Balingen gewinnt, Coach poltert
Der Balinger Trainer, Ralf Volkwein, war nach dem zweiten Testspiel gegen den FC Schaffhausen zufrieden mit der Leistung seines Teams.  Allerdings bemängelte er die Trainingssituation, die beim Regionalligisten seit Jahren vorherrscht.
Der Balinger Trainer, Ralf Volkwein, war nach dem zweiten Testspiel gegen den FC Schaffhausen zufrieden mit der Leistung seines Teams. Allerdings bemängelte er die Trainingssituation, die beim Regionalligisten seit Jahren vorherrscht. Foto: Eibner
Der Balinger Trainer, Ralf Volkwein, war nach dem zweiten Testspiel gegen den FC Schaffhausen zufrieden mit der Leistung seines Teams.  Allerdings bemängelte er die Trainingssituation, die beim Regionalligisten seit Jahren vorherrscht.
Der Balinger Trainer, Ralf Volkwein, war nach dem zweiten Testspiel gegen den FC Schaffhausen zufrieden mit der Leistung seines Teams. Allerdings bemängelte er die Trainingssituation, die beim Regionalligisten seit Jahren vorherrscht. Foto: Eibner

Balingen, 27.01.2019

TSG Balingen gewinnt, Coach poltert

Die TSG schlägt Schaffhausen mit 2:1 und Trainer Ralf Volkwein macht seinem Ärger über die Trainingsbedingungen Luft.

Im zweiten Testspiel der Wintervorbereitung hat die TSG Balingen den ersten Sieg eingefahren. Nach der 2:3-Niederlage bei den Stuttgarter Kickers gewannen das Team von Trainer Ralf Volkwein am Samstag beim FC Schaffhausen mit 2:1.

Balingens Stürmer Patrick Lauble vollendete nach Kurth-Flanke in der 25. Minute einen schön herausgespielten Konter zum 1:0. Nach starker Balleroberung von Jörg Schreyeck in der 32. Minute legte Lauble im Strafraum auf Pascal Schoch quer, der das 2:0 markierte. Schon zuvor hätten Manuel Pflumm mit zwei Kopfbällen im Anschluss an Ecken sowie Sascha Eisele, der den Ball nicht richtig traf, für die TSG erhöhen können. Nach der Halbzeit entwickelte sich eine zerfahrene Partie. Schaffhausen traf direkt nach Wiederbeginn den Pfosten, ehe Daniel Seemann einen Elfmeter rausholte, den der Angreifer jedoch auch selbst verschoss. Die Gastgeber, die zahlreiche Young-ster testeten, verkürzten sechs Minuten vor dem Ende auf 1:2.

Volkwein, der seine Formation zur Pause auf sieben Positionen veränderte und lediglich Nils Schuon und Schreyeck durchspielen ließ, war mit dem Auftritt seiner Elf im ersten Durchgang einverstanden. „Da haben wir gegenüber dem Kickers-Spiel einen Fortschritt gezeigt“, sagte der 46-Jährige, monierte aber die Chancenverwertung. „Wir müssen mit vier Toren in die Pause gehen“, so der Trainer. Hatte der Viertliga-Aufsteiger in der ersten Halbzeit defensiv noch sicher gestanden und offensiv gefällig kombiniert, agierten die Kreisstädter nach dem Seitenwechsel nun bisweilen fahrig, fahrlässig im Positionsspiel und verstrickten sich in Einzelaktionen. Volkwein: „Die zweite Halbzeit war nicht gut, da fehlte komplett die Ordnung.“ Dennoch sei er „nach dieser schwierigen Trainingswoche“ mit dem Testspiel zufrieden.

Der Coach spielte damit auf eine schon länger bekannte Problematik an: die starke Auslastung und die Qualität des Kunstrasenplatzes bei der Bizerba-Arena. „Unsere Trainingsbedingungen sind – für einen Regionalliga-Klub – letztlich überaus grenzwertig“, so Volkwein. Der Kunstrasen, den die Spieler am Donnerstag zunächst freischippen mussten, sei aufgrund des Winterwetters „hart wie Beton“ und enorm rutschig. „Das ist teilweise schon gefährlich“, meinte Volkwein. „Eigentlich könnten wir genauso gut auf dem Parkplatz nebenan trainieren oder mit Schlittschuhen, da hätten die Jungs mehr Halt.“ Insbesondere die Mehrfachbelegung nervt den Trainer. „Acht Teams pro Abend, drei bis vier zeitgleich, dazu schwierige Bedingungen – da fällt das Training schwer.“ Der Kunstrasen habe weiterhin „halt auch schon bessere Tage gesehen“, so der Wehinger. „Das ist nur noch ein Flickenteppich, von dem manche Teile bei solchem Wetter gar nicht bespielt werden können.“

Zusammengefasst: „Wir haben im Winter ohnehin nur ein Feld für alle Teams, müssen uns dieses also mit den U-Mannschaften teilen und können dann noch nicht mal alle Teile bespielen – das macht einen Trainingsbetrieb, wie ihn ein Regionalligist bräuchte, eigentlich unmöglich. Aber das Problem ist ja kein neues. Und geändert hat sich nichts. Wir müssen halt das Beste draus machen.“

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