29.12.2018

Leserbrief

Wir dürfen unsere Schöpfung nicht leichtfertig aufs Spiel setzen

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.
 
Heißzeit ist das Wort
Die Extremwetterlagen, wie dürre, Orkane, schmelzende Pole, Überflutungen,Waldbrände u.s.w. bringen weltweit größtes Unheil mit unabsehbaren Folgen. Der Treibhausgasausstoß der Industriestaaten über Jahrzehnte ist die Hauptursache. Fossile Brennstoffe spielen dabei eine wesentliche Rolle. Der durch Umweltaktivisten erkämpfte Stop zur weiteren Abbaugenehmigung im Hambacher Forst ist ein richtungsweisendes Zeichen.
Was passiert in Dotternhausen? Holcim baut täglich ca. 2500 Tonnen Ölschiefer ab und verbrennt dieses fossile Material größtenteils. Weiterhin werden täglich rund 1000 Tonnen Ersatzbrennstoffe verheizt. Die von den regierenden für Zementwerke vorgeschriebenen niedrigen Abgasgrenzwerte werden angeblich eingehalten. Ach wie schön! Wesentlich bessere Ergebnisse wären jedoch mit verbesserter Filtertechnik möglich. Wer hat nun diese geringen Werte vorgegeben und warum ? Warum schafft die Regierung für Zementwerke bessere Bedingungen wie für Müllheizkraftwerke oder für Dieselfahrer ? Was steckt dahinter ? Wir alle sollten den Konzern und die politisch verantwortlichen knallhart dazu auffordern, maximale Verantwortung zu übernehmen. Die gesamte Bevölkerung hat ein dringendes Recht darauf, zeitnah und aktuell und ehrlich über die Hinter- und Beweggründe sowie über mögliche Verbesserungsmaßnahmen aufgeklärt zu werden. Und dies so, dass es jeder Bürger auch ohne Physikkenntnisse versteht.
Den Durchblick haben ein Großteil der Bürger schon lange nicht mehr. Maximale Gewinnmargen für die Industrie dürfen nicht die maßgebliche Rolle dabei spielen. Vor allem die junge Generation sollte fordern und kämpfen um Gehör zu finden, denn es ist fünf vor zwölf. Jeder muss und kann etliches zum Wandel beitragen. Lasst nicht allein die alte Generation über die Welt eurer Zukunft entscheiden.Wir dürfen unsere Schöpfung nicht so leichtfertig aufs Spiel setzen.
Günter Schäfer
Johann-Sebastian-Bach-Straße 15 Dotternhausen

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