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Dotternhausen

Zwölfter Zusatzvertrag zum Kalksteinabbau: Die Emotionen kochen noch einmal hoch

22.05.2019

Von Nicole Leukhardt

Zwölfter Zusatzvertrag zum Kalksteinabbau: Die Emotionen kochen noch einmal hoch

© Manfred Delpho

Neues Habitat für die Feldlerche: Der Dotternhausener Gemeinderat stimmt dem zwölften Zusatzvertrag zu Kalksteinabbau einstimmig zu.

Die Dotternhausener Gemeinderäte beschlossen am Mittwochabend einstimmig den zwölften Zusatzvertrag über den Kalksteinabbau auf dem Plettenberg. Die Diskussion war vor allem aufgrund der zahlreichen Zuhörer, die immer wieder zur Ruhe ermahnt werden mussten, emotional.

Kaum noch ein Durchkommen war im Sitzungssaal des Dotternhausener Rathauses am Mittwochabend. Dichtgedrängt saßen die Zuhörer, die wegen des ersten Tagesordnungspunktes gekommen waren: Das amtierende Gremium beschloss einen zwölften Zusatzvertrag über den Kalksteinabbau.

Eine Million Euro unabhängig von Genehmigung

Sein Inhalt: Der Pachtzins in Höhe von einer Million Euro gilt unabhängig von der Genehmigung einer Süderweiterung, und Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen darf Holcim auf der gesamten Plettenberghochfläche durchführen (wir berichteten [ZAK+]).

Bürgermeisterin Monique Adrian betonte mehrfach, dass diese Maßnahmen – derzeit sind zwei neue Habitate für Feld- und Heidelerche sowie eine Echsenart ud die Pflege der Wachholderheide – nach Auflagen der Naturschutzbehörde erfolgen und „der Natur gut tun müssen“.

Adrian wehrt sich gegen NUZ-Vorwürfe

Dass der amtierende Gemeinderat über den Vertrag abstimme, sei legitim und weder unanständig noch unüblich. Damit ging sie auf die Vorwürfe ein, die der Verein NUZ und verschiedene Bürger im Vorfeld erhoben hatten.

In einem emotionalen Statement wandte sich auch Gemeinderätin Elisabeth Menholz an die Zuhörer: „Wir wurden gedemütigt, beleidigt, beschimpft und für unfähig erklärt.“

Sie wünsche sich, dass kein künftiger Gemeinderat dies mehr aushalten müsse.

Das Gremium gab Bürgermeisterin Adrian einstimmig die Erlaubnis, den Vertrag zu unterzeichnen, sobald das Kommunalamt des Landratsamt die Freigabe erteilt habe.

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