neben der Kirche entstandenen Meditationsgarten an. Dieser sei zugleich die Grundsteinlegung für die Vinzentinischen Ersthelfer gewesen. Was aus deren Arbeit seither wurde, welche Früchte diese trug, stellten acht Personen heraus.

„Unglaubliche Gemeinschaftsarbeit“

Die ehemalige Rektorin der Ignaz-Demeter-Schule, Bärbel Koch, meinte, stolz und dankbar zu sein, mit Schülern der damaligen Klasse 8 mit den Grundstein für den Meditationsgarten gelegt zu haben. „Es war eine unglaubliche Gemeinschaftsarbeit, durch welche ein wunderbares Kleinod entstand“.

Vinz-Angebote im einzelnen

Jonas Buck erzählte, wie er als Schüler der Lammerbergschule Tailfingen 2013 mit den Vinzentinischen Ersthelfern an einem großen Projekt bei der Acura-Klinik beteiligt war. Lehrerin Uschi Maier ging auf den seit 2015 an der Ignaz Demeter Schule angebotenen „Vinz-Unterricht“ nach dem Leitsatz von Vinzenz von Paul „Liebe sei Tat“ für die Schüler der Klassen eins bis vier ein.

Vinz-Macher erzählen von ihren Erfahrungen

Die siebenjährige Schülerin Paula Reinauer freute sich, ein Vinz-Kind zu sein und mit zu Besuchen älterer Menschen gehen zu dürfen. Doris Schreyeck erinnert an das vor fünf Jahren begonnene Singprojekt mit Kirchenmusikdirektor Rudolf Hendel. Jeden Monat wird in einem anderen Senioren- und Pflegeheim in Albstadt gesungen.

Vinz-Reisen ohne Koffer kommen sehr gut an

Nicht mehr zu missen seien inzwischen die „Vinz-Reisen ohne Koffer“ im Frühjahr und Herbst, oftmals werde es eine „Traumreise“ für ältere Gemeindemitglieder aus Albstadt, so Brigitte Maier. Susi Hofele erinnerte daran, dass sie vor drei Jahren zur ersten „Vinz-Bewegung – Fit mit Susi“ ins Schwesternhaus eingeladen hatte. Die Resonanz stellte sie als sehr beeindruckt dar. Eckhard Hofele nannte den „Bühl“ als einen ganz besonderen Platz in Lautlingen, wo 1871 ein Kreuzweg verlaufen ist. Dieser wurde im Jahr der Barmherzigkeit 2016 mit Kameraden und Vinzentinischen Ersthelfern neu ausgestattet.

Beeindruckt von der Arbeit der Vinzentinischen Ersthelfer

Sichtlich beeindruckt von den Angeboten und der Arbeit der Vinzentinischen Ersthelfer zeigte sich Anna Stützle als Vertreterin der Jugendstiftung Just aus Biberach. „Was Sie hier leisten, ist einfach wunderbar“, meinte sie und fuhr nach der Übergabe des Innovationspreises 2019 in Form eines Scheck über 1000 Euro fort: „Das ist ein Projekt, das mehrere Generationen begeistert“.

Ein Vinzentiner, in dem das Feuer brennt

Darauf meinte Diakon Michael Weimer: „Es wäre schön, wenn wir noch mehrere solcher Spendenübergaben erleben könnten“. Ihn wiederum bezeichnete Doris Schreyeck als großen Initiator und einen „Vinzentiner, in dem das Feuer brennt“, ohne dessen Einsatz bisher vieles nicht möglich gewesen wäre. Ein persönliches Sitzkissen war der symbolische Dank an den Diakon.

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