Handball

„Wir wollen gewinnen und Selbstvertrauen ziehen“: HBW trifft im DHB-Pokal auf Nordhorn-Lingen

05.10.2021

Von Marcus Arndt

„Wir wollen gewinnen und Selbstvertrauen ziehen“: HBW trifft im DHB-Pokal auf Nordhorn-Lingen

© Herl

In der vergangenen Spielzeit setzten sich die „Gallier“ (im Bild Fabian Wiederstein) in der Balinger SparkassenArena ungefährdet gegen die Grafschafter durch. Auswärts kassierte der HBW allerdings eine knappe Niederlage

In der Liga spülte es die „Gallier“ am vergangenen Spieltag unter den Strich. Dennoch ist der HBW Balingen-Weilstetten – ungeachtet der Personalsorgen – beim Pokalspiel am Mittwoch in der Grafschaft favorisiert. „Wir nehmen diese Rolle an“, betont Jens Bürkle.

Nach 0:6 Punkten rutschte der Aufsteiger von 2019 auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Für die Balinger Protagonisten auf und neben der Platte eine Momentaufnahme. „Das lässt sich korrigieren“, sagt der HBW-Trainer unaufgeregt, „viel wichtiger ist die Leistung – und wie die Mannschaft auftritt.“

Das gefiel dem 40-Jährigen in den vergangenen Wochen überhaupt nicht. Neben zu vielen Gegentoren macht der Sportwissenschaftler zu viele Fehlwürfe aus. „Wir müssen die Basics wieder besser machen“, verlangt er, „daran haben wir nach dem Lemgo-Spiel gearbeitet – in der Kleingruppe, aber auch individuell.“ Es fehle nicht viel, versichert der erfahrene Übungsleiter, „aber diese winzigen Kleinigkeiten summieren sich auf.“ Und dann wird es am Ende deutlich: wie am vergangenen Donnerstag beim 28:38 gegen den Pokalsieger.

Lipovina fällt aus

Vor dem richtungsweisenden Duell mit den Recken aus Hannover am kommenden Samstag (18.30 Uhr, SparkassenArena) gastieren die Schwaben am Mitwoch in Lingen (19.30 Uhr). Das Zweitrundenspiel um den DHB-Pokal gegen den Zweitligisten kommt Bürkle nicht ungelegen. „Wir wollen gewinnen“, hebt der Balinger Coach hervor, „und Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben in der Liga ziehen.“

Obwohl einige arrivierte Akteure verletzt ausfallen oder angeschlagen sind, gehen die „Gallier“ als Favorit in das Spiel. Kreisläufer Kristian Beciri steht wieder im Kader, ebenso Luca Munzinger. Nachdem Vladan Lipovina krank fehlt, soll der Linkshänder aus dem Balinger Perspektivteam Neuzugang Nikola Stefanovic im rechten Rückraum entlasten. „Es ist für einige Spieler die Chance, sich zu zeigen“, sagt Bürkle, „gerade für diejenigen, welche in den vergangenen Begegnungen weniger Einsatzzeiten hatten.“

Personalsorgen auch beim Gegner

Auch den Absteiger, welcher im Unterhaus unspektakulär mit 4:4 Punkten gestartet ist, plagen personelle Probleme. Neben Neuzugang Johannes Wasielewski fällt Georg Pöhle aus. Trotzdem sei es eine gute Mannschaft, urteilt Bürkle, welcher den Gegner genau analysiert hat. Noch in Erinnerung sind die beiden Begegnungen in der vergangenen Runde. In Lingen kassierte der HBW eine bittere 27:29-Niederlage. Im Rückspiel fegten die Schwaben die HSG mit 35:24 von der Platte.

Nach dem Abstieg blieben markante Veränderungen bei den Emsländern aus: Daniel Kubes trainiert weiter das Team um Torjäger Robert Weber, drei Abgängen stehen ebenso viele Neuzugänge gegenüber. „Dennoch fehlt ihnen gefühlt etwas“, hat Bürkle beobachtet, gesteht allerdings ein: „Die Außenseiterrolle liegt Nordhorn.“ In den ersten beiden Trainingstagen hat er sein Team auf die Grafschafter eingestellt. Diese unterlagen zuletzt mit 30:35 in Hamm und haben vorerst den Kontakt zur Zweitliga-Spitzengruppe um Altmeister Gummersbach verloren.

Keine leichten Bälle für Weber

„Umstellungsprobleme“, nennt dies Bürkle, welcher einfache Gegentore verhindern möchte. „Wir dürfen Weber keine leichten Bälle geben“, fordert der ehemalige Erstliga-Kreisläufer, „und müssen gegen den HSG-Rückraum konsequent verteidigen.“

Motor- und Ideengeber bei den Rot-Weißen ist Alexander Terwolbeck. „Sie haben ein breites Portfolio“, warnt der Balinger Kommandogeber, „Fontaine hat viele Aktionen. Die müssen wir ihm nehmen.“ In Hamm netzte der frühere Göppinger fünf Mal bei acht Wurfversuchen.

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