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Geislingen

Zug um Zug zum Blickfang: Schachmatt auf dem Binsdorfer Dorfplatz

13.07.2020

Von Rosalinde Conzelmann

Zug um Zug zum Blickfang: Schachmatt auf dem Binsdorfer Dorfplatz

© Rosalinde Conzelmann

Zug um Zug geht die Neugestaltung des Binsdorfer Dorfplatzes voran. Seit Samstag sind die Spiele aufgebaut.

Binsdorfs neue Ortsmitte wird immer einladender. Nachdem es auf der Mohnwiese in den vergangenen Wochen schwirrte und summte, sind nun die Hochbeete bepflanzt und drei Spiele auf den Sandsteinen befestigt. Einer Partie Schach oder Mühle steht also nichts mehr im Wege.

Die frisch gepflanzten Bäume werfen schon kleine Schatten und die Hochbeete sind mit Sommerblüher bepflanzt, nachdem es auf der roten Mohnwiese in den vergangenen Wochen nur so schwirrte und summte.

Ein Platz für Mensch und Tier

Zur Freude der Landschaftsgärtner Kati und Matthias Klose-Kanniga wurden die roten Tupfer von den Bienen und Insekten scharenweise angeflogen. Damit ist ein Ziel erreicht, denn die neue Binsdorfer Ortsmitte sollte nicht nur ein schönes Plätzchen für die Menschen werden, sondern auch ein naturnahes Fleckchen Erde für Insekten und Tiere.

Im Oktober ging es los

Nachdem mit der Neugestaltung der bis dato trostlosen Dorfmitte im vergangenen Oktober begonnen wurde, folgte eine Pflanzaktion des Kindergartens. Das Ergebnis erfreute dann Jung und Alt im Frühjahr, als sich die Zwiebeln und Knollen in eine leuchtende Blumenwiese verwandelten.

Jüngst war wieder Arbeitseinsatz

Am Samstag hatte das Binsdorfer Gärtnerehepaar, das seine Entwürfe der Gemeinde spendete, erneut einen Arbeitseinsatz. Sie haben das Hochbeet mit Sommerblühern und einem duftenden Rosenstock bepflanzt und eine Aschenbechersäule installiert, damit die Kippen nicht achtlos auf den Boden weggeworfen werden.

Zug um Zug zum Blickfang: Schachmatt auf dem Binsdorfer Dorfplatz

© Rosalinde Conzelmann

Die Spielfiguren befinden sich in einem kleinen Schränkchen an der Albvereins-Tafel.

Besonders die kleinen Besucher werden sich darüber freuen, dass nun auch die Spiele, die das Ehepaar mit der professionellen Unterstützung des Geislinger Schriftenmeisters Michael Bausch selbst gezeichnet und gesprayt hat, installiert sind.

Drei Spiele gibt es

Das Binsdorfer Ehepaar hat sich für die bei allen Generationen beliebten Brettspiele Mühle, Schach und Mensch-ärgere-Dich-nicht entschieden, die nun auf den historischen Sandsteinen befestigt sind.

Die Figuren sind in einem kleinen Schränkchen verstaut, das am Albvereinsschild festgemacht ist.

Die Gartenbauer hoffen, dass der Platz wie bislang schon von Vandalismus verschont bleibt. „Bisher fand keine Verschmutzung und keine Zerstörung statt“, freut sich Kati Klose-Kanniga.

Der Rasen muss noch wachsen

Sie hat den Trocken-Kräuterrasen bereits eingesät, der robust, pflegeleicht und insektenfreundlich ist. Allerdings wird es noch eine Weile gehen, bis ein dichter grüner Teppich zu sehen ist, auf dem sich auch Gänseblümchen und Thymian wohlfühlen werden.

Der neue Brunnenplatz, für den die Gemeinde 18 500 Euro ausgegeben hat, geht damit seiner Vollendung entgegen. Im Herbst werden die Erbauer noch einen Bücherschrank aufstellen, der aus einem Binsdorfer Haus stammt und die Weinreben pflanzen. Auch die Sitzkissen sind noch in Arbeit.

Platz kommt gut an

Der Platz werde jetzt schon gut angenommen, sagt Ortsvorsteher Dr. Hans-Jürgen Weger. Auch er hofft wie seine Mitbürgerin, dass alle sorgsam damit umgehen werden und nichts zerstört wird. Nachdem Corona einer geplanten Einweihung dazwischen funkte, wird die Gemeinde erstmal abwarten.

„Aber wir werden bestimmt noch eine Einweihung machen, eventuell im Herbst“, sagt Weger.

Dann ist auch sichergestellt, dass der historische Stadtbrunnen, der nun zwar abgedichtet, aber immer noch nicht mit Wasser gefüllt ist, für die Schachspieler und Spaziergänger plätschern wird.

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