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Balingen

Aus eins mach zwei: Landkreisverwaltung schafft Amt für Zuwanderung und Integration

13.07.2020

von Redaktion

Aus eins mach zwei: Landkreisverwaltung schafft Amt für Zuwanderung und Integration

© Klaus Irion

Das Rechts- und Ordnungsamt der Landkreisverwaltung wurde in zwei Ämter aufgeteilt: das Ordnungsamt und das neu geschaffene Amt für Zuwanderung und Integration.

Mehr Aufgaben und Fallzahlen machen eine Umstrukturierung notwendig. Das Rechts- und Ordnungsamt der Landkreisverwaltung wurde in zwei Ämter aufgeteilt: das Ordnungsamt und das neu geschaffene Amt für Zuwanderung und Integration Der Kreistag beschließt in seiner Sitzung am Montag in Burladingen über die Amtsleiterstelle.

Aus eins mach zwei: Nächsten Montag stellt der Kreistag des Zollernalbkreises die Weichen für eine Neuordnung der Verwaltung: Aus dem Rechts- und Ordnungsamt sind zwei Ämter geworden.

Nun steht die Schaffung der Amtsleiterstelle für das neu gegründete Amt für Zuwanderung und Integration an, über die der Kreistag am Montag beschließt.

Kreisräte wählen nach Beschluss den neuen Amtsleiter

Außerdem wählen die Kreisräte den künftigen Leiter dieses Amts. In der Sitzungsvorlage werden die Kosten für die Amtsleiterstelle inklusive Umlagezahlungen an den KVBW mit rund 90.000 Euro pro Jahr beziffert.

In den Unterlagen werden die Hintergründe der Amtsaufteilung erläutert. Demnach seien der Aufgabenkatalog und die Fallzahlen im Rechts- und Ordnungsamt in den vergangenen Jahren kontinuierlich angewachsen.

„Um der hierdurch gestiegenen Personalausstattung und damit verbundenen Führungsspanne gerecht zu werden, wurde die Entscheidung getroffen, das Rechts- und Ordnungsamt in zwei Ämter aufzuteilen und in diesem Zuge die Stabsstelle des Dezernats 4, Integration und Flüchtlingshilfe, zu integrieren“, so der Wortlaut.

Aufteilung erfolgte Mitte Mai

Zum 11. Mai dieses Jahres wurde das Rechts- und Ordnungsamt mit derzeit 47 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zunächst vorübergehend in das Amt für Zuwanderung und Integration und das Ordnungsamt aufgeteilt.

Dem Ordnungsamt, dessen Leitung der Landesbeamtin Marie Bühl übertragen worden ist, wurden die Sachgebiete Heimaufsicht, Betreuungsbehörde, Gewerbe, Gaststätten, Waffen, Jagd, Ordnungswidrigkeiten sowie Standesamtsaufsicht, Personenstandswesen zugeordnet.

Dem Amt für Zuwanderung und Integration wurden die Sachgebiete Ausländerbehörde, Unterbringungsbehörde, Asylbewerberleistungen sowie Einbürgerungen, Integration und Flüchtlingshilfe zugeordnet. Kommissarischer Leiter des neuen Amts ist bisher Thomas Zizmann.

Die Amtsleiterstelle wird nun offiziell vom Kreistag per Beschluss geschaffen. Die Räte wählen nach der Vorstellung des Bewerbers den Amtsleiter.

Ziel: mehr Stabilität und Kontinuität für Mitarbeiter

„Bislang war die Amtsleitung im Rechts- und Ordnungsamt durch Landesbeamte besetzt, die im Rahmen des Durchlaufens verschiedener Weiterbildungsstationen innerhalb der Landesverwaltung in relativ kurzen zeitlichen Abständen wechselten“, heißt es in der Vorlage.

Ziel sei es, im anspruchsvollen und schwierigen Bereich der Ordnungsverwaltung „eine gewisse Stabilität auch für die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen, wozu die Aufteilung in ein Amt mit Leitung durch einen Landesbeamten/eine Landesbeamtin und in ein Amt mit kommunaler Amtsleitung beitragen soll“.

Begleitet werde der Neuausrichtungsprozess durch die derzeit stattfindende Organisationsuntersuchung.

Kosten sollen aus Personalhaushaltsmitteln gedeckt werden

Die weitere kommunale Amtsleiterstelle werde durch die Amtsaufteilung benötigt. Diese wird dem Kreistag unterjährig zur Schaffung empfohlen.

Die Besoldung des künftigen Stelleninhabers erfolgt unter Berücksichtigung der persönlichen und laufbahnrechtlichen Voraussetzungen.

Die Landkreisverwaltung rechnet mit Personalkosten in Höhe von rund 90.000 Euro, die aus nicht in Anspruch genommenen Mitteln des Personalhaushalts gedeckt werden sollen – sofern der Kreistag den Beschlussvorschlägen zustimmt.

Aus drei Bewerbungen bleibt eine zur Wahl

Die Leitung des Amtes für Zuwanderung und Integration wurde landratsamtsintern ausgeschrieben. Auf die Ausschreibung gingen laut der Mitteilung des Landratsamts in den Sitzungsunterlagen drei Bewerbungen ein.

Die Verwaltung hat am 25. Juni mit den drei Bewerbern Vorstellungsgespräche geführt. Nach Rücknahme einer Bewerbung haben sich zwei Bewerber in der nichtöffentlichen Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses am 6. Juli vorgestellt.

Zwischenzeitlich habe eine weitere Bewerberin ihre Bewerbung zurückgezogen, sodass sich in der Sitzung am 20. Juli ein Bewerber im Kreistag vorstellen und zur Wahl stellen wird.

Kreisräte tagen am Montag

Die nächste Sitzung des Kreistages des Zollernalbkreises findet am Montag, 20. Juli, um 18 Uhr im Wolfgang-Grupp-Saal der Stadthalle Burladingen statt.

Die Kreisräte befassen sich nach der Fragestunde für Kreisbewohner mit einer umfangreichen Tagesordnung.

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