Kampfstarke „Gallier“ bezwingen Mitabsteiger

Balingen, 24.02.2018

Kampfstarke „Gallier“ bezwingen Mitabsteiger

Mit einer starken ersten Spielhälfte legte Zweitligist HBW Balingen-Weilstetten am Freitag gegen den HSC Coburg den Grundstein zum 27:22-Erfolg. Es war der erste Punktgewinn vor heimischer Kulisse seit November.

Nach dem Erfolg bei den Rhein Vikings gab es gestern für den HBW Balingen-Weilstetten endlich auch wieder in einem Heimspiel Zählbares. Gegen den HSC Coburg verbuchten die Schwaben einen 27:22 (15:7)-Sieg.

Erstmals in 2018 gelang dem HBW Balingen-Weilstetten gestern ein Heimerfolg. Zuvor hatten die Schwaben in der SparkassenArena seit vier Spielen nicht mehr gewonnen.
Erstmals in 2018 gelang dem HBW Balingen-Weilstetten gestern ein Heimerfolg. Zuvor hatten die Schwaben in der SparkassenArena seit vier Spielen nicht mehr gewonnen. Foto: Moschkon

Die Personallage beim HBW war im Duell der Absteiger erneut angespannt. Neben dem Langzeitverletzten Markus Stegefelt mussten die „Gallier von der Alb“ auf Simen Schönningsen und Valentin Spohn verzichten. Aus dem Perspektivteam standen deshalb Lukas Saueressig, Fabian Wiederstein und René Zobel im Kader.

Zunächst setzte Trainer Jens Bürkle jedoch auf arrivierte Kräfte. Den ersten Treffer der Partie markierte Florian Billek an alter Wirkungsstätte, auf der Gegenseite glich Oddur Gretarsson aus. Nach zweieinhalb Minuten kassierte Jona Schoch schon früh die erste Zeitstrafe – doch die Unterzahl überstanden die Schwaben unbeschadet. Mehr noch: Nach einem Fehler der Coburger startete Gretarsson durch und netzte per Konter zum 2:1 (3. Minute). Weniger Glück hatte der HSC, der sich nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Markus Hagelin den dritten Gegentreffer durch Gregor Thomann einfing (5.). Und der HBW hielt das Tempo hoch: Lukas Saueressig und Martin Strobel stellten auf 5:1, ehe Coburgs Kommandogeber Jan Gorr die Notbremse zog (8.).

Romas Kirveliavicius beendete daraufhin die Torflaute der Franken – und das gab den Gästen Auftrieb. Zunächst netzte Billek per Siebenmeter und nach einer Parade von Keeper Jan Kulhanek gelang Tobias Varvne der Anschlusstreffer (5:4/14.). Nach acht torlosen Minuten der Hausherren netzte Gretarsson schließlich zum 6:4 und Thomann legte ins leere Tor der Coburger nach (17.).

Der Vorteil blieb weiter auf Seiten der Schwaben, nach einem schnellen Dreierpack durch Gretarsson lagen sie mit 11:5 vorne (22.). Auch in Überzahl – Foth saß gerade seine zweite Zeitstrafe ab – leistete sich der HSC zu viele einfache Fehler. Nach Tobias Wagners 12:5 bat Gorr erneut zur Extra-Ansprache an die Seitenlinie. Doch die verpuffte. Die „Gallier“ stellten auf 14:5 – und dann verletzte sich bei den Gästen auch noch Marko Neloski am Knie. Den Schreck steckte Coburg zwar gut weg, zur Pause lag der HBW mit 15:7 aber dennoch klar vorne. „Wir waren super präsent in der Abwehr“, jubelte Gretarsson.

Nach dem Wiederanpfiff erwischten die Gäste aber den besseren Start, der HBW fand nur schwer wieder in Tritt. Kirveliavicius verkürzte, Friedrich stellte aber rasch den alten Abstand wieder her (16:8/32.). Im Angriff lief es für die Coburger nun jedoch besser und so kämpften sie sich weiter heran – auf 11:17 (37.). Spätestens jetzt war der HSC im Spiel. Mit einem 3:1-Lauf stellten die Franken auf 19:14. Schoch legte zwar nochmals vor, musste dann aber für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen (40.). In Unterzahl bekamen die Schwaben Tobias Varvne noch weniger in den Griff, per Doppelschlag brachte er Coburg auf 16:20 heran (43.).

Die „Gallier“ waren aus dem Tritt. Erst setzte Thomann einen Siebenmeter an den Pfosten, dann scheiterte Matthias Flohr in Überzahl völlig frei an Oliver Krechel (48.). Billek verkürzte vom Punkt – und Bürkle versuchte sein Team in der Auszeit auf Kurs zu bekommen (21:18/49.). Mit Erfolg: Foth und Schoch bauten den Vorsprung wieder auf 23:18 aus.

Die Schlussphase mussten die Schwaben dann ohne Foth bestreiten, für ihn war die Partie nach der dritten Zeitstrafe in der 53. Minute beendet. In Unterzahl netzten jedoch Friedrich und Strobel zum 25:19 (55.). Die Vorentscheidung, denn den kämpfenden Coburgern lief die Zeit davon. „Wir haben am Ende eine gute Moral gezeigt“, lobte Bürkle. Letztlich bejubelte der HBW ein 27:22.

Viel Zeit zur Erholung bleibt den „Galliern“ nun nicht. Bereits heute machen sie sich auf den Weg Richtung Sachsen, morgen um 17 Uhr gehen die Schwaben dann beim HC Elbflorenz Dresden auf die Platte.

Trotz einer kleinen Schwächephase in Durchgang zwei konnte der HBW Balingen-Weilstetten (Im Bild Jona Schoch) sein Heimspiel gegen den HSC Coburg gewinnen.
Trotz einer kleinen Schwächephase in Durchgang zwei konnte der HBW Balingen-Weilstetten (Im Bild Jona Schoch) sein Heimspiel gegen den HSC Coburg gewinnen. Foto: Moschkon

HBW Balingen-Weilstetten – HSC Coburg: Teams & Tore

HBW Balingen-Weilstetten: Mrkva (1. – 60., 21 Gegentore/8 Paraden), Maggaiz (bei einem Siebenmeter, 1/0); Gretarsson (6), G. Thomann (5/1), Friedrich (4), Strobel (3), Schoch (3), Wagner (2), Nothdurft (1), Foth (1), Saueressig (1), Zobel (1), Flohr, Hausmann, Wiederstein, Runarsson.

HSC Coburg: Kulhanek (1. – 30., 15 Gegentore/3 Paraden), Krechel (ab 30., 12/5); Varvne (8), Billek (6/5), Kirveliavicius (4), Knauer (2), Sproß (1), Kellner (1), Kelm, Weber, Lex, Wucherpfennig, Barsties, Hagelin, Neloski.

Schiedsrichter: Hurst/ Krag (Frankfurt/Oberursel).

Zuschauer: 2110.

Spielfilm: 3:1 (5.), 5:4, 7:5, 9:5 (21.), 11:5, 12:6, 14:7 (28.), 15:7 – 16:8 (32.), 17:11, 18:13, 20:16 (43.), 22:18, 25:19, 26:20 (58.), 27:22.

Zeitstrafen: 12:10 Minuten (Foth/3, Schoch/2, Friedrich – Hagelin/2, Sproß, Weber, Kirveliavicius).

Siebenmeter: 2/1:5/5 (G. Thomann wirft an den Pfosten/46.).

Nächstes Spiel: HC Elbflorenz Dresden – HBW Balingen-Weilstetten (morgen, 17 Uhr, BallsportArena Dresden).lb

Neuer Job für Bergemann

Schwaz/Österreich. Frank Bergemann, ehemaliger Kommandogeber des HBW Balingen-Weilstetten, arbeitet ab sofort als Cheftrainer des österreichischen Erstligisten Schwaz HB Tirol. Der 61-Jährige erhielt dort einen Vertrag bis zum Saisonende. Bergemann übernahm das Amt am gestrigen Freitag von Interimscoach Sebastia Salvat, der nach der Trennung des österreichischen Erstligisten von Raul Alonso zu Wochenbeginn eingesprungen war.lb

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