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Fußball

Zukunft ungeklärt: Bleibt Reiner Scheu Scout bei der TSG Balingen?

22.04.2019

Von Marcel Schlegel

Zukunft ungeklärt: Bleibt Reiner Scheu Scout bei der TSG Balingen?

© Eibner

Reiner Scheu, einst Trainer beim FC Bad Dürrheim, beobachtet seit dieser Runde die Gegner der TSG Balingen.

Der derzeitige Balinger Spieler- und Gegnerbeobachter Reiner Scheu steigt zur neuen Saison beim Oberligisten FC 08 Villingen als U19-Trainer und Sportkoordinator ein.

Reiner Scheu kehrt, wie berichtet, nach neun Jahren zu seinem Heimatverein FC 08 Villingen zurück. Der Fußball-Lehrer wird zum 1. Juli die U19 des Fußball-Oberligisten trainieren sowie die neu geschaffene Position des Sportkoordinators übernehmen. Noch scoutet der Pädagoge für die TSG Balingen und deren Trainer Ralf Volkwein, der als Aktiver unter Scheu in Rottweil spielte.

Scheu übernimmt diverse Aufgaben

Ob er diese Aufgabe auch künftig ausführen könne, stehe noch nicht fest, sagt Scheu. Das hänge davon ab, wie sehr ihn sein neues Amt zeitlich einspannen wird. „Ich möchte das nicht ausschließen. Bisher spricht nichts dagegen“, so der 64-Jährige, der bei den Nullachtern auch eine spezielle Talentfördergruppe leiten und die Nachwuchstrainer ausbilden soll.

Funktionärs-Tätigkeit abgelehnt

Schon frühzeitig informierte Scheu die Verantwortlichen des Balinger Regionalliga-Klubs über seine Absicht, erneut beim FC 08 einzusteigen, führte ein langes Gespräch mit Abteilungs-Vize Ralph Conzelmann, der Scheu schon lange kennt und gemeinsam mit Volkwein im Winter 2018 nach Balingen lotste. Der Verein stellte seinem einzigen Scout in Aussicht, als Funktionär einzusteigen. Das lehnte Scheu ab. „Aber nur aus Zeitgründen“, wie er sagt.

Für die Nullachter selbst selbst am Ball

Eben die Distanz von Villingen nach Balingen und der entsprechende Aufwand, der verhindere, sich bei der TSG intensiver zu beschäftigen, war auch der Grund, warum Scheu nun den FC 08-Rufen nachgab. „Ich kenne den Verein, habe das Stadion quasi vor der Tür“, so Scheu, der die Nullachter bis 2010 coachte, für diese einst selbst kickte.

Gegner- und Spielerbeobachter

Seine Scouting-Aufgabe – Scheu beobachtet für die TSG kommende Gegner und potenzielle Spieler, vornehmlich im badischen Raum – mache ihm Spaß, auch deshalb würde er dieser gerne weiter nachgehen. „Ich pflege zur TSG ein überaus freundschaftliches Verhältnis, schätze den Verein und seine Führung, und wir sind uns einig darin, dass der Kontakt nicht abreißen darf“, erklärte Scheu. „Das war dem Verein wichtig, und mir ebenso. Wir haben das Seil sicherlich nicht durchgeschnitten.“

Versöhnung mit dem Ex-Verein

Dass Ex-Coach Scheu, der im Sommer beim FC Bad Dürrheim als Coach aufhörte, zum FC 08 zurückkehrt, kann als Versöhnung gewertet werden. Schließlich hatten die Villinger den Fußball-Lehrer im April 2010 entlassen, woraufhin Scheu gegen den Schwarzwald-Klub vor Gericht zog. Der Grund: Er hatte noch einen gültigen Vertrag. Das Arbeitsgericht in Villingen sprach Scheu – nach einem Vergleich – 24600 Euro Entschädigung zu.

Haußmann sieht keinen unbedingten Handlungsbedarf

Die TSG-Führung um Abteilungsleiter Uwe Haußmann bedauert Scheus Entscheidung, sieht allerdings – sollte sich der einzige Scout verabschieden – keinen unbedingten Handlungsbedarf im Sichtungsbereich. „Wir haben unsere Leute, die uns Tipps geben.“ Besonders im Nachwuchsbereich pflege der Kreisstadtklub ein Netzwerk zu Stützpunkt-Trainern und ähnlichen Fachleuten, oder wenn man so will, virtuellen Augen. „Wir wissen, wer in unserer Gegend kicken kann und für uns in Frage kommt.“

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