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Balingen

Zwischenbericht der Landkreis-Finanzen: Corona kostet rund 4,4 Millionen Euro

13.07.2020

von Redaktion

Zwischenbericht der Landkreis-Finanzen: Corona kostet rund 4,4 Millionen Euro

© Benno Haile (Archiv)

Ein Posten für den Landkreishaushalt: Maßnahmen der Pandemiebekämpfung, wie beispielsweise das Testzentrum.

Die Landkreisverwaltung legt dem Kreistag am Montag, 20 Juli, den Finanz-Zwischenbericht 2020 vor. Ein wesentlicher Posten sind die coronabedingten Kosten in Höhe von rund 4,4 Millionen Euro.

Die Kreisräte werden in der Sitzung am Montag in Burladingen mit dem Bericht über die aktuelle Finanz- und Haushaltslage über den aktuellen Zwischenstand der Kreisfinanzen in diesem Jahr informiert.

„Zur Jahresmitte werden wie gewohnt die bereits jetzt erkennbaren wesentlichen Abweichungen nachfolgend kurz dargestellt und erläutert“, heißt es in der Vorlage.

Auswirkungen der Corona-Pandemie höher als erste Schätzung im Mai

Ein aktueller Punkt hierbei sind die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Diese wirken sich deutlicher aus als in der ersten Kostenschätzung, die in der Kreistagssitzung Ende Mai vorgestellt wurden.

Die Vorausschätzung der corona-bedingten Kosten hat sich seit der Erstbetrachtung im Mai – damals war von coronabedingten Kosten in Höhe von 3,8 Millionen Euro ausgegangen worden – auf 4,4 Millionen Euro erhöht.

Haushaltsausgleich wohl nicht gefährdet

Insgesamt gesehen handele es sich dabei aber nur um eine grobe Hochrechnung, weil die Auswirkungen in vielen Bereichen noch nicht absehbar sind.

„Es kann jedoch weiterhin davon ausgegangen werden, dass der Haushaltsausgleich in 2020 nicht gefährdet ist und die liquiden Mittel ausreichen werden“, so der Wortlaut in den Unterlagen.

Mittel aus Landes-Soforthilfe

Die gemeldete finanzielle Belastung von 4,4 Millionen Euro setzt sich zusammen aus den folgenden Aufwendungsgebieten: 2,8 Millionen Euro für unmittelbare Maßnahmen der Pandemiebekämpfung (zum Beispiel Schutzmaterial, Corona-Station, Testzentrum, Schwerpunkt-Ambulanz, Sicherheitsdienste), 1,7 Millionen Euro für das Zollernalb-Klinikum, 0,4 Millionen Euro für soziale Leistungen und 0,3 Millionen Euro für Ertragsausfälle, insbesondere Zulassungsgebühren.

Zugute kommen dem Landkreis 0,8 Millionen Euro aus dem Soforthilfe-Programm des Landes.

Zudem, so die Vorlage, werde die Verwaltung für die Auslieferung von Schutzkleidung an Dritte noch Kostenersätze in Höhe von rund 500.000 Euro in Rechnung stellen.

Weitere Positionen im Zwischenbericht

Im Finanz-Zwischenbericht wird des Weiteren auf Finanzausgleichsleistungen, von denen auch die Schlüsselzuweisungen für den Zollernalbkreis abhängen, auf den Haushalt des Sozialamtes sowie die Grundsicherung für Arbeitssuchende im Bereich Jobcenter eingegangen.

Weitere Themen sind die Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern und Flüchtlingen, die Jugendhilfe, Grunderwerbssteuer oder Personalausgaben.

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