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Fußball

Zu viele Fehler: Walldorf bestraft Balinger Nachlässigkeiten

12.08.2019

Von Matthias Zahner

Zu viele Fehler: Walldorf bestraft Balinger Nachlässigkeiten

© Eibner

Sascha Eisele (links) bereitete gegen den FC Astoria Walldorf das 1:2 von Lukas Foelsch vor. Der Balinger Rechtsverteidiger fing sich wie seine Mitspieler nach einem nervösen Beginn.

Ein Lichtblick an einem sonst trüben TSG-Tag: Neuzugang Tobias Dierberger, der nach seiner Einwechslung über die rechte Seite ordentlich Dampf machte.

TSG-Trainer Ralf Volkwein holte im Heimspiel gegen Walldorf in der Anfangsphase des Öfteren Zettel und Kugelschreiber aus der Hosentasche. Erst hatte er viel zu schreiben und danach viel zu besprechen.

Nervöser Beginn der TSG

Die erste Aktion, die sich Volkwein notierte: Neuzugang Marco Gaiser spielte nach rund 90 Sekunden riskant auf seinen Keeper Julian Hauser zurück. Der hatte große Mühe mit dem scharfen Pass, bereinigte die Situation aber technisch stark. Die TSG war zu Beginn äußerst nervös.

Auch der sonst souveräne Sascha Eisele ließ sich anstecken, passte zweimal in die Füße des Gegners. „Ich werde angespielt, von hinten kriege ich Druck, von vorne kriege ich Druck. Dann kamen halt zwei Fehlpässe zustande. Ich denke, im Laufe des Spiels wurde es bei mir persönlich besser“, sagte der Rechtsverteidiger. Und nicht nur bei ihm. Auch seine Mitspieler fingen sich.

Scherer-Fehlpass führt zum 0:1

Denis Epstein, der auf dem linken Flügel anfing, hatte nach fünf Minuten die erste gute Gelegenheit für die Hausherren. Drei Zeigerumdrehungen später versuchte es Hannes Scherer akrobatisch – drüber. „Die ersten zehn Minuten sind wir gut reingekommen und machen das Ding nicht“, haderte Balingens Kapitän Nils Schuon, „und fangen dann ganz dumm das 0:1.“ Wiederum ein Fehlpass – diesmal von Scherer – leitete den Rückstand ein.

Volkwein beordert Epstein in den Sturm

„Danach haben wir ein bisschen den Faden verloren“, wusste auch Schuon. Die Folge: das 0:2. Walldorfs Spielmacher Andreas Schön stand an der Strafraumgrenze komplett frei, zog ab, Hauser hielt die Kugel nicht fest und Walldorfs Knipser Andre Becker war zur Stelle. „Das darf nicht passieren, da sind wir nicht eng genug dran und Julian lässt ihn leider nach vorne abprallen“, kommentierte Volkwein, der nach einer halben Stunde Epstein vom linken Flügel in den Sturm beorderte, dafür musste Lukas Foelsch auf die Außenbahn. Die Umstellung blieb allerdings wirkungslos.

Dierberger bringt Schwung in die Partie

Nach der Pause brachte der TSG-Coach Carlos Konz für den verletzten Matthias Schmitz und Neuzugang Tobias Dierberger für Hannes Scherer. Der Ex-Tübinger ging auf die rechte Seite, dafür rückte Daniel Seemann ins Sturmzentrum. Zudem tauschten Foelsch und Epstein wieder die Positionen. Diese Umstellungen griffen.

Dierberger machte bei seinem Regionalliga-Debüt mächtig Dampf, war an einem tristen Balinger Nachmittag der einzige Lichtblick. „Meine Stärke ist das Tempo“, sagte der 23-Jährige, „ich habe mich riesig gefreut, dass ich reinkam. Ich bin zufrieden mit meiner Leistung, nur kann ich mir davon jetzt auch nichts kaufen.“

Auf Anschlusstreffer folgt Platzverweis

Dierbergers Flanke in der 46. Minute beförderte Seemann über den FCA-Kasten. „Wir kommen stark aus der Kabine, versuchen alles, machen sogar den Anschluss“, skizzierte Schuon die ersten Minuten des zweiten Abschnitts. Wieder war es eine Hereingabe von rechts, diesmal von Eisele, die Foelsch über die Linie drückte.

„Kriegen dann die Rote Karte“, so Schuon weiter; Epstein war mit „offener Sohle“ in den Zweikampf gegangen. Das 3:1 der Gäste in der 73. Minute war der endgültige Knock-out. „Es schmerzt, hilft aber nichts, am Mittwoch geht‘s in Mainz weiter“, blickte Schuon nach vorne.

Volkwein spricht seinem Team Mut zu

Der Spielführer war nach dem Abpfiff zweiter Redner im obligatorischen TSG-Kreis. Zunächst hatte Volkwein länger als sonst seinen „Jungs“ Mut zugesprochen. „Der Tenor war, dass wir weiter dran bleiben sollen, dass es nichts bringt, wenn wir uns zerfleischen“, berichte Seemann, der kurz vor Schluss die Ampelkarte gesehen hatte. „Wir müssen unter der Woche gut arbeiten, weil ohne Training geht es nicht. Und wenn wir da gut arbeiten, bin ich auch zuversichtlich, dass wir bald punkten.“

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