Zollern-Teams stark am Sprung: Balingen 2 und Ebingen marschieren Richtung Klassenerhalt

Von Anna Wittmershaus

Die TSG Balingen 2 und der TSV Ebingen haben in der Ober- beziehungsweise Landesliga am Wochenende je zwei Teams hinter sich gelassen und sich im Kampf um den Ligaverbleib eine gute Ausgangslage erarbeitet.

Zollern-Teams stark am Sprung: Balingen 2 und Ebingen marschieren Richtung Klassenerhalt

Anna Wager und die TSG Balingen 2 machten am Wochenende einen großen Schritt Richtung Oberliga-Klassenerhalt.

Die TSG Balingen 2 wollte beim zweiten Wettkampf die Reserveteams aus Heidenheim und Neckarhausen hinter sich lassen.

Das gelang der Mannschaft um Cheftrainer Rudi Bareth in Gerlingen am vergangenen Samstag ohne große Probleme. Der Vorsprung auf die Heidenheimerinnen betrug am Ende 10,75 Punkte. Neckarhausens „Zweite“ war mit 26,25 Zählern Rückstand noch weiter entfernt.

Fehlstart am Schwebebalken

Dabei sah es zunächst nicht danach aus, als ob die TSG-Reserve beim zweiten Aufeinandertreffen der Oberligisten ein gutes Ergebnis einfahren würde. Denn die Balingerinnen legten am Schwebebalken einen Fehlstart hin.

Lediglich Lilly Wolf lieferte eine fehlerfreie Kür ab, für die sie mit 12,05 Punkten einen hohen Wert bekam und damit das Gesamtergebnis von 41,80 Zählern noch etwas moderater gestaltete.

Und auch Natalie Müller, die kurzfristig ins Team gerückt war, überzeugte und trug mit 10,30 Punkten zur Schadensbegrenzung bei. Nichtsdestotrotz mussten die Eyachstädterinnen die Tatsache schlucken, dass insgesamt vier Absteiger mit in die Gerätewertung einflossen.

TSG-Reserve zeigt Trotzreaktion

Am Boden zeigte die TSG 2 dann eine Trotzreaktion. Wiederum war es Wolf, die mit 12,00 Zählern den höchsten Wert einfuhr, dem Chiara Meboldt (11,85 Punkte) kaum nachstand und den Katharina Bisinger (11,45) sowie Florine Wörz (11,25) zu einem Gesamtergebnis von 46,55 Zählern komplettierten.

Eine starke Leistung zeigten die Eyachstädterinnen am Sprung, an dem ihnen mit 47,25 Zählern der dritthöchste Tageswert gelang. Außerdem war Meboldt mit 12,30 Punkten die beste Turnerinn an diesem Gerät.

Dabei hatten die Balingerinnen mehrheitlich nicht auf risikoreiche Tsukaharas gesetzt, sondern überzeugten mit technisch sauberen, sicher in den Stand geturnten Dreh- und Überschlagsprüngen.

Solider Abschluss

Am Abschlussgerät, dem Stufenbarren, lief dann zwar nicht alles nach Wunsch, aber zu diesem Zeitpunkt war schon klar, dass der angepeilte sechste Platz nicht mehr gefährdet war.

Erneut präsentierte sich Wolf in stabiler Form und legte mit 9,10 Zählern den Grundstein zu einem Geräteergebnis von 31,90 Punkten.

Mit insgesamt 167,50 Zählern belegte das TSG-Team am Ende den sechsten Platz. In der Oberliga-Tabelle ging es für die Regionalliga-Reserve damit einen Rang nach unten.

Vor dem letzten Wettkampftag am 25. Mai ist Balingen 2 nun Sechster, ist jedoch punktgleich mit Tübingen, das Platz fünf inne hat.

Ebingen duelliert sich mit Süßen

In der Landesliga arbeitete der TSV Ebingen unterdessen erfolgreich an der Klassenerhalt. Der Aufsteiger war in Gerlingen am Sonntag ebenfalls als erstes am Schwebebalken gefordert.

MissionZunächst durfte sich der Aufsteiger aus Albstadt anschauen, was Süßen an diesem Gerät zu bieten hatte. Mit dem Team aus dem Landkreis Göppingen sollte sich Ebingen im Verlauf des Wettkampfes ein Duell um Rang fünf liefern.

Süßen legte 37,05 Zähler vor, die Mannschaft von Trainerin Evelyn Karsten verbuchte direkt im Anschluss 41,70 Punkte. Beste Turnerin auf Albstädter Seite war dabei Hannah Boss mit 11,20 Zählern.

Auch am Boden konnten die Ebingerinnen den Wert der direkten Konkurrenz überbieten. Annalena Henne (12,00) und erneut Boss (11,20) waren die Topscorer. Zusammen mit Lena Maier (10,70) und Carlotta Fuss (10,50) erzielten sie eine Gesamtpunktzahl von 44,40 Zählern.

Drittbester Tageswert

Damit ging der TSV mit einem Vorsprung von 5,8 Punkten auf Süßen an den Sprung. Dort gelang den Ebingerinnen mit 44,30 Zählern das drittbeste Ergebnis. Doch Süßen hatte zuvor mit 44,85 Punkten ordentlich vorgelegt.

Am Abstand der beiden Teams änderte sich also vor dem finalen Gerät, dem Stufenbarren, so gut wie nichts. Allerdings verspielten die Albstädterinnen hier beinahe den kompletten Vorsprung.

Patzer am Stufenbarren

Während Süßen auf 34,45 Punkte kam, verbuchte Ebingen lediglich 29,65 Zähler. Lena Irion und Boss unterlief je ein Fehler, der dazu führte, dass sie einen Teil ihrer Übung weglassen mussten. Somit kassierten die beiden hohe Abzüge.

Den fünften Platz ließen sie sich aber nicht mehr nehmen. Mit insgesamt 160,05 Punkten ließ der TSV neben Süßen (159,60) auch noch Gäu-Schönbuch 2 (157,90) hinter sich. In der Landesliga-Tabelle verteidigte Ebingen damit den fünften Rang.

„Es war auf jeden Fall eine Steigerung zum ersten Wettkmapf erkennbar“, zeigte sich Ebingens Trainerin Kartsen zufrieden.

Der Klassenerhalt sei nun schon so gut wie sicher, meint die TSV-Übungsleiterin, die sich zudem über Platz sechs von Annalena Henne im Vierkampfranking freute.