Balingen

dm macht den Auftakt, weitere Nutzer ziehen bald in neuen Württemberger Hof in Balingen ein

27.02.2024

Von Jasmin Alber

dm macht den Auftakt, weitere Nutzer ziehen bald in neuen Württemberger Hof in Balingen ein

© Jasmin Alber

Die Resonanz in der neuen Drogeriemarkt-Filiale war schon am Vormittag des Eröffnungstages groß.

Mit der dm-Filiale stand vor geraumer Zeit der erste Ankermieter des neuen Württemberger Hofs fest. Die Drogeriefiliale im Erdgeschoss des Neubaus gegenüber des Balinger Bahnhofs ist auch das erste Geschäft, das am Dienstag eröffnet hat. Die weiteren Nutzer werden in den nächsten Monaten ihre Praxen und Ladenräume für Patienten und Kundschaft öffnen.

Die Drogeriemarktkette dm hat am Dienstag die neue Filiale in der Bahnhofstraße und damit die erste in Balingen eröffnet. Pünktlich zur Ladenöffnung um 8 Uhr haben Filialleiterin Sabina Vogelmann und deren Stellvertreterin Anett Ludwig gemeinsam mit Oberbürgermeister Dirk Abel, Wolfgang Eberhart, Geschäftsführer der Binsdorfer Bauprojekta, und weiteren Baubeteiligten das symbolische rote Band durchschnitten.

dm macht den Auftakt, weitere Nutzer ziehen bald in neuen Württemberger Hof in Balingen ein

© Jasmin Alber

Symbolischer Akt zur Eröffnung der neuen dm-Filiale in Balingen: Am Dienstag um 8 Uhr wurde das rote Band durchschnitten.

Mit der dm-Eröffnung hat der erste Ankermieter des neuen Württemberger Hofs ganz offiziell den Betrieb gestartet.

Entzerrung: Praxen ziehen zeitversetzt ein

In den kommenden Wochen und Monaten werden die weiteren Mieter das Gebäude beziehen. Darunter sind mehrere Arztpraxen. Am 2. April werden sowohl die Fachärztepraxis Dr. Fiebig, Dr. Heckele, Nitschke und Kollegen als „Hausarztzentrum im Württemberger Hof“ auf 390 Quadratmetern als auch die Augenheilkundepraxis Dr. Georg Hummel und Dr. Jutta Plank-Hummel an ihren neuen Standorten erstmals für die Patienten geöffnet haben. Dr. Michael Lemanczyk, Facharztpraxis für Orthopädie und Unfallchirurgie, wird am 3. Juni eröffnen. Eine weitere große Praxisfläche ist noch frei, für die laut Eberhart derzeit Gespräche laufen. Dass der Bezug der Praxen zeitversetzt stattfindet, sei bewusst so geplant.

Mitte April werden zudem die Nutzer der anderen Räume neben dm im Erdgeschoss – dazu gehören neben der Bäckerei Padeffke auch das Sanitätshaus Orthocon – öffnen. In diesem Bereich des Gebäudes ist auch eine Apotheke vorgesehen. Wer dort einziehen wird, sei jedoch laut Eberhart noch nicht spruchreif.

Drei Wohnungen bereits bezogen

Der Gebäudekomplex ist über mehrere Eingänge in der Bahnhof-, Mörike- und Karlstraße zugänglich. Außerdem ist das Gebäude dank der Aufzüge barrierefrei – jene zu den Praxen in den Obergeschossen sind zudem für Liegendtransporte geeignet.

In den Obergeschossen befinden sich 19 Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 40 und 150 Quadratmetern. Die ersten drei sind bereits bezogen. „Zum 1. Mai werden alle belegt sein“, meint Wolfgang Eberhart.

dm macht den Auftakt, weitere Nutzer ziehen bald in neuen Württemberger Hof in Balingen ein

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Der Garten des neuen Württemberger Hofs liegt im ersten Obergeschoss. Die Flächen rund um die Terrassen werden noch mit Rasen begrünt und mit Sträuchern bepflanzt.

Als Besonderheit hebt der Bauträger den Garten im Innenhof des ersten Obergeschosses hervor. Hier werden die Flächen rund um die Terrassen, die teilweise zu den Praxen gehören, mit Sträuchern bepflanzt, ein Teil wird auch zur Rasenfläche. Die Tiefgarage umfasst zwei Ebenen – die untere mit Stellplätzen für die Bewohner, die obere bietet 26 Parkplätze für Patienten und Kunden der Praxen und Geschäfte im Gebäude.

Umsetzung hatte sich verzögert

Acht einzelne Grundstücke sind zu dem großen Areal, auf dem der große Neubau entstanden ist, zusammengefügt worden, die Planungen laufen bereits seit rund neun Jahren, blickt Bauträger Eberhart zurück. Erschwert wurde der Bau zunächst durch die Materialengpässe während der Corona-Pandemie, dann durch die Energiepreisexplosionen durch den Krieg in der Ukraine. Baustart des neuen Württemberger Hofs war kurz vor Kriegsbeginn. Das hatte auch Auswirkungen auf die Baukosten, wie Eberhart an einem Beispiel erklärt: So sind die Kosten für die Fenster, deren Herstellung sehr energieintensiv ist, um 25 Prozent gestiegen. Statt einer Million Euro, wie es kalkuliert war, haben sämtliche Fenster in dem Neubau demnach 1,25 Millionen Euro gekostet.

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