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Balingen

Wommy Wonder auf der Drive-in-Bühne: „Schwaben in Ekstase, das gibt es nur in Balingen“

07.06.2020

von Thomas Haug

Wommy Wonder auf der Drive-in-Bühne: „Schwaben in Ekstase, das gibt es nur in Balingen“

© Thomas Haug

Der aus Stuttgart angereiste Travestiekünstler Michael Panzer hielt die Besucher der Drive-in-Veranstaltung bei Laune.

Sehr glamourös ging es am Freitagabend auf der Balinger Drive-in-Kulturbühne zu. Der aus Stuttgart angereiste Travestiekünstler Michael Panzer begeisterte die Zuschauer mit seiner Kunstfigur Fräulein Wommy Wonder. Wegen des schlechten Wetters war der Parkplatz nur halb voll.

Mit hohen Stöckelschuhen, einer extravaganten Frisur und goldenem Glitzerkleid, in das er sich bei 12 Grad Außentemperatur „reingeatmet“ habe, begrüßte er als Schwäbin das Publikum. Bereits 1988 sei sie das erste Mal bei einem Auftritt in Balingen gewesen.

„Schwaben in Ekstase, das gibt es nur in Balingen“, ist sich das „Fräulein“ sicher. Durch ihren Beruf sei sie viel unterwegs und habe dadurch schon allerhand erlebt.

Nie den Koffer unbeaufsichtigt lassen

Auf ihren Reisen durch Deutschland mit der Bahn komme es öfters vor, dass der Zug Verspätung habe. Wenn man von der Warterei Hunger bekäme und sich etwas zu essen hole, dürfe man auf keinen Fall die Koffer unbeaufsichtigt lassen, denn „sobald man zurück kommt, sind sie gesprengt“.

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Schwaben in Ekstase, das gibt es nur in Balingen. Wommy Wonder, Travestiekünstler

Wie nennt man einen russischen Vegetarier? Einen Moos-Kauer. Michael Panzer alias Wommy Wonder

Als „katholisches Mädchen“ fürchtet sich Wonder vor den Unisextoiletten auf den Bahnhöfen, vor allem wenn dort ein Schild hängt: „Verlassen Sie den Raum so, wie sie ihn gerne vorfinden würden“, denn auf Wändeverspachteln habe sie überhaupt keine Lust.

Dass das Fräulein Wommy Wonder gerne mal ein Schlücken Sekt trinkt, daraus machte sie auf der Bühne keinen Hehl. Aber zu den Anonymen Alkoholikern würde sie niemals gehen, „denn ich trinke lieber mit Leuten die ich kenne“.

Wommy Wonder geht lieber auf Nummer sicher

Einer Statistik zufolge sollen 20 Prozent der tödlichen Unfälle unter Alkoholeinfluss passieren, im Umkehrschluss bedeute dies, dass 80 Prozent ohne Alkoholeinfluss geschehen, darum ginge sie lieber auf Nummer sicher.

Ab und zu fügte Wonder ein paar Kalauer ein: „Wie nennt man einen russischen Vegetarier? Einen Moos-Kauer“. Den Gästen gefiel das abwechslungsreiche Programm, was man am lauten Lachen durch die geschlossenen Autoscheiben hören konnte.

Dem Publikum gefällt’s

Auch hielten sie sich mit Applaus nicht zurück, welchen sie mit Lichthupen zum Ausdruck brachten. Nicht einmal der einsetzende Regen konnte die frohe Stimmung dämpfen. Dass Michael Panzer nicht nur unterhaltsame Geschichten erzählen, sondern auch Singen kann, bewies der Entertainer mit mehreren Gesangseinlagen.

Der Veranstalter Marc Michl war etwas enttäuscht von dem nur halb besetzten Parkplatz: „Teilweise kommen Leute hunderte Kilometer hergefahren, um hier eine Veranstaltung mitzuerleben“, sagt er.

Samstagsveranstaltungen fielen aus

Aber bei dem Wetter sei es sehr schwer, die Balinger vom Sofa zu locken. Aus diesem Grund wurden am Samstag die geplanten Veranstaltungen mit Oliver Thomas und dem Schlagertrio 3mal1 wegen fehlender Resonanz abgesagt.

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