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Winterlingen

Zwei Detektive sorgen in Benzingen für ganz schön Verwirrung

27.12.2019

Von Karl-Otto Gauggel

Zwei Detektive sorgen in Benzingen für ganz schön Verwirrung

© Karl-Otto Gauggel

Bei Familie Wäscher herrscht ein heilloses Durcheinander. Nach etlichen Ohrfeigen haben sich aber alle wieder lieb. Das Stück wird heute und am Samstag, 4. Januar, noch einmal aufgeführt.

Es ist mittlerweile schon lange Tradition, dass die Laienspielgruppe desLiederkranzes in Zusammenarbeit mit dem Narrenverein „AlteGermanen“ in der Weihnachtszeit ein Lustspiel auf die Bühne bringt. Mit dem Stück „Zwei Detektive und keiner blickt durch“ von Frank Ziegler trafen die Laienschauspieler auch dieses Jahr wieder voll ins Schwarze.

Als sich der Vorhang in der Festhalle öffnet, wird das Publikum in das Esszimmer der Familie Wäscher entführt, dem Hauptspielort der Geschichte. Werner Hagg spielt den von Schwiegermutter und Frau sichtlich genervten Familienvater Werner

Wäscher, der seine Frau Karin, verkörpert von Ramona Sieber, verdächtigt, einen

Liebhaber zu haben. Er beschließt, seiner Frau mit Hilfe einer Detektivin auf

die Schliche zu kommen.

Abhörwanze unter dem Tisch

Diana Giovanniello, in der Rolle als Detektivin Andrea Magnum, versteckt mit Werner unter dem Stubentisch eine Abhörwanze. Doch ausgerechnet seine Schwiegermutter Oma Pfendner, alias Rita Mauz, die gerade auszieht und mit der extravaganten Innenarchitektin Brigitte Schlesinger (Jacqueline Späh) für zusätzliches Chaos sorgt, hegt einen nicht minderschweren Verdacht, dass ihr Schwiegersohn Werner ein Verhältnis mit einer anderen Frau hat. Schließlich hatte sie ja die beiden unter dem Stubentisch in vermeintlich eindeutiger Position beobachtet. Als Karin davon erfährt, engagiert sie nun den Privatdetektiv Alfons Columbo (Timo Mordan), um ihren Gatten des Ehebruchs zu überführen.

Verdächtiungen und Missverständnisse

Damit nehmen nun die gegenseitigen Bespitzelungen, Verdächtigungen und

Missverständnisse ihren unaufhaltsamen Lauf. Da die beiden Detektive zwar

aussehen wie die Profis aus den amerikanischen Fernsehserien, aber ansonsten

nichts auf die Reihe kriegen, beginnt ein absurdes Verwirrspiel aus Intrigen

und falschen Verdächtigungen, welches zum totalen Familien-Chaos führt.

Jago Lässig verliert Ecstasy-Drogen

Zudem taucht im Haus noch der Gelegenheitsdealer Jago Lässig (Thomas Stauß),

ein Kumpel von Sohn Alex Wäscher (Dirk Sieber) auf, der jedoch dummerweise

seine Ecstasy-Drogen im Haus verliert. Karin Wäscher findet die Pillen und

bewahrt sie in der Hausapotheke auf. Das Chaos wird noch verstärkt, weil sich die Schwester von Alex Babsi (Samantha Gaiser) in Jako unsterblich verliebt. Als Alex halbnackt durch die Wohnung rennt, glaubt Babsi, die beiden seien „vom anderen Ufer“. Sie will nun ihrerseits mit aufreizender Kleidung Jago für sich gewinnen.

Gegenseitig geohrfeigt

Mama Karin nimmt in ihrem Elend zwei Schmerztabletten aus der Hausapotheke.

Als sie danach von Lachkrämpfen geschüttelt im Haus und auf der Straße mit

jeder und jedem ausgelassen zu tanzen beginnt, wird Jago klar, was er mit

seinen Pillen angerichtet hat. Das Ganze mündet schließlich, als alle wieder in der Stube sind, in Handgreiflichkeiten und gegenseitigen Beschuldigungen. Erst nachdem sich so gut wie alle gegenseitig geohrfeigt haben, lösen sich die

Missverständnisse langsam auf: Werner und Karin haben sich wieder lieb, und

auch Babsi und Jago finden zueinander. Vervollständigt wird am Ende das Glück

bei Familie Wäscher, als Oma Pfendner alle zu sich in ihre neue Wohnung

gegenüber zu einem hochprozentigen „Benzinger Wässerle“ einlädt.

Noch zwei Aufführungen

Der Beifall des Publikums war groß. Karl Späh, der auch in diesem Jahr wieder die Regie und die Organisation übernommen hatte, dankte am Ende der ganzen Truppe, zu der auch Souffleuse Doris Mordan zählte, für ihr Engagement. Sowohl heute als auch am Samstag, 4. Januar, wird das Lustspiel noch einmal in der Benzinger Festhalle aufgeführt. Beginn ist jeweils um 19 Uhr, Hallenöffnung eine Stunde vorher. Es wird bewirtet.

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