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Schömberg

Architekt ist mit dem Verlauf der Arbeiten am Schömberger Feuerwehrgerätehaus unzufrieden

10.05.2019

Von Daniel Seeburger

Architekt ist mit dem Verlauf der Arbeiten am Schömberger Feuerwehrgerätehaus unzufrieden

© Daniel Seeburger

Die Bauarbeiten am Schömberger Feuerwehrgerätehaus laufen.

Das obere Stockwerk des Schömberger Feuerwehrgerätehauses soll Platz für eine medizinische Nutzung bieten. Der Verlauf der Bauarbeiten verläuft aber keineswegs so harmonisch, wie man sich das wünschen würde.

Die Antwort von Architekt Bernd Mattern auf die Frage eines Schömberger Gemeinderats, ob er mit dem Verlauf der Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus zufrieden sei, war klar und deutlich: „Nö!“ Ein Problem sieht er in der guten Baukonjunktur.

„Eine Never-Ending-Story“

Fast jeder Bauherr, ob öffentlich oder privat, kann derzeit vom Auftragsdruck ein Lied singen. „Die Gewerke werden ausgeschrieben, aber es kommen keine Angebote rein“, umriss Mattern die Situation. Die durch die vorgeschriebenen VOB-Richtlinen entstehenden Bindungsfristen täten ein Übriges zur angespannten Lage. „Das ist eine Never-Ending-Story in Schömberg“, redete Mattern Klartext. Dazu komme „ein idiotisches Vergabesystem“. Er kenne kein einziges Bauvorhaben in dieser Größe, das in der Vergangenheit in der geplanten Zeit fertig gestellt worden sei.

Bernd Mattern stellte Werksplanung vor

Bernd Mattern stellte in der jüngsten Gemeinderatssitzung den Schömberger Räten die Werksplanung für das Obergeschoss des Feuerwehrgerätehauses vor. Vorgesehen ist dort eine medizinische Nutzung. Sicher ist das allerdings noch nicht.

Interessent verabschiedete sich

Im vergangenen Jahr noch gab es einen Interessenten für die Einrichtung einer medizinischen Praxis. Die Stadt ging in Vorleistung und plante für eine medizinische Nutzung. Dazu wurde ein Nachtragshaushalt in Höhe von 880.000 Euro verabschiedet. Kurz darauf allerdings verabschiedete sich auch der Interessent. Ausgebaut wird trotzdem.

Die Werksplanung sieht, ganz eine medizinischen Nutzung im Auge, acht zusätzliche Anschlüsse für Wasser und Entwässerung in den geplanten acht Behandlungszimmern, die hier entstehen könnten. Die Gemeinderäte stimmten der Umsetzung zu.

Dach wird fertig gestellt

Auf der Baustelle laufen die Bauarbeiten trotz der schleppenden Vergabe ganz gut. Zur Zeit wird das Dach fertig gestellt, die Betonarbeiten und die Wärmedämmung sollen schon bald beginnen.

An einem Teil des Gebäudes fehlen noch die Fenster. Dort ist Wasser eingedrungen und hat den Parkettboden angegriffen. Auch das soll relativ zeitnah in Angriff genommen werden.

Insgesamt soll das Feuerwehrgerätehaus 3,1 Millionen Euro kosten. Derzeit befindet sich das Vorhaben laut Stadtwaltung im Kostenrahmen.

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