Die 30 000 ist geknackt

Albstadt-Burgfelden, 06.12.2018

Die 30.000 ist geknackt

Der Förderverein Michaelskirche begrüßte ihre 30.000. Besucherin, die die einmaligen Fresken bewunderte.

 

Die Erfolgsgeschichte der alten Burgfelder Michaelskirche geht weiter. Seit 125 Jahren können die bedeutenden romanischen Fresken der Reichenauer Malschule von ca. 1070 darin besichtigt werden.

Die Frau aus Bad Liebenzell ist die 30 000. Besucherin.
Die Frau aus Bad Liebenzell ist die 30 000. Besucherin. Foto: Privat

Für den Mesner und Kirchenführer Karl Stotz, der die alte Michaelskirche 54 Jahre betreut hatte und altershalber zurücktrat, suchte man einen geeigneten Nachfolger. Diesen fand man im Förderverein Burgfelden, dessen Vereinsziele Natur und Kultur sind. Er übernahm 2004 die Betreuung der Kirche im Auftrag des Denkmalamtes und der Stadt Albstadt. Sein Vereinsmitglied Reinhard Mayer sagte zu, Führungen anzubieten und den Schlüssel für eigenständige Besichtigungen zu verwalten.

Später kamen für die Führungen noch Stefanie Doldinger und Brigitte Schatz hinzu. Schon 2007 konnte der 10.000. Besucher begrüßt werden. In den vergangenen Tagen war die Frage, wer wird der 30.000. sein. Es traf eine Frau aus Bad Liebenzell, die mit dem dortigen Schwarzwaldverein eine Traufgangwanderung auf unserem Felsenmeersteig machte und an der Kirchenführung teilnahm.

Zu ihrer großen Überraschung und als kleines Dankeschön für ihren Kirchenbesuch bekam sie einen Geschenkkorb sowie einen Kirchenführer und die Jubiläumsausgabe des Fördervereins Burgfelden. Mit diesem großartigen Zuspruch für die alte Michaelskirche hat niemand gerechnet. So kann der Förderverein jetzt auf die 40.000er Marke zusteuern.

Die Besucherzahl setzt sich fast zu gleichen Teilen zusammen aus den Teilnehmern der 726 gemachten Führungen und den Besuchern, die 2.294 Mal den Schlüssel bei Reinhard Mayer abholten und in Eigenregie die Kirche besichtigten. Darunter sind nach wie vor viele Albvereine, sonstige Vereine, Kirchengemeinden, Rentnerausflüge, Jahrgänger, Familienfeste, Konzerte, Tag des offenen Denkmals, Kunsthistoriker und Romanik- Begeisterte, die gezielt Romanische Kirchen aufsuchen. Die Besucher kommen aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland.

Die erste Bekanntmachung der im Frühjahr 1892 entdeckten Fresken, auch die von den Fachleuten anerkannten einmaligen Darstellungen, erfolgte schon in der Dezemberausgabe 1892 in den „Blättern des Schwäbischen Albvereins“. Der 1888 gegründete Verein war nicht nur an der Natur, sondern auch an Kultur und Kunstdenkmalen interessiert. Durch seine rasante Entwicklung und Wanderbewegung war Burgfelden schon damals in aller Munde.

Leider ist nicht festgehalten, wie viele Besucher im Laufe der Jahrzehnte in die Kirche kamen. Die Restauration von 1954 bis 1956 und gleichzeitiger Untersuchung von Kunsthistorikern und Archäologen, entfachte ein gesteigertes Interesse an der Kirche und den Fresken. In den Fachblättern wurde viel publiziert und versucht, die Darstellungen vollständig zu entschlüsseln, was letztendlich auch gelang. Dabei ist die Darstellung und Qualität des Jüngsten Gerichts auf der Ostwand für die Frühromanik, nördlich der Alpen, einmalig.

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